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"Monuments Men" beruht auf einer wahren Geschichte über eine der spektakulärsten Schatzsuchen: Eine Sondereinheit der Alliierten wird während des Zweiten Weltkriegs von US-Präsident Franklin D. Roosevelt beauftragt, die größten Meisterwerke der Kunst aus den Händen der Nationalsozialisten zu befreien und an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Es ist eine schier unmögliche Mission: Die Kunstwerke befinden sich hinter den feindlichen Linien, die deutsche Armee hat den strikten Befehl alles zu zerstören, sollte das Dritte Reich untergehen. Wie kann die Gruppe von sieben Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistorikern, die sich alle mehr mit Michelangelo als mit einem M-1 Sturmgewehr auskennen, überhaupt auf Erfolg hoffen? In einem Wettlauf mit der Zeit sind die Monuments Men - wie man sie nannte - bereit, ihr Leben zu riskieren, um jahrhundertealte Kultur vor der Zerstörung zu bewahren.

MONUMENTS MEN – UNGEWÖHNLICHE HELDEN: Spannende Fakten zum Film
  • Fast jedes größere Museum in Europa war während der sechsjährigen Dauer des zweiten Weltkriegs geschlossen und die Bestände an abgelegenen Orten versteckt.
  • Die Mona Lisa wurde während des Krieges sechsmal verlagert.
  • Zwölf der 15 Gemälde, die Leonardo da Vinci zugeschrieben werden, wurden zu ihrer Sicherheit verlagert.
  • Aus dem Louvre wurden binnen weniger Wochen 400.000 Kunstwerke evakuiert.
  • In der Eremitage in St. Petersburg wurden in vier Wochen 1,2 Millionen Kunstwerke evakuiert.
  • Hitler besuchte Paris nur ein einziges Mal, für drei Stunden.
  • Hermann Göring besuchte das Pariser Museum Jeu de Paume, das zentrale Raubkunst-Depot, zwanzigmal, um Kunstwerke für seine Privatsammlung und für die des Führers auszusuchen.
  • Göring ließ an seinen Privatzug zwei mit Raubkunst gefüllte Güterwaggons anhängen.
  • "Früher schien mir die Sache doch verhältnismäßig einfacher zu sein. Da nannte man das plündern (…) Nun, die Formen sind humaner geworden. Ich gedenke trotzdem zu plündern, und zwar ausgiebig." – Hermann Göring
  • "Man versuchte, ein Bild von mir als Plünderer von Kunstschätzen zu zeichnen. Erstens plündert in einem Krieg jeder ein klein wenig. Aber keine meiner sogenannten Plünderungen war illegal…Ich habe immer entweder dafür bezahlt oder (die Objekte) wurden mir über offizielle Kanäle durch die Division Hermann Göring geliefert, die mir zusammen mit dem Einsatzstab Rosenberg meine Kunstsammlung beschaffte. Vielleicht ist es eine Schwäche von mir, dass ich mich gern mit Luxus umgebe und eine Künstlernatur habe, sodass mir Meisterwerke das Gefühl geben, lebendig zu sein und innerlich zu strahlen.“ - Hermann Göring
  • Als Göring verhaftet wurde, befanden sich in seiner Privatsammlung mehr Gemälde als in der heutigen Abteilung für Europäische Malerei in der National Gallery in Washington D.C.
  • Allein in der damaligen Sowjetunion wurden 427 Museen geplündert oder zerstört.
  • Die Nazis rafften eine ungeheure Zahl von Kulturgütern aller Art zusammen – u.a. 300 Straßenbahnen aus Amsterdam, 5000 Kirchenglocken aus europäischen Kathedralen, Musikinstrumente, ganze Bibliotheken, religiöse Gegenstände, Möbel, Haushaltsgegenstände und sogar Kinderspielzeug.
  • Allein aus Frankreich verluden die Nazis 29.436 Eisenbahnwaggons voll mit alltäglichen Haushaltsartikeln nach Deutschland.
  • Michelangelos Skulptur der Brügger Madonna wurde von den Nazis bei Nacht und Nebel, nur 8 Tage vor der Ankunft des Momument Man Ronald Balfour, gestohlen. 

 

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  • Die französische Heldin Rose Valland riskierte ihr Leben, um der Résistance Informationen zu übermitteln, dank derer schließlich verhindert wurde, dass im August 1944 die Nazis mit fünf Güterwaggons mit 148 Kisten voller unschätzbarer Kunstwerke aus Paris fliehen konnten.
  • In den sechs Wochen nach der Landung der Alliierten wurden nur sieben Monuments Men nach Frankreich gesandt.
  • Die Goldbarren und Münzen, die im deutschen Salzbergwerk in Merkers gefunden wurden, wären heute 5 Milliarden Dollar wert. • Allein in Süddeutschland spürten die Monuments Men 1.500 versteckte Raubkunstdepots auf.
  • Monument Men James Rorimer fand dank der Hinweise, die er von Rose Valland erhalten hatte, in Schloss Neuschwanstein 21.000 Objekte, die aus französischen Sammlungen gestohlen worden waren.
  • Die Monuments Men entdeckten in den Tunneln des österreichischen Salzbergwerks Altaussee 6.577 Gemälde, die für das Führermuseum in Linz und andere deutsche Museen bestimmt waren. Sie entdeckten in den Minen außerdem acht von den Nazis versteckte 1.100-Pfund-Bomben, die zur Zerstörung der Kunstwerke bestimmt waren.
  • George Stout, der Anführer der Monuments Men, legte mit seinem beschlagnahmten VW 50.000 Meilen quer durch Westeuropa zurück.
  • Über 5 Millionen Kulturgüter konnten von den Monuments Men jenen Ländern zurückgegeben werden, aus denen die Objekte zwischen 1945 und 1951 gestohlen worden waren.
  • Die Zahl der Monuments Men belief sich auf insgesamt 350 Männer und Frauen aus 13 Nationen.
  • Das Durchschnittsalter der Monuments Men betrug 40 Jahre.
  • Mindestens 30 Frauen in den Monument- und Archivabteilungen, dazu noch weitere beim Militär, arbeiteten freiwillig als Assistentinnen und Forscherinnen, darunter auch Rose Valland.
  • Im bürgerlichen Leben waren die Monuments Men Künstler, Kunsthistoriker, Architekten, Museumsdirektoren, Kuratoren, Professoren und Musiker.
  • Immer noch werden abertausende von Kulturgütern und Dokumenten im Wert von Milliarden Dollar vermisst.
  • Zwei Monuments Men wurden auf ihrer Mission zur Rettung der Kulturschätze getötet. 

 

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  • Die Monuments Men spielten führende Rollen als Begründer oder Direktoren der bedeutendsten kulturellen Institutionen in den Vereinigen Staaten, darunter 
    • das Metropolitan Museum of Art in New York
    • das Cleveland Museum of Art
    • die Frick Collection in New York
    • das Isabella Stewart Gardner Museum
    • das MoMa - Museum of Modern Art in New York
    • das Harvard University Fogg Art Museum in Cambridge
    • die Library of Congress in Washington D.C.
    • das New York City Ballet
    • die National Gallery of Art in Washington D.C.
    • das Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City
    • das Toledo Museum of Art in Toledo, Ohio
    • das Williams College in Williamstown

 

  • Zu den Institutionen außerhalb der USA, die von den Monuments Men geleitet wurden, gehören
    • die Musées Royaux des Beaux Art de Belgique in Brüssel
    • die Cambridge University
    • das Courtald Institute of Art in London
    • das British Museum in London
    • die National Gallery in London
    • das Victoria and Albert Museum in London o die Oxford University
    • die Sorbonne in Paris
    • das Louvre in Paris
    • die British School at Rome
    • das Rijksmuseum in Amsterdam


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  • Zu den fünf der bedeutendsten und kostbarsten Kunstwerke, die von den Monuments Men gerettet wurden, zählen
    • Leonardo da Vinci – Dame mit dem Hermelin
    • Jan Van Eyck – Genter Altar
    • Jan Vermeer – Der Künstler in seinem Atelier
    • Jan Vermeer – Der Astronom
    • Michelangelo – Brügger Madonna

 

  • Zahllose weitere Kunstwerke wurden durch das beherzte Eingreifen örtlicher Museumsangestellter, die die Kunstwerke vor Kriegsschäden und Nazi-Diebstahl schützen wollten, gerettet. Darunter befinden sich
    • Michelangelos David (an Ort und Stelle geschützt)
    • Leonardo Da Vincis Mona Lisa (sechsmal außerhalb des Museums verlagert)
    • Leonardo Da Vincis Das Abendmahl (das die Zerstörung wie durch ein Wunder überlebte, als eine Bombe der Alliierten nur 20 Meter entfernt die Ostwand des Gebäudes und im Anschluss das Dach zum Einsturz brachte. Nur das schützende Gerüst, das Jahre zuvor von Bediensten errichtet worden war, rettete das Wandgemälde.)

 

  • Der heutige Wert der Kunstwerke und sonstigen Kulturgüter, die von den Nazis gestohlen wurden, beträgt hunderte von Milliarden Dollars. Dazu nur zwei Beispiele:
    • das sehr kleine Gemälde (20 x 25 cm) von Jan Vermeer, Junge Frau am Virginal (ca. 1670) wurde bei Sotheby's in London am 7. Juli 2004 von Steve Wynn für 30 Millionen Dollar ersteigert.
    • Maria Altmann verkaufte 2006 jene fünf Gemälde von Gustav Klimt, die ihr nach einem schier endlosen siebenjährigen Kampf vor Gericht von der österreichischen Regierung zurückerstattet wurden, für 302 Millionen Dollar. 

Weitere interessante Informationen finden Sie unter:

http://www.monumentsmenfoundation.org/

Quelle: 20th Century Fox

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