User-Kritiken von Christoph Stachowetz
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Zweite Meinung
Ein prototypischer Kubrick: Visuell beeindruckend, Dramaturgisch packend, fantastische Schauspielleistungen, Emotionen werden auf Distanz gehalten - am besten ist allerdings die Tatsache, das mit keinem Moment das Gefühl aufkommt, eine King-Verfilmung zu sehen.
(oder alternativ: die grandiose Kameraführung)
Großes Kino.
;)
Die Wertung steht in diesem Fall nicht für den Film, sondern für die Kritik dazu: Hard-Core.Punkt.
Zweite Meinung
Der Klempner-Vergleich passt wie die Faust aufs Auge: Sowohl Logik als auch der Aufbau des Handlungsgerüstes werden durch irrwitzige Verhaltensweisen der bemühten Protagonisten strapaziert, zumeist interessanterweise ohne jeglichen Grund.
Was die Erzeugung von Angst und Schrecken betrifft kann ich mich nicht zu hundert Prozent hinter die Meinung des Autors stellen: Gerade durch die Alltäglichkeit der Abläufe wird eine Bindung - in diesem Fall eben Identifizierung - mit dem Zuseher etabliert, wenn auch etwas holprig bzw. naiv (Morgenhygiene?).
Der Kontrast zwischen Tag- und Nachtaktivitäten hätte anders gelöst werden sollen, die Frage stellt sich jedoch: wie? Durch die Zurschaustellung der Protagonisten und deren mehr oder minder nachvollziehbaren Lebensabläufe sind abenteuerliche Ausschweifungen größtenteils hinsichtlich der Glaubwürdigkeit ausgeschlossen. Da beginnt allerdings wieder die Zwickmühle: Da es sich bei der Thematik ja um Übernatürliches handelt, wird der Rahmen ja ohnehin gesprengt - siehe Nachtaktivitäten.
Zweifellos ist Paranormal Activity ein zwiegespaltener Film, der aber durch seine (fast) frische Idee gerade noch die Kurve kriegt und gemäß seinem dramaturgischen Aufbau vor allem gegen Ende hin tatsächlich Gänsehaut verursacht - Schreien und blankes Entsetzen, das beim US-Publikum im Trailer zu sehen ist, ruft er aber nicht hervor.
Dennoch: gutes und präzises Review, gerechte Wertung - aufgrund der erwähnten mangelnden Konkurrenz dieses Jahr bekommt er einen Punkt mehr auf meiner persönlichen Skala.
Noch ne Meinung
Dem kann ich vollinhaltlich zustimmen.Ein zahnloser Horrorstreifen ohne Horror, Charme oder verhaltener Kritik an gesellschaftlichen Problemstellungen, für die Romero eigentlich bekannt ist. Eine Parodie auf sich selbst, ohne lustig oder von Bedeutung zu sein. Schade, hoffentlich gehts jetzt nicht auf diesem Niveau weiter.
Kurz und Schmerzlos...
...in drei Worten: Bildgewaltig, verstörend, Mitreißend.
Den großen Preis der Jury...
..von Cannes 2009 hat sich 'un prophete' absoult verdient. Ein packendes Drama rund um eine einzelne Person, die in vielen verschiedenen Handlungssträngen ebenso geschickt wie auch nachvollziehbar verwoben wurde, so das das Ende bzw. die Auflösung trotz Überlänge logisch bleibt und (fast) keine Minute langweilt.
Darf zweifellos zu den Besten des (Rand-)Genres gezählt werden.
Fantastische Dokumentation
Ohne ein Kenner seiner anderen Dokumentation zu sein - wie ich zu meiner Schande eingestehen muss - hat mich dieses Werk unglaublich beeindruckt und rangiert unter den besten "Naturdokus", die ich jemals sichten durfte. Mit breitem, aber eben dadurch sehr charmanten Dialekt erzählt Herzog amüsante und aufschlussreiche Geschichten zu jenen famosen Bildern, die sein Kameramann eingefangen hat. Und was das für Bilder sind! Absolut sehenswert, ein mehr als faszinierendes Werk über einen der entlegendsten Ort der Welt, der mit seinen Kreaturen und Einwohnern zu verblüffen vermag.
Zweite Meinung
Ein großartiger und vor allem intelligenter Sci-Fi Thriller, der viele Ideen aufwirft, sich aber leider nur in eine Richtung in Sachen Storykonstruktion bewegt. Dennoch ein Glanzstück dank der großartigen Leistung von Sam Rockwell und dem hervorragenden Production Design, das mit liebevollen Modellen anstatt eher artifiziell wirkenden (je nach Budget) CGI-Effekten beeindruckt.
Ebenfalls exzellent: der Score von Clint Mansell - das unglaublich eingängige Thema schwirrt mir noch Tage nach der Vorführung des Films im Kopf herum. Die Optik von 2001 meets die Thematik von Bladerunner könnte man sagen, jedoch ohne die Größe beider Werke in Sachen Gehalt zu erreichen.
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