Eigentlich ist es gängige Praxis in der Filmindustrie, dass die Beteiligten den eigenen Film in den Himmel loben auch wenn er noch so schlecht ist. Doch Babylon A.D. Regisseur Mathieu Kassovitz scheint sich von seinem Studio wirklich aufs schlimmste betrogen zu fühlen. Denn im Interview mit AMCTV nutzte er nun die Gelegenheit um über Fox und seinen eigenen Film herzuziehen. Demnach hatte er nicht die Gelegenheit auch nur eine einzige Szene nach seinen Vorstellungen und nach dem Drehbuch zu drehen. Fox hat ihm sogar Anwälte auf das Set geschickt, die ihn überwachen sollten und natürlich hat man ihm auch noch die Rechte auf den Final Cut genommen, sodass das Studio den Film auf 93 Minuten heruntergeschnitten hat. Sogar Hauptdarsteller Vin Diesel zeigte sich über diese Praktiken erbost und fragte im Scherz nach ob er überhaupt noch im Film zu sehen sei. Weiters sagte Mathieu Kassovitz, dass es der Film nicht schafft die Aussage des Buchs zu übermitteln, und Actionszenen, die eigentlich einen tieferen Sinn hatten, sind jetzt einfach nur mehr als Schauwerte im Film. Er glaubt, dass der Film auf Grund seiner mangelhaften Qualität nach dem ersten Wochenende stark abfallen würde, da die Fans in der Zeit eines The Dark Knight und Iron Man besseres erwarten. Er bereut nur, dass er sich auf den Deal mit Fox eingelassen hat, anstatt sich ein mutigeres Studio zu suchen.
Babylon A.D.
Kinostart: 11.09.2008

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