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Eine beeindruckende Reise in die Finsternis!
Mit Apocalypse Now schuf Francis Ford Coppola den Antikriegsfilm schlechtin und lieferte nach seinen Paten-Filmen ein weiteres Glanzstück der Filmgeschichte ab. Doch was macht diesen Film so gut?
Auf der einen Seite besticht der Film durch eine unglaublich dichte Atmosphäre die den Zuschauer schon fast soghaft in die Geschichte hineinzieht. (unterstützt wird dies durch die Tagebuch ähnlichen Vorlesungen von Captain Benjamin L. Willard alias Martin Sheen). Auf der anderen Seite bietet der Film Schauwerte für die Ewigkeit - die sich tief in die Netzhaut des Zuschauers brennen. Der Wahnsinn und das Chaos des Kriegs wird durch den Hubschauer- und Napalmangriff auf ein vietnamesisches Dorft brilliant eingefangen. Setting, Kameraführung und Schnitt sind ebenfalls handwerklich perfekt umgesetz. Die musikalische Untermalung des Film trägt ungemein zur Atmosphäre bei und bringt hypnotische Szenen hervor.
Die Schauspieler des Films sind nahezu alle durch die Bank ertklassig. Martin Sheen spielt hier die Rolle seines Lebens und trägt den Film durch seine Ausdrucksstarke Präsenz. Marlon Brando verkörpert den personifizierten Wahnsinn als Colonel Walter E. Kurtz schlussendlich meisterhaft.
Trotz all des Lobes und der handwerklichen Perfektion ist der Film meiner Ansicht nach nicht frei von kleinen Schwächen. Auch wenn der Wahnsinn und Irrsinn des Krieges perfekt in den teils verstörenden Bildern eingefangen ist - so wird der Zuschauer streckenweise zu sehr auf sich allein gestellt um all das gesehene zu deuten, da es schlicht zu viele Interpretationsmöglichkeiten gibt. Man sieht eindrucksvoll wie die Protagonisten des Films anhand ihres Verhaltens Stück für Stück je näher sie ihrem Ziel (dem Lager vom Colonel Walter E. Kurtz)kommen vom psychologischen Druck und den Grausamkeiten geprägt dem Wahnsinn verfallen. Jedoch ist dies ein Prozess der zu wenig ausgearbeitet ist, vieles spielt sich hier im Hintergrund der Geschichte ab und es fehlt einem als Zuschauer der direkte Draht zu der emotionalen Entwicklung der Protagonisten. Man akzeptiert als Zuschauer das Gesehene und versteht auch deren Ursprung - wird aber zu wenig mit der Entwicklung der Charakterwandlung der Protagonisten auseinandergesetzt.
Der Film (die Redux - Fassung) ist meiner Ansicht nach außerdem etwas zu lang - da es einige Szenen gibt, die sich zu sehr in ihrem Muster (während der Flussfahrt) ähneln und keinen echten Mehrwert für die Geschichte liefern - die Zeit hätte besser in die Ausfeilung der Charakter gesteckt werden sollen.
Trotz dieser kleinen Schwächen bleibt der Film immens gewaltig in seiner Bildsprache und lässt den Zuschauer vielleicht wie kein anderer Film zuvor und danach an dem endgültigen Wahnsinn des Krieges und deren Folgen für die Psyche des Menschen - teilhaben.
Mit Abstand der schwächste Teil der Reihe!
War der erste Teil noch ein klassischer Spionage-Thriller alter Schule der zwar gut aber nicht herausragend war, so fehlt dem zweiten Teil nicht nur die eigentliche Mission Impossible - DNA sondern schlicht und ergreifend auf ganzer Linie auch die Qualität.
Mit Mission Impossible 2 begann der künstlerische Absturz von Regisseur John Woo einer Action-Kino-Legende der 80er und frühen 90er-Jahre. Der Film errinert viel mehr an die naivsten und vollkommen überladenen James-Bond Teile der Pierce Brosnan Ära als an vergangene Regie-Meisterleistungen wie z.B. The Killer.
Die Story ist so simpel (teilweise auch unlogisch) und ereignisarm geworden, das es fast schon eine Beleidigung für den Zuschauer ist. Manche Stilmittel im Film wie z.B. der Einsatz der Masken ermüden den Zuschauer nach dem x-ten Male einfach nur noch. Manchmal wäre weniger mehr gewesen - vor allem bei den Actionszenen. Ist die Klettereinlage zum Beginn des Films noch spektaktulär in Szene gesetzt - so wirken die nachfolgenden Actionszenen teilweise (vor allem nach heutigem Maßstab) einfach nur noch peinlich. In diesem Film ist fast alles bigger than life und streckenweise so übertrieben, dass es schon wieder lustig ist. Einige Zeitlupen-Einfälle mögen noch gut sein - andere hingegen (und hier vor allem die ständigen Saltos) sind überflüssig. An manchen Stellen nimmt dann die Heroisierung schon fast groteske Züge an (Stichwort: weiße Tauben).
Das einzige was den Film vor einm Total-Ausfall rettet, ist eine überaus gelunge Einbruchssequenz sowie einige nette Schauwerte zwischendurch. Am Ende bleibt festzuhalten, dass Mission Impossible 2 der mit Abstand schlechteste Teil einer sonst soliden - bis guten Action/Spionage-Reihe ist. Mann kann - muss sich den Film als Actionfilmfan jedoch nicht anschauen - wird ihn aber nach Sichtigung so schnell kein zweites Mal in den DVD-Player legen.
Gute Unterhaltung für Fantasy-Fans!
Jack and the Giants ist ein angenehm geradliniger Märchen / Fantasy-Film der bestimmt keinen Preis für ausgefeilte Charaktere oder überraschende Storywendungen gewinnen wird.
Die Geschichte als Richtschnur für die actionreichen Ereignisse dient ihrem Zwecke mehr jedoch auch nicht. Nicholas Hoult als titelgebender Hauptdarsteller meistert (im Rahmen seiner ihm durch das limitierte Drehbuch vorgegebenen Möglichkeiten) seine Rolle ganz akzeptabel. Weitaus besser (da auch weitaus charismatischer und sympatischer)gefällt mir jedoch Ewan McGregor als verschmizter Ritter Elmont - der mit seiner lässigen Art genauso wie manche Szenen mit den Riesen (vor allem ihre Kochkünste) für Lacher sorgt.
Die Riesen an sich sind gut animiert - auch wenn die Spezialeffekte im Vergleich zum aktuellen Maßstab dem Hobbit schon etwas abfallen. Der Einsturz der riesigen Bohnenranke sowie die finale Schlacht der Menschen gegen die Riesen bieten dann schlussendlich auch für verwöhnte Zuschaueraugen packende Momente. Im Vergleich zur aktuellen Fantasy-Konkurrenz - Die zauberhafte Welt von Oz - überzeugen die 3D Effekte nicht auf ganzer Linie und hätten effektiver eingesetzt werden können.
Gerne hätte man als Zuschauer mehr über die Welt der Riesen erfahren. Außerdem hätte eine etwas liebevollere Figurenzeichnung dem Film wirklich gut getan (Zu Beginn wirkt der Film aufgrund seiner platten Dialoge - schon fast etwas trashig). Am Ende ist ein kurzweiliger Film herausgekommen, der für Fantasy- und Märchenfilmfans durchaus empfhelenswert ist - jedoch kaum nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Kurzweiliger Sci-Fi-Film !
In Time ist ein Film der verpassten Chancen und doch oder vielleicht gerade deswegen eine sehr kurzweiliges Vergnügen.
Die Grundidee an sich (Zeit als Währung) ist genial und wird vor allem in der ersten halben Stunde des Films auch oftmals beklemmend eingefangen. Prinzipiell hätte die Grundidee des Films bei perfekter Umsetzung das Potenzial an Sci-Fi-Klassiker wie Blade Runner oder Minority Report heranzukommen. Der Film legt jedoch zu wenig Wert auf Details, Charaktere und Story - und lässt daher die Größe eines Epos vermissen. Zu wenig wird dem Zuschauer über die Hintergründe und Zusammenhänge in dieser fast schon herzlosen Welt erklärt - als ob sich jemals das Gefühl von wahrer Storydichte verbreiten würde.
Eine große Überraschung ist für mich Justin Timberlake der seine Rolle mühelos stemmt und durchaus sympathisch eine Identifikationsfigur schafft. Im Vergleich zu Timberlake fällt Amanda Seyfried etwas ab - wirkt aber nicht fehl am Platz.
In der zweiten Hälfte des Films entwickelt sich der Film dann in Richtung Bonnie und Clyde sowie Robin Hood - Hommage was durchaus nett mitanzusehen ist - und in Verbindung mit Zeit als Währung interessante Gedankengänge hervorbringt.
Da der Film nie den Anspruch eines Epos (was er hätte sein können) hat - ist die Laufzeit von 109 Minuten in Ordnung hätte in diesem Betrachtungswinkel jedoch noch ein wenig kürzer ausfallen können. An der ein oder anderen Stelle kommt vor allem bei den eher durchschnittlichen Verfolgungsjagten etwas Langeweile auf.
Zusammenfassend kann man sagen, dass In Time einer der ganz wenigen Filme ist wo ich mich weniger über die verpassten Chancen und ungenutzen Potenziale ärgerte, sondern mich viel mehr über die tollen Ideen, Schauwerte und kurzweilige Unterhaltung erfreut habe. Aus diesem Grund bekommt der Film bei mir trotz klarer Schwächen immer noch sieben von zehn Sternen.
Lyrik zum Heulen schön
In diesem Feature haben Epstein und Friedman versucht das Lebensgefühl der Beatniks nachzuempfinden. Am Beispiel des Prozesses gegen Allen Ginsberg (James Franco) demonstrieren sie, wie sich diese Generation artikuliert hat. Interviews wechseln mit Szenen aus dem Gerichtssaal und die werden wiederum durch Animationen unterbrochen. Das ist anspruchsvolle Unterhaltung auf höchstem Niveau, denn neben der fast nicht stattfindenden Handlung hören wir lange Passagen aus ‘Howl – Das Geheul‘. Und das ist schwere Kost. Man hat nicht so sehr mit dem Textverständnis zu kämpfen als mit dem Gewöhnungsprozess an die verbalen Ungewöhnlichkeiten wie z.B. ‘ und Alkohol und Schwanz und endloses Rumficken‘…
Es sind die extrem prüden 50er Jahre als McCarthy Amerika mit seiner Kommunistenphobie beherrschte. In dieser Atmosphäre soll juristisch geklärt werden, ob Ginsbergs Lyrik ‘obszön und pornographisch‘ sei. Dabei geht es um die Freiheit der Kunst, um die Frage wodurch entsteht Literatur überhaupt? Es wird deutlich, dass man Ginsberg nicht verstehen muss, sondern eher nur erfühlen kann, wenn man von seinen Texten emotional berührt wird. Vergleiche mit dem amerikanischen Übervater Walt Whitman und seinen ‘Grashalmen‘ werden bemüht. Das Urteil am Ende lautete ‘Nicht obszön‘. Es werden zwar nicht alltägliche Begriffe verwendet, aber ‘ein Schuft der Böses dabei denkt.‘
Damit sprang Amerika damals über den eigenen strengen Moralkodex hinweg. Reines Arthouse, das immer noch recht irritierend unter die Haut geht.
Rückbesinnung zur Grundidee des Kinos!
Die fantastische Welt von Oz ist die Art Film über die man vortrefflich diskutieren kann. Auf der einen Seite wird der Film in der Presse als seelenloser LSD-Trip, Verrat von Sam Raimi´s eigener Identität als Regisseur und "schlimmstes" Disney - heile Welt Kino verissen - auf der anderen Seite wird der Film als überaus gelungenes Prequel vom legendären "Zauberer von Oz" und als ein fantastischer Märchenfilm angesehen.
So wie es aussieht, kann man den Film also nur "hassen" oder "lieben" - trotz dieser zwei sehr einschlägigen Meinungsrichtungen - sollte man den Film meiner Ansicht nach differenzierter sehen.
Der Beginn des Films mit seiner schwarz-weiß Auffmachung, dem eingeschränkten Blickwinkel und dem verschmitzen Humor überzeugt als liebevolle Hommage an das Original. Die Fantasy-Welt Oz mit ihren farbenbrpächtigen Dasein und allerei fantasievollen Gestalten und Ideen wirtkt hingegen wie ein Best-of aus "Alice im Wunderland" und "Avatar" - ist aber nach meinem Geschmack etwas überladen und wirkt teilweise wirklich seelenlos. Ganz und gar nicht Seelenlos hingegen sind die beiden fantastischen Computeranimierten Nebenfiguren der fliegende Affe Finley und die Porzelanpuppe - welche den Zuschauer auch emotional an der Geschichte teilhaben lassen. Die 3D-Effekte des Films sind ebenfalls durchaus gelungen und stören zu keiner Zeit - eine Eigenschaft die nur wenige Großproduktionen von sich behaupten können.
Die schauspielerische Leistung der menschlichen Charaktere lässt hingegen an der einen oder anderen Stelle durchaus zu wünschen übrig. James Franco als Zauberer wirkt zwar nicht fehl am Platz ist aber nicht wirklich ein Sympathieträger. Die drei Hexen an sich hätten auch weitaus besser verkörpert werden können - hier wird zu oberflächlich gespielt - wodurch die Charaktere austauschbar und somit uninteressantw werden.
Viel Licht - trifft in diesem Film auf viel Schatten. Trotz der deutlichen und unübersehbaren Mängel bleibt der Film für mich jedoch für alle Fantasy und Märchenfans empfehlenswert. Bei einem Film wie die zauberhafte Welt von Oz sollte man sich an die ureigenste Eigenschaft des Kinos zurückerinnern. Das Kino als Ort des Fantastischen und nie Dagewesenen. Das Kino als Ort der Illusion und Faszination. Das Kino als einem Ort wo nicht ständig die Ausgefeiltheit der Geschichte sondern viel mehr die Reise in eine zauberhalfte Welt im Vordergrund stehen sollte. Wer für die zauberhafte Welt von Oz ein Kinoticket löst - weiß, dass er einen Film ähnlich gestrickt wie eine "Jahrmarktsattraktion" bekommt - daher darf man dem Film seinen eigentlichen Charakter nicht als Schwäche auslegen, sondern sollte sich trotz aller Schwächen viel mehr über die zauberhafte Welt, seine Bewohner und die Schauwerte erfreuen.
Ein Historienfilm von großer Klasse!
Steven Spielberg´s "Lincoln" ist ganz großes Kino der "alten Schule". Hier stehen keine Spezialeffekte oder ausufernde Schauwerte im Vordergrund, sondern vielmehr die Geschichte und derren Inhalte die getragen werden von grandiosen Schauspielleistungen.
Lincoln ist "präzises" Kino - jeder Dialog jede Erklärung ja jede Bewegung der Schauspieler hat eine Aussage. Nebem dem fast schon surreal guten Daniel Day Lewis als Lincoln (zurecht der erste Schauspieler der drei Mal den Oscar als bester Hauptdarsteller entgegen nehmen durfte) überzeugt vor allem Tommy Lee Jones in einer sehr facettenreichen Rolle.
Lincoln ist kein Unterhaltungsfilm sondern viel mehr ein Film zum "bewundern" - ein Film der ein Stück Geschichte lebendig macht.
Gewiss ist der Film an der einen oder anderen Stelle vielleicht sogar anstrengend "genau" und somit eher schwer zugänglich - aber er bleibt sich seiner Linie stets treu.
Lincoln ist ein Historienfilm mit großer politischer Färbung eingebettet in zwischenmenschlichen Prozessen. Qualitativ ist der Film über jeden Zweifel erhaben - und kann in der Kategorie Meisterwerk angesiedelt werden. Emotional muss jeder für sich selber entscheiden ob einem der Film so stark einnimmt - dass man dem Schauspiel nicht nur folgt sondern mit den Charakteren und der Geschichte mitfiebert.
Habe weitaus mehr erwartet!
Nachdem zwar nicht wirklich notwendigen jedoch überraschend guten 4. Teil der Reihe ist der 5. Teil eine große Enttäuschung. Dem Film fehlt es leider von der ersten bis zur letzten Sekunden an der eigentlichen "Stirb-Langsam-DNA" - irgendwie kommt nie das Gefühl auf, dass man sich gerade einen "Stirb-Langsam" - Film anschaut. Dieser Teil hat vom "Feeling" kaum noch etwas mit seinen Vorgängern zu tun. Die Stirb-Langsam Reihe hat das Actionkino der späten 80er und frühen 90er Jahre so geprägt wie kaum eine andere Reihe. Der 1. Teil aus dem Jahre 1988 gehört ohne Diskussion zusammen mit Terminator 2 zu den besten Actionfilmen aller Zeiten!
Leider bietet der aktuelle Teil "nur" schön gemachte Action von der Stange sowie einen Klischeehaften Charakter nach dem anderen. Auch die Story ist sowohl von der Thematik wie auch von ihrer Herangehensweise veraltert und mag nich wirklich überzeugen. Das Vater-Sohn-Gespann mag auch nicht vollends aufgehen und irgendwie fehlt es an allen Ecken und Enden an neuen und frischen Ideen.
Warum der Film trotz all der Kritikpunkte 5 Sterne abstaubt? Auf der einen Seite weil es ein "passabler" Actionfilm mit schöner und teils spektakulär in Szene gesetzter Action ist. Auf der anderen Seite weil Bruce Willis mit seinem Charisma (trotz mancher allzu platten Witze) doch noch einiges den Zuschauer bieten kann.
Würde nicht "Stirb-Langsam" im Filmtitel stehen - man würde den Film als "passablen - durchschnittlichen - Actionfilm" durchgehen lassen. Doch wo Stirb-Langsam drauf steht - sollte auch Stirb-Langsam drinn stecken - das Qualitätsversprechen konnte hier leider nicht gehalten werden. Mit diesem Teil sollte nun endgültig Schluss für die Reihe sein - ansonsten trägt man die einst so glorreiche Actionreihe direkt ins Grab der Belanglosigkeit.
Faszinerend!
Der Film selber war sehr sperrig und wirkte zerfahren, doch dieser Umstand tat der Fasziantion keinen Abbruch die der Film ausübt. Die Darstellung des Freddie Quell durch Joaquin Pheonix ist für mich die beste des Jahres, auch wenn ich die von Day-Lewis in Lincoln noch nicht gesehen habe. Ich finde das der Oscar für Pheonix schon lange mal fällig wäre. Hoffman spielt zwar wie gewohnt grandios, doch das Augenmerk richtet sich ganz allein auf Freddie Quell. Insgesamt würde ich den Film jedoch auch "nur" 8 von 10 Sternen geben, weil gerade der Mittelteil Längen aufweist und vieles of zu abstrakt dargestellt wird und sich doch sehr viel im vagen Raum abspielt ohne das der Zuschauer einen Zugriff bekommt.
Verzichtbar
Dieser Film wird in der Männerwelt nur wenige Freunde finden, da er von Östrogen trieft. Die Story ist zwar interessant und relativ unbenutzt, jedoch flüchtet sie sich häufig in Elemente typischer "Neuzeit- Liebesfilme".
Von der Rolle der Julia Child die von der dreifachen Oskarpreisträgerin Meryl Streep verkörpert wird, ist man etwas enttäuscht, da sie sich durch etwas eigenartige Rhetorik auszeichnet. Lobenswert ist die gelungene Darstellung der 50er Jahre in verschiedenen Teilen der Welt, da der Charakter dieser Zeit erfolgreich eingefangen wurde und auch die Rollen daran angepasst wurden.
Pannen beim Kochen entlocken dem Zuseher so manchen Schmunzler.
Trotzdem ist der Film nicht mehr als ein verfilmtes Kochbuch und ereignislos.
Die Selkie & der Fischer
Neil Jordan, dem kleinen, großen Märchenerzähler ist wieder ein Coup gelungen. Es beginnt wie ein Märchen: Fischer fischt Mädchen aus dem Meer; es geht weiter als Liebesgeschichte ohne Schmalz aber in wunderschönen Bildern vor irischer Kulisse und bekommt am Ende noch eine unerwartete Wendung zum Drogenkrimi. Letzteres ist aber nicht so wichtig. Alles geht hier sehr schnell, meistens im Dunkeln, man ahnt den Zusammenhang. Das reicht.
Die Betonung liegt auf dem Märchen und das bezieht sich lose auf die schottische Mär von einer ‘Selkie‘, einer Robbe, die sich an Land in eine schöne Frau verwandelt. Wir kennen sie als Undine.
Collin Farrell spielt den armen Fischer Syracuse, einen echten Pechvogel, professionell gut. Ondine (Alicja Bachleda-Curus) bringt ihm Glück. Sie ist das neue Gesicht: unverbraucht, emotional, eine herbe Schönheit. Das Umfeld beeindruckt sowohl mit der saufenden Mutter und Ex-Ehefrau Maura (Dervla-Whitechapel-Kirwan) als auch mit der kranken aber altklugen Tochter Annie (Alison Barry).
Der Film schippert zwischen zwei Wahrheiten hindurch: die eine Wahrheit ist das Märchen, die anders das Leben. Hier erfahren wir, dass Ondine eigentlich Joanna heißt und aus Rumänien stammt. Beide Ebenen verbindet der Priester Stephen Rea (Jordans Lieblingsschauspieler).
Wunderschön emotional-romantisch, mit nur so viel Zuckerguss wie nötig, unterlegt mit weichem, herzerwärmendem Gesang und sanften Gitarrenklängen.
Solider Actionfilm - nicht mehr!
Parker ist ein Film für eine ganz spezielle Zielgruppe an Zuschauern. Entweder man ist Jason Statham Fan oder man mag einfach geradlinige Action-Filme und hat keine großen Anforderungen bzgl. einer komplexen Story. Der Film bemüht sich im Rahmen seiner (durch das Drehbuch) arg reduzierten Möglichkeiten und bietet "solide" Unterhaltung.
Jason Statham in seiner typisch coolen und lässigen Art und Weise schaut man einfach gerne auf seinen Rachefeldzügen zu. Hin und wieder gibt es dann auch schön in Szene gesetzte Actionseinlagen. (vor allem die Intensität der Mann gegen Mann-Kämpfe überzeugen)
Jennifer Lopez in Ihrer Rolle wird hingegen vollkommen "verschenkt" und ist in Sachen "Belanglosigkeit" eigentlich kaum zu überbieten. Wie oben eingangs erwähnt ist die Story auch innerhalb von zehn Sekunden erzählt und wird nun wirklich niemanden vom Kinosessel reißen.
Parker ist ein solider Actionfilm geworden der im Gesamtpaket überall im Mittelmaß landet. Man schaut sich den Film gerne einmal in einer gemütlichen DVD-Runde an - wird ihn aber kaum noch ein zweites Mal in den DVD-Player einlegen.
Ein guter Film - der aber zu viel will!
Das Imperium der Wölfe ist ein Film mit einer derart "überladenen" und dadurch auch teilweise komplexen Story, dass diese für zwei Filme gereicht hätte.
Die Atmosphäre des Films ist hingegend ausgezeichnet und erinnert in vielen "veregneten" und "dunklen" Momente an David Fincher´s Meisterwerk "Sieben". Jean Reno spielt hier einen Ex-Cop mit fragwürdigen Moralvorstellungen - und überzeugt in der Rolle von der ersten Sekunde an.
Die beiden parallel ablaufenden Handlungstränge erinnern wiederum an das Konzept aus "Die purpurnen Flüsse" - die Idee an sich geht aber auch hier auf - da sie förderlich für die Spannung der Story ist.
Ist die mysteriöse Story mit ihren "Verschwörungstheorien" in der ersten Filmhälfte noch überzeugend - so verhebt sich der Film spätestens im letzten Drittel mit seinen viel zu vielen und vor allem viel zu schnellen Sprüngen bei den Handlungstwists.
Am Ende hat man als Zuschauer ernsthaft Probleme den ganzen Wendungen zu folgen und daraus eine schlüssige und durchgehende Logik zu finden.
Manchmal ist weniger mehr - und das trifft auch auf "Imperium der Wölfe" zu. Der Film ist ein wirklich guter Thriller geworden, der jedoch mit einem etwas weniger überladenen Drehbuch weitaus besser hätte sein können.
Sehr spannender Mystery-Thriller !
Mit "Die purpurnen Flüsse" hat Regisseur Mathieu Kassovitz einen ganz starken Mystery-Thriller abgeliefert dem nur wenig zu einem "Klassiker" in diesem Subgenre fehlt- aber dazu später mehr.
Bereits die Eröffnungssequenz erinnert in positiver Sicht an Stanley Kubrick´s Shinning. Auch die düstere, mysteriöse Darstellung der abgelegene Universitädtsstadt Guernon lässt Filmkenner in der Inszenierung das "Overlook-Hotel" aus Shinning erkennen.
Der Aufbau der Geschichte mit zwei parallelen Handlungssträngen ist eine interessante Herangehensweise die den Film fortlaufend spannend hält. Sowohl Jean Reno als auch Vincent Cassel liefern keine herausragende schauspielerische Perfomance ab - überzeugen jedoch in Ihren Rollen.
In seinem besten Momenten erinnert der Film stark an David Fincher´s Meisterwerk "Sieben". Leider trübt die letzte viertel Stunde des Films den Gesamteindruck ein bisschen. Vor allem die Auflösung des Films ist etwas zu dick aufgetragen und lässt ein bisschen die durchgängige Logik vermissen.
Die purpurnen Flüsse kann man jedem Thriler-Fan nur wärmstens empfehlen. Story, Darsteller und vor allem die dichte Atmosphäre überzeugen auf ganzer Linie. Hätte man das Niveau der starken Einzelmomente des Films die ganze Laufzeit über halten können und wäre die Auflösung des Films "logischer" - würde dem Film nichts im Weg stehen ein "Klassiker" in seinem Subgenre zu sein.
Reingehen und Spaß haben!
Gangster Squad ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut ein Film "funktionieren" und somit den Zuschauer unterhalten kann - wenn man nicht mit den "falschen" Erwartungen in ihn hineingeht.
Wer einen ausgefeilten Neo-Noir-Krimi oder eine Gangster-Ballade erwartet liegt bei diesem Film einfach falsch. Wer hingegen ein fast comichaft überzogenes Gangster-Spektakel sucht - liegt mit Gangster Squad genau richtig.
Gute Schauspieler, eine Geschichte als "Grundgerüst" für die durchaus schön in Szene gesetzte Action und vor allem einige wirklich gute Lacher hat der Film auf jeden Fall zu bieten.
Schlussendlich muss man jedoch festhalten, dass der Film einiges an Potenzial verschenkt - wenn er in der einen oder anderen Situation nicht einfach zu "plump" und "einfach" in seiner "Auflösung" wäre.
Nichtsdestotrotz bietet der Film genügend Unterhaltung die ganze Spielzeit hinweg - dass man ihn bedenkenlos als "empfehlenswert" einstufen kann.
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