Berlinale 2013 – Juliette Binoche in der Irrenanstalt!
Juliette Binoche (Caché – Versteckt, Das bessere Leben) hat eine schwierige Rolle übernommen. Die französische Darstellerin spielt im neuen Film des Regisseurs Bruno Dumont die Bildhauerin und Schriftstellerin Camille Claudel, die 1913 von ihrer Familie in eine psychiatrische Anstalt gesteckt wurde. Ihr psychischer Zustand sollte sich darin verbessern. Es stellte sich aber heraus, dass Camilles Probleme gar nicht mit den Problemen der anderen Patienten zu vergleichen waren und dass sie dort fehl am Platz war. Doch wegen der damaligen Zeit und der Rolle der Frau in der Gesellschaft, musste Camille sich nach der Entscheidungen ihrer Familie richten und die Qualen der Anstalt ertragen, die sich vor allem negativ auf ihre Kreativität auswirkten.

Um ein authentisches Umfeld zu erzeugen, fanden die Dreharbeiten in einer realen Irrenanstalt statt. Binoche musste somit den Umgang mit den Kranken dort lernen und verbrachte demzufolge einige Tage mit den Patienten, sodass eine Bindung zu diesen aufgebaut werden konnte. Dumont wählte Binoche als Hauptdarstellerin, da sie genauso wie Camille Claudel eine Künstlerin ist. Binoche malt, wenn sie nicht schauspielert. Aus diesem Grund konnte sich die Schauspielerin auch mit Camille Claudel identifizieren. Das Drama dreht sich um die Künstlerin und ihre Beziehung zu ihrem Bruder Paul Claudel. Dabei werden Themen wie Religion, Genie und Wahnsinn sowie die Stellung der Frau in der damaligen Zeit angesprochen.

Der Film basiert auf den Briefen von Camille Claudel. Ein Kinostarttermin steht noch nicht fest. Der Film läuft momentan auf den 63. internationalen Filmfestspielen in Berlin. Unsere Kritik zum Film könnt ihr demnächst nachlesen.
Camille Claudel 1915 (2013)
Kinostart: Unbekannt

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