User-Kritiken von Florian Widegger

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Film
 
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2/10
Florian Widegger Von Florian Widegger    23.08.2010
Top 50 Verfasser

Danke für...

"wer sich durch diesen Film gequält hat, der hat wohl für die nächste Zeit einmal genug von Filmen aus Österreich."

diesen Satz! Sollte man als Tagline für das Poster verwenden o.ä. - äußerst präzise auf den Punkt gebracht!

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Film
 
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4/10
Florian Widegger Von Florian Widegger    24.11.2009
Top 50 Verfasser

Lars von Triers unheimliche Therapiestunde...

... wäre wohl der passendere Titel für diesen Film gewesen. Oooh, Charlotte schnipselt an sich rum und schon ist der Skandal perfekt. Weit haben wir es gebracht und scheinbar ist es so einfach, in der Welt Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn man bloß fest mit der Kamera auf die Genitalien draufhält. Große Kunst ist das!

Der Film will meiner Meinung nach einfach nicht funktionieren, ist weder ernsthaft, noch Karikatur, er ist einfach öde. Die Hauptfiguren bieten keinerlei Reibungsfläche oder Identifikationspotential. Visuell ist der Film interessant - ach kommt, mal ehrlich Leute, da wird mit Strategien gearbeitet, die jede Duschgelwerbung auch hinbekommt.

Vier Punkte dafür, dass der Film zumindest nie total abstürzt, aber nächstes Mal, lieber Lars von Trier machst du ne ordentliche Therapie und versuchst es dann nicht auf so billige "skandalöse" Art und Weise.

Der "Antichrist" aus dem Jahr 1974 ist eindeutig der bessere Film!

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Film
 
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8/10
Florian Widegger Von Florian Widegger    18.11.2009
Top 50 Verfasser

Klempner hin oder her...

... mit diesem Aspekt lässt sich praktisch jeder Horrorfilm kritisieren und verliert an Existenzberechtigung.
Für mich funktioniert das "Tagebuch" recht gut, auch in den Szenen in denen nichts passiert. Denn selbstverständlich liegt deren Sinn dahinter, eine emotionale Bindung zu den Charakteren herzustellen. Andererseits ist es für mich mit der Begründung eines möglichst umfassenden Aufnehmens des Tagesablaufs recht plausibel.

PARANORMAL ACTIVITY punktet für mich da, wo es wichtig ist, nämlich bei den absolut Gänsehaut-erzeugenden Szenen mitten in der Nacht, die zwar immer nach dem gleichen Schema ablaufen, aber man eben nie genau weiß, was passieren wird. Ich fand das großartig und in einem Kino mit toller Soundanlage funktioniert das perfekt. Ich habe ihn in Sitges gesehen - sicherlich ist das Gekreisch im US-Trailer übertrieben, aber auch bei den ca. 1000 anwesenden Kinobesuchern gab es ein paar lautstarke Schrecksekunden.

Darum: Abzüge in der B-Note, sicherlich und ganz klar - auf der anderen Seite ist PARANORMAL ACTIVITY sicher ein Film, der nicht mehr sein will, als er ist und erfrischend "creepy" daherkommt!
Eine Empfehlung!

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Film
 
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10/10
Florian Widegger Von Florian Widegger    08.11.2009
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Der wichtigste österreichische Film des Jahres!

Sicher - BLUTSFREUNDSCHAFT hat seine kleinen Schwächen. ABER: Er ist mit so viel Ehrgeiz, Elan, ja Herzblut gemacht, das spüre ich in diesem Film jede Sekunde.

Wer braucht hier Zwischentöne?
Braucht sie die FPÖ/BZÖ Fraktion, wenn sie auf Ihre Plakate weitaus schlimmeres druckt als es die Filmplakate tun? Braucht sie unsere Innenministerin, die in ihrer Wortwahl Menschen wie Dreck "eliminieren" möchte, und Homosexuellen immer noch Knüppel zwischen die Füße wirft auf deren Weg zum gemeinsamen Glück?

Oder brauchen sie doch nur Menschen wie "wir", wir Nicht-Außenseiter in der Gesellschaft? Wir, die im österreichischen Kino zuletzt mit so viel gelackter Perfektion "verwöhnt" wurden, scheinen diese Anforderungen zu stellen: Bloß nie Position beziehen, auch Nazis waren Menschen und manche davon keine schlechten etc.pp. - aber wir wissen es ohnehin besser.

Und da kommt endlich ein Film wie BLUTSFREUNDSCHAFT, der uns ohne Fingerzeig und ohne standardisierten Formeln und doch so "bekannt" begenet und wir suchen nach Fehlern im Film, statt anzufangen die Missstände zu beseitigen, die er aufzeigt.

Für mich der wichtigste Film des Jahres aus diesem Land - ein Michael Haneke könnte von dem Engagement und der Ehrlichkeit eines Peter Kern noch viel viel lernen!



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Film
 
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3/10
Florian Widegger Von Florian Widegger    06.11.2009
Top 50 Verfasser

Zumindest eine Stunde Schlaf

Steven Soderbergh....
nicht gerade mein Lieblingsregisseur - aber mir gefallen doch die Filme, in denen er sich etwas "experimenteller" gibt mehr als seine 08/15 Anbiederungen an Hollywood.
THE GIRLFRIEND EXPERIENCE war definitiv der bessere Film der beiden heuer entstandenen Filme, was ganz einfach daran liegt, dass der Zugang unkonventioneller, ehrlicher und vitaler ist.

THE INFORMANT ist für mich ein "toter" Film. Soderbergh stellt sich hier der Herausforderung, einen old-school-film zu drehen, der wie in den 70ern aussehen soll, obwohl er in den 90ern spielt. Dann diese ganz schreckliche Musik von Marvin Hamlish - für sich genommen sicher ganz hörbar, in Kombination mit dem Film viel zu dick aufgetragen. Dick aufgetragen... ja, da kommen wir irgendwie hin. THE INFORMANT ist wie viel zu viel Make Up an einer ohnehin hübschen Frau.

In der ersten Stunde hab ich mal fröhlich vor mich hingemützt, ohne wesentlich Relevantes versäumt zu haben: Der Protagonist lügt halt dauernd und abenteuerlich. Okay, ich habs kapiert. In der zweiten Stunde bekam der Film etwas an Fahrt und es passierte tatsächlich etwas... dennoch: Keine cineastische Großtat, dieser Film...

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Film
 
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1/10
Florian Widegger Von Florian Widegger    03.11.2009
Top 50 Verfasser

Ein gefährlicher und dummer Film

Die Vorfreude war groß, die Wut nach dem Film war noch größer. Denn tatsächlich erzählt mir UN PROPHETE folgendes:
- Muslimische Männer sind gefährlich
- Muslimische Männer sind gefährlich, wenn sie in Gruppen auftreten
- Muslimische Männer sind gefährlich, wenn sie in Gruppen auftreten und aus dem Gefängnis kommen
- Im Gefängnis geht es den Gefangenen ohnehin viel zu gut
- Im Gefängnis wird man erst zum wahren Verbrecher

Jeder Frauenknastfilm von Jess Franco ist ehrlicher in seiner Aussage als dieser ideologisch verlogene Mist, der sich da in 2 1/2 Stunden gähnender Langeweile auf der Leinwand abspielt. Ich habe mich sehr gewundert, diesen Film bei der VIENNALE, einem politisch doch links motivierten Festival, zu sehen und möchte jedem nur vor diesem Film abraten.

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