Filmmuseum.jpgSCHWEDISCHE SCHÄTZE IM FILMMUSEUM

Mit der schwedischen Kinolandschaft verbindet man unweigerlich zwei Positionen: Das Werk des Regisseurs Ingmar Bergman und die schlüpfrigen Schwedenfilme Ende der 60er Jahre. Das Österreichische Filmmuseum stellt nun den Beweis an, dass die schwedische Filmindustrie bereits zu Stummfilmzeiten besonders aktiv war und hebt Schätze der Kinogeschichte.

Kuratiert von Jon Wengström, dem Leiter der Sammlungen des Schwedischen Filminstituts, ist die Schau zur „Schwedischen Stummfilmschule“ die erste ihrer Art in Österreich. Zu sehen sind Filme von Victor Sjöström (KÖRKARLEN, Der Fuhrmann des Todes), Mauritz Stiller (JOHAN) oder Benjamin Christensen düsterer HÄXAN. Greta Garbo Fans dürfen sich über ein ganz besonderes Programm freuen, in dem ihre ersten Gehversuche im Filmbusiness auf großer Leinwand dargeboten werden. Weitere Tipps von mir: Mauritz Stillers EROTIKON und GÖSTA BERLINS SAGA, sowie Carl Theodor Dreyers DIE PFARRERSWITWE.

Zu einigen Filmen gibt’s übrigens Live Musik vom schwedischen Panoptikon Orchestre oder Gerhard Gruber. Also Augen (und Ohren) auf!

Das zweite Programm widmet sich dem österreichischen Avantgardisten Michael Pilz. Das Filmmuseum veröffentlicht in Zusammenarbeit mit SYNEMA eine Monografie zum Künstler, der – bei aller Liebe zum Filmmuseum – so gar nicht mein Fall sein will. INDIAN DIARY habe ich nach einer halben Stunde auf der DIAGONALE (die Pilz bereits eine Komplett-Retro widmete) entnervt verlassen. Und Aussagen wie „ein zentrales Werk der 80er Jahre“ zu HIMMEL UND ERDE halte ich – ohne den Film zu kennen – für maßlose Übertreibung und Selbst-Beömmelung. Sollte mich ein besonders masochistischer Drang überkommen, werde ich aber sicher ein paar Filme schauen…

Ich will ja auch schon wieder brav sein, und noch auf den tollen Jörg Kalt Abend hinweisen, der am 20.11. um 20:30 Uhr stattfindet – gezeigt wird Kalts wunderbarer Liebes- und Trennungsfilm RICHTUNG ZUKUNFT DURCH DIE NACHT, im Anschluss lesen Georg Friedrich und Uschi Strauss aus seinen Texten.

Außerdem findet am 27. und 28.11. die Premiere des neuen Films von Olivier Assayas statt – L’HEURE D’ÉTÉ.

Ein paar Worte noch zu den zyklischen Programmen: Die Filmdokumente zur Zeitgeschichte widmen sich am 23.11. um 14.30 Uhr dem Ersten Weltkrieg, WAS IST FILM beginnt erneut mit Programm Nummer 1 und DIE UTOPIE FILM zeigt THE MANCHURIAN CANDIDATE von Jonathan Demme, John Carpenters Kritikerdarling THEY LIVE (der bei der L.A. Retrospektive leider fehlte) und Stanley Kubricks besten Film. Welcher das ist und weitere Informationen zum Programm erfahrt ihr auf der Webseite des Österreichischen Filmmuseums.

www.filmmuseum.at


 

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