Hunger (2008)

OT: Hunger - 96 Minuten - Drama
Hunger (2008)
Kinostart: 04.06.2010
DVD-Start: 25.02.2011 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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User-Kritiken

9/10
Körper als Waffe
Bei der Darstellung des erfolgreichen Hungerstreiks des IRA-Mannes Bobby Sands in den 80er Jahren geht der Film von Steve McQueen (der heißt wirklich so) weit über die Schmerzgrenze hinaus. Er verstärkt die Wirkung durch lange wortlose Einstellungen mit düsteren Bildern in drei sehr unterschiedlichen Teilen:
1. Entwürdigende Maßnahmen durch das Wachpersonal an den IRA Männern: Prügelorgien, echter Spießrutenlauf, Untersuchungen aller Körperöffnungen etc. Gut, dass es kein Geruchskino gibt. Ein Schocker beendet diesen Teil, der insgesamt ohne viele Worte durch äußerst brutale Aktionen beeindruckt.
2. Bei statischer Kamera ein längerer Dialog zwischen Bobby und einem Anstaltspfarrer. Hier hinterfragen beide Seiten geistreich und tiefgründig die Gegenseite und konfrontieren sie mit der eigene Position. Unter anderem ‘Ist Hungerstreik Mord oder Selbstmord?
3. Körperlicher Verfall des Hungernden, Qualen der Abmagerung (Michael Fassbender ist echt klapperdürr). Wortlos wird der langsame Sterbeprozess geschildert. Das ist nicht nur für den Schauspieler mit unheimlichen Schmerzen verbunden.
Man begreift die fanatische Verbohrtheit der Aktivisten und staunt über die Konsequenz ihres Handelns. Der erste und der letzte Teil beeindrucken durch realitätsnahe Brutalität und Grausamkeit des Sterbens, der Mittelteil dient der intellektuellen Aufarbeitung des Themas. Zusammengenommen ergibt das einen starken Film.
8/10
Ironisch
genau in dem Jahr, wo Thatcher ihre eigene Filmbiografie bekommt, sehe ich mir Hunger das erste Mal an ;) Die Unruhen, Eskalationen und vielen Menschenopfern, welche die gesamte irische "Revolution" mit sich brachte, ist noch viel zu wenig in Filmen behandelt worden. Jedes Jahr gibt es ein neues 2ter-Weltkrieg- Revival, während derart wichtige Themen wie der irische Hungerstreik aus dem Jahr 1981, nahezu unerzählt bleiben. Der Film ist unfassbar langsam, langatmig und in seiner Stille erdrückend - genauso wie die Gefangenschaft der Häftlinge. Die Bilder sind brutal, ungustiös und widerlich, genauso wie die Umstände, unter welchen alle Häftlinge "leben" müssen. Hunger ist ein selten tiefgreifender und tiegründiger Film, den man sich im richtigen Moment ansehen muss, um den vollen Ausmaß der Zustände aufnehmen zu können. Und für das Talent Fassbenders gibt es kein Wort, das auch nur annähernd seine Größe beschreiben könnte.
9/10
Hunger
Im Kino ist es sich nicht ausgegangen, aber dafür auf DVD: Hunger ist ein unglaublich intensiver und berührender Film, der seiner Geschichte gerecht wird. Michael Fassbender spielt unglaublich, aber das ist nur das Sahnehäubchen auf diesem fabelhaften Film.
9/10
Hunger
Ein großartiger Film. Fabelhafte Darsteller, eine unglaubliche Atmosphäre und ein fesselndes Thema. Sollte man unbedingt gesehen haben.
Filmering.at
Community
Ø Wertung: 8.3/10 | Kritiken: 4 | Wertungen: 21
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