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KINO WIE NOCH NIE – vom 04.07. – 17.08.2008

Trotz oder gerade wegen der Allmacht der EUROphorie, die Österreich in diesem Sommer erfasst hat, und die einige Sommerkinos verhindert, veranstalten die VIENNALE und das Filmarchiv Austria unter dem wagemutigen Motto KINO WIE NOCH NIE vom 4. Juli bis 17. August ein Open-Air Kino, das sich vor allem durch abwechslungsreiche Programmauswahl und einem attraktiv gelegenen Spielort auszeichnet.


ahistoryofviolence1Laut VIENNALE Direktor Hans Hurch besitzt der Augartenspitz (gleich in der Nähe der neuen U-Bahnstation Taborstraße) symbolischen Charakter – mit dem Sommerkino wolle man zeigen, was an diesem Ort möglich gewesen wäre, hätte man das Bauvorhaben des Filmarchivs an dieser Stelle unterstützt. Nun sieht alles nach einer Konzerthalle für die Sängerknaben aus, die auch bei den Anrainern auf wenig Gegenliebe stößt.

Programmatisch spielt sich alles in gewohnter Manier ab – von KINO WIE NOCH NIE ist zumindest in diese Richtung wenig zu spüren: Dennoch findet im Programm wirklich jeder etwas: Von Stummfilmklassikern mit Laurel & Hardy, Charlie Chaplin oder Buster Keaton über STAGECOACH von John Ford (1939) bis hin zu modernen Klassikern wie MEMENTO (2000) oder SHORT CUTS (1993) steht (fast) alles auf dem Programm.

SoistParis-Scene02.jpgEin Schwerpunkt ist diesmal dem österreichischen Kriminalfilm gewidmet. Unter dem klingenden Motto DIE EHRE DER STRIZZIS stehen Filme wie KURZER PROZESS (1967) mit Helmut Qualtinger, EXIT … NUR KEINE PANIK (1980) von Franz Novotny oder der Sexkrimi-Kracher SCHAMLOS (1968) von Eddy Saller auf dem Programm. In letzterem darf ein junger Udo Kier schon mal zeigen, was in ihm steckt.

Attraktiv sind auch die österreichischen Premieren – Klassiker wie Fritz Langs M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER (restaurierte Fassung) sind ebenso dabei wie die kontroverse Rambo-Farce SON OF RAMBOW (2006) oder der neue Film von Francis Ford Coppola, YOUTH WITHOUT YOUTH. Außerdem wird erstmals das Robert Rodriguez / Quentin Tarantino Doublefeature GRINDHOUSE in seiner über dreistündigen Urfassung mit allen Trailern einem österreichischen Publikum präsentiert.

memento1In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Wien und der dortigen Ausstellung PUNK – NO ONE IS INNOCENT zeigt das Sommerkino fünf Filme, darunter die Sex Pistols Doko THE FILTH AND THE FURY (2000), den VIENNALE 07 Liebling CONTROL von Anton Corbijn sowie die Konzertkompilation D.O.A. aus dem Jahr 1980, u.a. mit X-Ray Spex, The Clash, Iggy Pop und den Sex Pistols.

Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 21.30 Uhr – bei Schlechtwetter werden die Filme im Gartenbaukino ab 22 Uhr gezeigt.

Das vollständige Programm ist hier zu finden:
http://www.kinowienochnie.at/filmprogramm/

 Unsere Kritiken zu den gezeigten Filmen:

AHistory.jpgA History of Violence - (7,5/10)
USA 2005
Regie: David Cronenberg
Mit Viggo Mortensen, Ed Harris und Maria Bello

Control.jpgControl - (7/10)
USA/GB/AUS/J 2007
Regie: Anton Corbijn
Mit Sam Riley, Samanth Morton und Alexandra Maria Lara

Death.jpgDeath Proof - (6/10)
USA 2007
Regie: Quentin Tarantino
Mit Kurt Russel, Rosario Dawnson und Zoe Bell

Planet.jpgPlanet Terror - (7/10)
USA 2007
Regie: Robert Rodriguez
Mit Freddy Rodriguez, Rose McGowan und Bruce Willis

Memento.jpgMemento - (10/10)
USA 2001
Regie: Christopher Nolan
Mit Guy Pearce, Carrie-Anne Moss und Joe Pantoliano

SoistParis.jpgSo ist Paris - (8/10)
F 2008
Regie: Cédric Klapisch
Mit Juliette Binoche, Romain Duris und Albert Dupontel

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