Shutter Island (2010)
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Regie: Martin Scorsese Drehbuch: Laeta Kalogridis Darsteller: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Emily Mortimer, Michelle Williams Filmstart: 26.02.2010 | Laufzeit: 138 Minuten | Thriller |
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Reihenfolge
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Nichts verstanden?
Offenbar haben weder der Schreiber dieser Filmkritik - Michael Föls, noch jene, die sich hier außerdem noch zu dieser genialen Story geäußert haben, auch nur ansatzweise die geniale Auflösung verstanden. Das Ende ist mitnichten ein billiger Showdown a la Hollywood. Ganz im Gegenteil. Das geniale an der Story - was im Film sogar noch weitaus eindrücklicher deutlich wird als im Buch - ist die Tatsache, das eben keine - wie hier so oft erwähnt - billige Auflösung gibt, sondern ein absolut offenes Ende mit mindestens zwei Variablen:
Möglichkeit Nummer 1: Laeddis alias Teddy ist tatsächlich krank und hat einen erneuten Rückfall in den Wahn, merkt es aber nicht.
Möglichkeit Nummer 2: Teddy alias Laeddis sieht keine Möglichkeit zu entkommen, da er als "Monster" lebenslang auf der Insel verbringen muß und ergibt sich deswegen dem Messer, indem er seinen Rückfall nur vortäuscht. Das wäre natürlich die weitaus interessantere Version, da er dann ganz klar das Opfer wäre und die eben vom Zuschauer für wahr geglaubte und hier als schlecht und billig bezeichnete Auflösung am Ende noch einmal ganz auf den Kopf stellen würde.
Was ich aber persönlich glaube, entspricht aber genau dieser unklaren Atmösphäre eines Konglomerats der beiden eben genannten Möglichkeiten: Teddy bzw. "Laeddis" weiß die Wahrheit selbst nicht oder auch:
Wer glaubt, dass Teddy schuldig ist ... ist als Zuschauer auf die geniale, jedoch bösartige Psychomethode des Shutter-Island-Personals reingefallen und nicht weniger als Teddy alias Laeddis manipuliert worden ;)
Wenn das nicht genial ist, dann weiß ichs auch nicht!!
Starker Anfang lahmes Ende
Was hatten wir doch für erwartungen....Shutter Island....DiCaprio....was soll da schief gehen????nix!!!da gehen wir hin.....doch nach ewigen 2 stunden und einem permanenten wechsel in der handlung war der Film echt einfach nur lahm....und als ob dieses wirre durcheinander nicht schon genug ist bleibt der zuschauer im regen stehen es ist fast so als hätte der Filmmacher keine ideen mehr gehabt und gesagt denkt euch den rest ich mach feierabend...und so steht man nach 138 minuten da und darf sich all den stuß zusammenreimen und den schluß selbst ausmalen....aber man muß auch der fairness halber die schauspielerische leistung und die düstere atmosphäre loben
Shutter Island
Scorsese ist ein grandioser Regisseur. Aber das wissen wir bereits, und seine handwerklichen Fähigkeiten sind tatsächlich das Highlight in Shutter Island. Die Darsteller sind gut, aber so richtig groß spielen sie (trotz ihren großen Namen) nicht auf. Aber was Atmosphäre, Ausstattung, Inszenierung, usw. betrifft, kann man rein gar nichts einwenden. Der Film ist durchwegs spannend, und sorgt für gute Unterhaltung... Scorsese scheint auch richtig Freude gehabt zu haben sich mal wieder ordentlich austoben zu dürfen, denn so verspielt gab er sich in seiner Inszenierung schon lange nicht, bzw. noch nie. Und das alleine macht den Film schon sehenswert. Nur bemängele ich, genau wie die Filmering Kritik, dass der Schluss die Geschichte irgendwie ins Lächerliche zieht. Hat einfach nicht funktioniert für mich.
Shutter Island
Von Scorsese kann man sicher besseres erwarten. Aber trotzdem hat mir auch Shutter Island gut gefallen. Es wird den ganzen Film über eine gewisse Erwartungshaltung und Spannung aufgebaut, nur leider kann diese im Finale nicht gehalten werden. Ich stimme der Kritik zu, dass sich der Film im Finale leider alles selbst zerstört. Schade.
Zweite Meinung - Red Herring Island
Shutter Island kann mit einer akribisch inszenierten, atmosphärisch umwerfenden Szenerie beeindrucken (Production Design: Dante Ferretti - u.a.: Gangs of NY, Aviator, Casino), des weiteren auch mit einem teilweise geradezu umwerfenden Score und einem durchgehend hochwertigen Darstellerensemble.
Doch wo all der schöne Pomp überwiegt und den Zuseher zu blenden vermag, zeichnet sich bei genauerer Betrachtung die selbe Problematik wie bei Scorseses anderen Post-2000 Werken heraus: So toll eine Vorlage auch sein mag - wenn gravierende Schwächen im Drehbuch vorhanden sind, kann auch ein hübscher Aufputz die Mängel des Gesamtwerks nicht überdecken (siehe etwa bei Camerons Avatar).
Anders sind einzelne Szenen (besonders haarsträubend ist das Gespräch in einer Höhle bei flackernden Lagerfeuer) nicht zu erklären: Wo es die Bildsprache und Iszenierung nicht schafft, dem Zuseher die Handlung zu vermitteln, wird einfach ein Dialogpartner vor die Linse gesetzt, der dem Publikum anschließend einfach erklärt, was es nicht weiß (oder anhand der bisherigen Hinweise kombinieren bzw. schlussfolgern kann).
Gerade bei einem mehr als zweistündigen Film - der dazu mit anfangs noch vielschichtigen bzw. mehrdeutigen Traumsequenzen angereichert wird - bleibt genügend Zeit, um solche deskriptiven Elemente zu vermeiden. Man darf dem Publikum doch eine gewisse filmdramaturgische Restintelligenz zumuten oder einfach durch geschickte Auslassungen einen Hauch von interpretativen Überlegungen Platz einräumen.
Das Ende selbst kann sich mit seiner großen, aber nicht besonders umwerfenden Überraschung gerade noch mit Mühe über das Mittelmaß erheben, so vernichtend für das Gesamtwerk erscheint es mir jedoch nicht - die daraus entstehenden Logikfehler innerhalb der Handlung sowie die Art und Weise, wie die gesamte Leutturmsequenz präsentiert wird, ist hier eher als negativ behaftet anzusehen.
Ebenso wie bei Gangs of NY und The Aviator verlässt sich Scorsese mehr auf die Präsentation seiner episch anmutenden Handlungen als auf die Geschichten selbst, was eigentlich schade ist, da auch Shutter Island ohne weiteres Potential hätte, ein großer Wurf des Regiealtmeisters zu werden.
Schade eigentlich.
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