Spät aber doch präsentieren wir euch die Top-Filme unserer Kritiker des Jahres 2008. Für die reguläre Wertung ist ein Kinostart in Österreich im Jahr 2008 notwendig:


Michael Föls:
Die Besten Filme 2008:

1) There Will Be Blood
Weil mich kein Film seit sehr langer Zeit so sehr an die großen Epen, wie Spiel mir das Lied vom Tod, Der Pate, 2001 - A Space Odyssee, Citizen Kane, Der Schatz der Sierra Madre, usw. erinnert hat wie dieser. Weil Daniel Day-Lewis in einer anderen Liga spielt, weil PT Andersons Regie göttlich ist, und weil ich von der ersten Sekunde an das Gefühl hatte einen Klassiker zu sehen. Drei Mal habe ich den Film dieses Jahr im Kino gesehen, drei Mal auf DVD. Und nie ist mir langweilig geworden.


2) Into the Wild
Weil ich mich im Film verloren habe und ich mich in die Bilder und Charaktere verliebt habe. Punkt und aus.


3) No Country for Old Men
Weil die Coens endlich wieder in Form gekommen sind, die Atmosphäre unglaublich dicht ist, und sowohl Darsteller als auch Stimmung großartig sind.


4) The Dark Knight
Weil Christopher Nolan das Genre der Comicverfilmungen zu neuen Ufern geführt hat. Atmosphäre, Darsteller, Spannungsaufbau und Inszenierung sind reif fürs Lehrbuch, und dazu hat es Nolan noch geschafft einen ordentlichen Subtext mit einzubringen.


5) I'm Not There
Weil der Ansatz nicht nur frisch ist, sondern auch noch perfekt zu Bob Dylan passt. Ein wunderbares Filmpuzzle.


6) Wall-E
Weil ich mich in die Geschichte und die Figuren verliebt habe. Und vor allem weil mich die Liebsgeschichte zweier Roboter mehr berührt hat, als es alle menschlichen Darsteller in diesem Jahr geschafft haben. Ausserdem schafft es Pixar auch noch eine schöne Botschaft einzuflechten, die ausnahmsweise gar nicht aufgesetzt wirkt.


7) Schmetterling und Taucherglocke
Weil Julian Schnabel seine künstlerische Vision einfach atemberaubend in Szene gesetzt hat. Ein wunderbarer Film.


8) Brügge sehen... und sterben?
Für mich DIE Überraschung des Jahres. Ich erwartete nichts und verließ das Kino begeistert. Humor, Tragik und Skurrilität werden zu einem atemberaubenden Ganzen gebracht. Bitte mehr davon!


9) Gomorrha
Weil das "Gangstergenre" mit diesem Film auf einer neuen Ebene angelangt ist, und weil das Thema einfach verdammt wichtig ist und mutig aufbereitet wurde.


10) 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage
Weil uns der Cannes-Sieger zwingt dorthin zu sehen, wo wir eigentlich nicht hinsehen wollen, und weil er es schafft in ruhigen Bilder einen Wirbelsturm zu entfachen.


Die Besten Filme des "Oscarjahrs" 2008:
Ich hatte bereits das Glück alle wichtigen Oscarfilme zu sehen, und deshalb gibt es hier einmal meine Rangliste, wenn man in Oscarjahren denkt:


1) The Wrestler
2) The Dark Knight
3) Wall-E
4) Slumdog Millionär
5) Der seltsame Fall des Benjamin Button
6) Milk
7) Brügge sehen... und sterben?
8) Zeiten des Aufruhrs
9) Gomorrha
10) Frost/Nixon


Enttäuschungen des Jahres:
The Happening, Akte-X: Jenseits der Wahrheit, Die Mumie 3, Die Klasse, Funny Games U.S. (weil der Name Haneke nicht auf einer Kopie stehen sollte)


Besondere Erwähnung:
Götz Spielmanns großartiges Drama Revanche, der alles beinhaltet für was man österreichisches Kino lieben kann und die beiden tollen Dokus Man on Wire und Roman Polanski: Wanted and Desired, die auf der Viennale zu sehen waren.


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Florian Widegger:
Zehn mögliche beste Filme 2008


I'M NOT THERE
Die Facetten des Bob Dylan, verpackt in einer anspruchsvollen und sinnlichen Bildercollage.


KIRSCHBLÜTEN
Mein liebster Film des Jahres. Regisseurin Doris Dörrie hat es einfach begriffen: Mit außerordentlicher Liebe zu ihren Figuren erzählt sie die Geschichte eines Mannes, der sich auf die Spuren seiner verstorbenen Frau begibt. Hervorragend gespielt.


SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE
Im wahrsten Sinne des Wortes ein "Augenöffner". Kino ist Wahrnehmung - und das beweist dieser Film wie kaum ein anderer.


4 MONATE, 3 WOCHEN UND 2 TAGE
Auch dieser Film ist ein echtes Lehrstück, das in seiner bedrohlichen Atmosphäre jeden Horrorfilm der letzten Jahre übertrifft. Und erst diese Plansequenzen.


JODHAA AKBAR
214 Minuten Bollywood pur. Ein Epos. Ein Rausch der Farben und der Musik. Eine zutiefst humanistische Botschaft, die heute aktueller denn je ist. Ein Meilenstein im indischen Kino.


REVANCHE
Der beste österreichische Film 2008. Geschickt verwebt Götz Spielmann die Schicksale seiner Protagonisten in einem verdammt spannendem Spinnennetz.


SURVEILLANCE
Wer hätte das gedacht? David Lynchs Tochter kreiert den wohl schwarzhumorigsten Film des Jahres, der zugegebenermaßen zehn Jahre zu spät in die Kinos kommt, aber trotzdem von Anfang bis zum Schluss ein albtraumhafter Wahnsinnstrip ist.


GOMORRHA
Eine einzige Wucht, dieser Film, der mit dem Klischee vom Mafia-Paten im Streifnadelanzug endgültig aufräumt und die Verbrecherbande dort zeigt, wo sie hin gehört: In eine dreckige Wohnblocksiedlung. Vielleicht der wichtigste Film des Jahres.


RETOUR EN NORMANDIE
Nicolas Philibert hat mit ÊTRE ET AVOIR schon eine außerordentlich beeindruckende Doku geschaffen, jetzt macht er es wieder. Auf den Spuren eines Films, bei dem er vor 30 Jahren als Regieassistent mitgearbeitet hat, besucht er Mitarbeiter, Statisten und Schauspieler. Unglaublich präzise.


SAG ES MIR DIENSTAG
Weil dieser Kurzfilm in seinen suggestiven Super-8 Bildern zu den schönsten Erfahrungen gehört, die ich in diesem Kinojahr machen durfte, steht er jetzt hier. Zu Kafka-Tagebucheinträgen montierte Wien-Aufnahmen, unterbrochen von Musik von Anton Webern. Auch das kann Kino sein.

Enttäuschungen des Jahres:

Enttäuschungen gibt es doch immer nur, wenn man mit Erwartungen an etwas herangeht. Daher können THE HAPPENING, an den ich jetzt eigentlich mit Wohlgefallen zurückdenke, weil er so schlecht war, dass man richtiggehend lachen konnte, oder THE WOMEN, weil der einfach nur noch schlecht war und von mir als "worst of the year" ausgezeichnet wird, nicht als Enttäuschungen zählen. Enttäuscht war ich vom neuen INDIANA JONES, der nett hätte werden können, es aber spätestens am Schluss verbockt, von WALTZ WITH BASHIR - zweifellos ein wichtiger, guter Film, der für mein Empfinden sein Konzept am Schluss verraten hat, von KRABAT, LA BOHEME und DIE BUDDENBROOKS, weil sie aus dem Sumpf des Mittelmaßes kaum hervorstoßen wollen. Und von der Entscheidung der Verleiher, den übergroßen Berlinale Sieger TROPA DE ELITE nicht in die österreichischen Kinos (und nicht mal zur VIENNALE) zu bringen. Kann es eine größere Schande als diese geben?


Spezielle Erwähnungen:

TROPA DE ELITE hab ich schon genannt - wer irgendwie die Chance hat, diesen Film zu sehen, sollte sich das nicht entgehen lassen. Auch der ungarische A NYOMOZO hat mich sehr beeindruckt, wenngleich ich es eher verstehen kann, wenn der nie zu uns kommt. Zu Tränen rührte mich Jean Marie Straubs Elegie auf seine verstorbene Lebens- und Filmgefährtin Daniéle Huillet, LE GENOU D'ARTEMIDE, der aber ohnehin demnächst im Stadtkino läuft. Und den neuen Film von Werner Schroeter finde ich auch ganz klasse, wenngleich ich auch da in der Minderzahl bin. Und danke, danke, danke, liebes Filmmuseum für die wunderbare Schau KINO WIDER DIE TABUS (und viele andere).

Und weils die Kollegen auch schon machen - Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Mein am heißesten erwarteter Film 2009 ist der neue Angelopoulos - THE DUST OF TIME, den mir spätestens die VIENNALE hoffentlich schenken wird. Wenn ich da lese, dass eine Plansequenz gleich drei Zeitebenen mitnimmt, leuchten meine Augen vor freudiger Erwartung.


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Marco Rauch:
Top Ten 2008 (in keiner bestimmten Reihenfolge):


Brügge sehen ... und sterben?
Für mich fast der beste Film des Jahres. Strotzt nur so vor originellem Witz und Charme, perfektes Drehbuch und Regie, großartige Darsteller, die sichtlich Spaß haben und eine geniale "Kulisse" runden den Film ab und machen ihn für mich zu einem absoluten (kleinen, aber feinen) Highlight.


Wall - E
Hat Michael bereits treffend formuliert.


39,90
Extrem bissige und schwarz humorige Satire aus Frankreich. Originell und stellenweise fast virtuos umgesetzt. Schon lange nicht mehr eine derart harte Satire gesehen.


The Dark Knight
Eine der besten Comicverfilmungen, obwohl ich den Film ungern als Comicverfilmung bezeichne, da er so überhaupt nichts Comichaftes mehr an sich hat.


Son of Rambow
Vielleicht kein absolutes Meisterwerk, aber ein enorm köstlicher und ich muss fast sagen liebenswerter Film. Lange nicht mehr so herzhaft gelacht in einer derart unschuldigen Komödie.


Chiko
Gangsterfilm aus Deutschland, der es endlich mal richtig macht. Auch wenn er oft sehr stark an amerikanische Vorbilder erinnert.


Der Mongole
Ein epischer Film aus Kasachstan, der die Geschichte von Dschingis Kahn (?) schildert. Zwar mit einigen Mängeln behafteter Film, aber dennoch ein Highlight 08.


Iron Man
Gleich die zweite großartige Comicverfilmung des Jahres, und diesmal ist es wirklich Comichaft. Im Gegensatz zu Dark Knight, mehr auf Spaß ausgerichtet und Robert Downey Jr. Rückkehr zur Hochform.


There Will Be Blood
Für mich ein Film aus dem Vorjahr, aber natürlich ganz großes Kino. Episch bis zum geht nicht mehr.


No Country for Old Men
Der beste Coen Film seit langem, aber irgendwie zähl ich den auch zum Vorjahr, liegt wohl an den Oscars.


Enttäuschungen:
Hab zwar ohnehin nicht viel erwartet, aber die Filme waren dann sogar noch schlechter als ich mir gedacht hab:
Zohan - hätte halbwegs gut sein können, is aber für mich der schlechteste Film des Jahres
The Day The Earth Stood Still - verschenktes Potenzial
Krabat - ebenfalls
Auf Anfang - klang interessant, schlug aber fehl
Echte Wiener - Mundl's Zeit ist offensichtlich vorbei
Let's Make Money - ambitioniert und teilweise gut, hab mir aber mehr erwartet


Spezielle Erwähnung:
The Wrestler ist ganz klar, einer der bewegendsten, schonungslosesten und ehrlichsten Filme seit langem. Mickey Rourkes Auferstehung und Darren Aranofskys endgültiger Aufstieg zu einem ganz großen Regisseur! Übertrifft alles was ich seit langem im Kino gesehen habe (inkl. Brügge, No Country, Dark Knight und sogar There Will be Blood).
Son of Rambow hätte sich ein viel viel größeres Publikum verdient, gleiches gilt für 39,90.


Auf was ich mich im nächsten Jahr freue:

The Road
- die nächste Cormac McCarthy Verfilmung. Das Buch ist, ohne zu übertreiben, ein literarisches Meisterwerk und zählt zu Recht zu den besten Büchern der letzten 25 Jahre. Die Bilder des Films schauen vielversprechend aus und Viggo Mortensen hat mehr als einmal bewiesen, dass er ein vielseitiger Schauspieler ist. Mein "MUSS ICH SEHEN" im nächsten Jahr!


Terminator: Salvation - bin zwar noch etwas skeptisch, aber die Trailer schauen vielversprechend aus, gleiches gilt für die gelesenen Interviews.


The Owl in Daylight - eine Philip K. Dick Biographie mit Paul Giamatti als der große Sci-Fi Autor? Ganz klar, muss ich sehen!


The Tree of Life - Kanns kaum erwarten den neuen Terrence Malick Film zu sehen.


Watchmen - will den Film zumindest aus Interesse sehen, ob sie es wirklich geschafft haben das Comicbuch umzusetzen. Kanns mir zwar nicht vorstellen, aber ich lass mich gerne eines besseren belehren.


The Curious Case of Benjamin Button - interessiert mich hauptsächlich deshalb, weil ich David Fincher als Regisseur sehr schätze.


Synecdoche, New York - Charlie Kaufman führt zum ersten Mal Regie. Das ist auf jeden Fall sehenswert.


The Imaginarium of Doctor Parnassus - Neues von Terry Gilliam, mit dem letzten kurzen Leinwandauftritt von Heath Ledger. Hoffentlich besser als Gilliams letzter Film, "Tideland" war leider ein Reinfall.


Public Enemies - Der neue Michael Mann Film mit Johnny Depp und Christian Bale über John Dillinger schaut vielversprechend aus.


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Christoph Stachowetz:
Meine Top Ten, in keiner bestimmten Reihenfolge:


There will be Blood
Episch, Bildgewaltig, Geniale Schauspielkunst & Score, mein Film des Jahres. Großes Kino und auf der großen Leinwand im Original (fast) unschlagbar.Punkt.


No Country for old Men
Ebenso beeindruckend (teilweise die gleichen Drehorte!) und der bisher beste Coen-Bros Film, bedarf keiner weiteren Kommentare


The Dark Knight
Gehyped bis zum Ende, mittlerweile(nach der zweiten Sichtung) bin ich aber doch sehr begeistert, obwohl immer noch einige Fehler und Verfehlungen stören - aber das ist eine andere Geschichte


Brügge sehen... und sterben?
Ein schwarze Gaunerkomödie, die durch großartige schauspielerische Leistungen punkten kann und die Location Brügge so toll in Szene setzt, das eine Reise meinerseits schon geplant ist.


Wall-E
Was man auch immer über Animationsfilme denken mag (ich persönlich hab eigentlich eine gewisse Abneigung) - Wall-E ist charmant, stimmig und liebvoll gemacht, zudem übertrifft er seine Konkurrenten durch das Fehlen von schwülstige Disney-Liebesgeschichten und plakativen Charakteren. Was keinesfalls vergessen werden darf: Der geniale Kurz/Vorfilm Presto! Sehr lustig, wirklich!


I'm not there
Ein wunderbares Film-Kaleidoskop, das auf ungewöhnliche, aber kreative Weise Dylan charakterisiert und mit zwar etwas durchwachsenen, aber größtenteils eindrucksvollen Leistungen seitens der Schauspieler aufwarten kann. Sogar als Nicht-Doku und/oder Biopic-Fan hat mich der Film beeindruckt.


Waltz with Bashir
Wie bereits erwähnt mach ich mir eigentlich nicht allzuviel aus Dokus, allerdings war diese einzigartig: Nicht nur durch die fabelhafte optische Umsetzung der Geschichte, sonder vor allem durch die Tatsache, das Gedanken und Erinnerungen eben genau durch den Animationsstil sichtbar gemacht wurden - tolle Idee! Schade das die letzten Filmminuten dann das Ganze durch die Realbilder ad absurdum führen.


Ein Augenblick Freiheit
Vielleicht bin ich etwas geblendet worden, finde den Film aber bemerkenswert für ein Langfilmdebüt und zudem äusserst stimmig, gespickt mit interessanten Charakteren und Themen, die an Aktualität scheinbar niemals nachlassen werden.


The Wrestler
...zähl ich jetzt mal dazu, gehört auch dazu. Bombastische Charakterstudie und Selbstdarstellung des Hauptdarstellers, zugleich der Beweis des vielfältigen Talents des Regisseurs. Hat mich tief berührt.


So ist Paris
Vermischt eine eigentlich depressive und dramatische Rahmenhandlung mit typischem französischen Charme und schafft dadurch etwas ganz besonderes: eine tolle und nicht minder komplexe Darstellung der franz.Hauptstadt und, exemplarisch, deren Einwohner. Hat zwar nicht ganz die Klasse der anderen genannten Filme, dafür die bezaubernde J.Binoche, die mal wieder ihr Können beweist!


Weiters: Sweeny Todd (einer der besten, weil typischen Burton-Filme, der durch tolle Umsetzung der durch und durch schwarzen Rahmenhandlung punktet) Iron Man (nur durch RDjr. und seiner auf den Leib geschneiderten Rolle beeindruckend, no na), Vicky Cristina Barcelona (trotz etwas schaler Handlung unterhaltsam und hinsichtlich des vermittelten spanischen Lebensgefühls bzw. des tollen Soundtracks empfehlenswert), The Bank Job (überraschend stimmig, ohne sinnentleerter Statham-Action-Einlagen) und Gomorrah (den ich leider noch nicht gesehen aber schon sehr viel darüber gelesen hab und auf ne Sichtung brenne!) Elegy war übrigens ebenso wie Interview auch ganz ok - tolle Schauspieler kämpfen sich durch nicht ganz ausgereifte Drehbücher, die vor allem am Schluss leider fürchterlich schwächeln.


Enttäuschungen:

Nun, da gab es leider sehr viele, manche mehr, manche wenige mies:
Nordwand, der aussen hui und innen Luis-Trenker-pfui war. Max Payne - stinklangweilig, vorhersehbar, platt und sinnentleert: hätte man auf Basis der durchaus interessanten Vorlage viel besser gestalten können. Wahlberg die zweite: The Happening. (Mittel-)Starker Anfang, dem es allerdings schon etwas an Brisanz fehlte und dies dann in etwas unerträglich langweiliges verwandelte. Hancock nutzte ebenfalls große Namen und Versprechen, hatte ausser einer hübschen weiblichen Hauptrolle NICHTS zu bieten - eine Persiflage auf Superhelden(-verfilmungen) wäre besser gewesen, aber dabei an Superhero Movie denken verursacht langsam aufkommenden Brechreiz. Nicht in diesem Ausmaß enttäuschend, jedoch dennoch mit einem bitteren Nachgeschmack versehen war Hellboy 2: Größer bzw. opulenter heißt nicht besser, mehr Slapstick bedeutet nicht größeren Spaß und eine gute Vorlage nicht automatisch gute Story. Speed Racer war vergleichweise nicht sonderlich enttäuschend, da man davon ausgehen konnte, das daraus nichts wird. Das Endergebnis kann man allerdings getrost als Shock bezeichnen.Abschließend noch Burn after Reading, bei dem ich erstmals überhaupt eingeschlafen bin - da hat die Dramaturgie total versagt, würde ich mal dementsprechend reininterpretieren. Schnell vergessen von wem der stammt, schnell.


Zu den Festivalfilmen:

The Wrestler wurde erwähnt, Let the Right one in war der Hammer in Sachen bedrückender Atmosphäre und überraschender Wendungen, Tyson war - bewusst oder nicht - unglaublich lustig und mehr oder weniger aufschlussreich, Un Conte de Noel ist die eindeutig bessere französische Antwort auf die 'Royal Tennenbaums', Jesus Christus Erlöser hat ein für mich schon lange gewünschtes Bild von Kinsky präsentiert und Chop Shop war einfach nur ungewöhnlich, auf gute Art und Weise.


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Der Versuch einer "Gesamtliste":
In Klammer stehen die Toplistenerwähnungen:


1.) There Will Be Blood (3/4)
1.) No Country for Old Men (3/4)
1.) Brügge sehen... und sterben? (3/4)
1.) The Dark Knight (3/4)
1.) I'm not There (3/4)
1.) Wall-E (3/4)
7.) Gomorrha (2/4)
7.) 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage (2/4)
7.) Schmetterling und Taucherglocke (2/4)


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