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Pixar ist derzeit das vielleicht kreativste Filmstudio der USA. 1979 aus einer Effektabteilung von Lucasfilm entstanden, haben die kreativen Bildmagier aus Kalifornien seither das Animationsfilmgenre revolutioniert. Unter anderem realisierte man mit Toy Story den ersten abendfüllenden, am Computer animierten Spielfilm und bot dem (mittlerweile verstorbenen) ehemaligen Apple-Chef Steve Jobs ein zweites zuhause als CEO von Pixar, bis man schließlich im Jahr 2006 an Disney verkaufte. Doch zur Überraschung vieler wurde der Sellout nicht etwa zum kreativen Untergang, sondern es folgte eine wahre Blühtezeit für den us-amerikanischen Animationsfilm.

Mit Ratatouille, Wall-E, Oben und Toy Story 3 folgen in einer Reihe Meisterwerke ihrer Gattung und ein Ende der Kreativität scheint nicht in Sicht. Wenn man überhaupt etwas kritisieren konnte, dann den Umstand, dass die letzten beiden Filme (Toy Story 3 und Cars 2) des Studios “nur” Sequels waren und keine neuen, aus dem Nichts erdachten Universen aus dem Hut gezogen wurden. Da auch bereits ein Sequel zu Die Monster AG angekündigt wurde, wurden viele Pixarfans bereits skeptisch. Verfällt etwa auch Hollywoods kreativstes Studio dem Sequelwahnsinn und ruht sich auf den eigenen Lorbeeren aus?

Doch ab 02.08.2012 straft Pixar alle Skeptiker lügen, lässt die Sequels hinter sich und macht sich daran etwas gänzlich Neues in die Kinos zu bringen. Mit Merida - Legende der Highlands folgt der nächste Streich in der eindrucksvollen Vita des Studios und Pixar wäre nicht Pixar, wenn sie sich für ihren neuesten Film nicht wieder etwas ganz besonderes ausgedacht hätten: Nach lebenden Spielzeug, fleißigen Insekten, organisierten Monstern, ängstlichen Fischen, vom Alltag erdrückten Superhelden, glitzernden Autos, kochenden Ratten, einsamen Robotern und alternden Weltenbummlern widmet sich Pixar nun einem Märchen, angesiedelt in den nebeligen Highlands Schottlands.

Zum Inhalt: Die talentierte Bogenschützin Merida träumt davon ein selbstbestimmtes Leben nach ihrem Willen zu führen. Doch das ist nicht so einfach als Tochter des schottischen Königs. Das eigentliche Problem ist allerdings weniger der König selbst, sondern Meridas Mutter Königin Elinor. Denn diese hat schon genaue Vorstellungen wie das Leben von Merida zu laufen hat: Sie soll (möglichst rasch) einen Mann aus einem angesehenen Clan ehelichen. Um schnell einen geeigneten Kandidaten zu finden, wird kurzerhand ein Bogenschießturnier veranstaltet, doch nachdem Merida selbst daran teilnimmt - und gewinnt - fühlen sich die anderen Clans beleidigt. Und als Merida nach einem Streit mit ihrer Mutter dann ihr Pferd sattelt und verschwindet, nimmt das Unheil seinen Lauf...

Immer wieder ist es spannend zu sehen wie Pixar mit ihren Themen fast schon einen kritischen Kommentar zur amerikanischen Filmlandschaft abgibt und nicht selten die archetypischen us-amerikanischen Thematiken, Figurenklischees und Schauplätze ablehnt um etwas völlig eigenständiges zu erschaffen. Nach Ratatouille ist nun die Handlung erneut in Europa angesiedelt und während man bei Ratatouille noch der, ansonsten hauptsächlich als Bösewicht genutzten, Ratte ihren strahlenden Heldenauftritt gewährte, rückt man in Merida eine Frau ins Zentrum. Starke Heldinnen sieht man viel zu selten im Kino und deshalb darf man mit Spannung erwarten was uns Amerikas kreativstes Animationsstudio in diesem Jahr für einen filmisches Leckerbissen vorsetzen wird.

Wir freuen uns jedenfalls schon sehr wenn Merida - Legende der Highlands am 02.08.2012 in die Kinos kommt. Bis dahin könnt ihr euch die Zeit mit dem Trailer zum Film vertrösten. Natürlich wird es vorab wie gewont auch eine ausführliche Filmkritik von uns geben. Weiter Infos findet ihr auch auf der offiziellen Facebook Seite des Films und auf Disneys Youtube-Kanal.

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Kommentare

Hriss Zagoudiss Avatar
17.06.2012 13:00 Uhr
Freu mich drauf. Eine starke Hauptfigur als Titelperson erinnert mich ein wenig an Disney's Mulan, aber ich denke, dass Brave sich doch von Mulan unterscheiden wird...
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