Berlinale Tagebuch 3 & 4 – Anne Hathaway, Hugh Jackman & Enttäuschungen!
Berlinale Tagebuch – Tag 3 & 4: Samstag 09.02. & Sonntag 10.02.2013

To Do Liste Samstag:
-Pressevorführung zu Lovelace von Rob Epstein und Jeffrey Friedman
-Pressekonferenz zu Lovelace mit Amanda Seyfried, James Franco, Peter Sarsgaard + Regisseure
-Pressekonferenz: zu Gold mit Thomas Arslan (Regisseur) und den Schauspielern Marko Mandic, Uwe Böhm und Lars Rudolph
-Pressevorführung zu The Necessary Death of Charlie Countryman des Regiedebütanten Fredrik Bond
-Pressekonferenz zu The Necessary Death of Charlie Countryman mit Til Schweiger, Rupert Grint, dem Regisseur und ohne Shia Labeouf
-Pressekonferenz zu Les Miserables mit Anne Hathaway, Hugh Jackman, Tom Hooper und Eddie Redmayne
-Vorführung zu Promised Land von Gus Van Sant
-Vorführung zu Ulrich Seidls Paradies: Hoffnung

To Do Liste Sonntag:
-Pressevorführung zu Maladies von Carter und mit unter anderem James Franco

Wer hätte gedacht, dass die Nachfrage der Journalisten für den Film Lovelace so groß sein würde? Um 11:05 Uhr begann die Pressevorführung und ich erhielt nur einen Platz, da ich mich dezent vordrängelte, ansonsten wäre ich draußen geblieben, da ich 30 Minuten vor dem Start ankam und am Ende der Warteschlange stand. Nach der Pressevorführung eilte ich wieder ins Hyatt Hotel in den Pressekonferenzsaal, um einen guten Platz zu erhalten. Kurz darauf kamen auch schon die Stars. Überrascht war ich über Amanda Seyfried, die viel kleiner ist, als sie auf der Leinwand aussieht. Ich berichtete ja bereits, dass es etwas ungewöhnlich ist zuerst die Schauspieler auf der großen Leinwand zu sehen und gleich danach vor mir im Pressekonferenzraum. Doch Amanda Seyfried ist da eine Klasse für sich im Hinblick auf das Thema Größenunterschied. Frau Seyfried fiel nicht nur aufgrund ihrer Körpergröße auf, sondern auch, weil sie sich weigerte den Kopfhörer aufzusetzen, um die Übersetzung der Frage eines österreichischen Kollegen zu hören. Sie behauptete einfach mal, dass das Ding nicht funktioniere, sodass der Reporter die Frage auf Englisch stellen musste, um danach eine ironische Antwort von der Schauspielerin zu erhalten. Auch die Pressephotographen waren nicht gerade begeistert von der Schauspielerin. Zwar wurde ihr gesagt, dass sie ein wunderschönes Lächeln besitze, doch dieses zeigte sie eher weniger. James Franco sowie Peter Sarsgaard waren sehr gelassen. James Franco zeigte sich ein wenig schüchtern und blickte beim Beantworten der Fragen auf den Tisch. Dies ist eine Angewohnheit, die ich bereits beim Filmfest in München beobachtet habe. Ich finde aber, dass das den Schauspieler sympathisch wirken lässt.

Eine halbe Stunde nach der Pressekonferenz zu Lovelace kamen dann Uwe Bohm, Marko Mandic, Lars Rudolph und der Regisseur Thomas Arslan in den Pressekonferenzraum. Auch hier verbreitete sich Enttäuschung bei den Journalisten, da zehn Minuten vor der Konferenz bekannt gegeben wurde, dass Nina Hoss wegen Krankheit nicht erscheinen würde. Die Fragen, welche für Nina Hoss adressiert waren, musste dann der Regisseur von Gold beantworten. Im Anschluss daran besuchte ich die Pressevorführung zum Regiedebüt des Werbefilmers Fredrik Bond. Dazu muss ich sagen, dass es sich hier um den massentauglichsten Film handelt, den ich bisher auf dem Filmfestival gesehen habe. Auch in der darauf folgenden Pressekonferenz zum Film fehlte der Star des Films. Shia Labeouf sollte erscheinen, wurde aber fünf Minuten vor der Konferenz wegen Zeitplanproblemen entschuldigt. Allerdings nicht bei den Pressephotographen, die im Photo-Call Raum auf den Hauptdarsteller warteten und ihn dann letztendlich ausbuhten.

Darüber hinaus machte der Harry Potter Star Rupert Grint einen guten und schüchternen Eindruck. Til Schweiger dagegen spaltete mal wieder die Journalisten mit seinen Aussagen und wurde bewusst von zwei Kollegen auf seine klischeehafte Rolle hingewiesen, die er im Film verkörpert. Der Schauspieler redete sich aber heraus und antwortete nicht direkt auf die Frage. Ferner meinte der Schauspieler, dass Kritiker, welche schreiben, dass ein Schauspieler im Film den anderen an die Wand gespielt habe keine Ahnung hätten, da das Schauspielern kein Duell ist. Dazu kann ich nur sagen, dass es sich bei diesem Satz um einen Ausdruck handelt, der nicht die Bedeutung trägt, welche Schweiger meint. Meiner Meinung nach sollte Herr Schweiger die Kritiker ihren Job machen lassen und er soll sich auf seinen konzentrieren. Doch im Endeffekt blieb alles beim Alten. Die Schwieger Anhänger applaudierten nach seinen Aussagen und der Rest dachte sich seinen Teil.

Mit 15 Minuten Verzögerung begann die Pressekonferenz zu Les Miserables. Die Pressephotographen stapelten sich beinahe um ein Foto von Anne Hathaway und Hugh Jackman zu machen. Die Schauspieler sowie der Regisseur trugen ihre Abendgarderobe, da sie kurz davor bei der Les Miserables Gala Premiere über den roten Teppich gingen. Anne Hathaway verzauberte die Journalisten mit ihrer Ausstrahlung und ihrer natürlichen Schönheit. Aber auch die restlichen Schauspieler machten eine gute Figur und nahmen sich beim Beantworten der Fragen viel Zeit. Anne Hathaway zeigte sich begeistert von den Antworten, die Hugh Jackman gab und äußerte das mit folgender Aussage: „Ich möchte Hugh Jackman als Präsident des Universums nominieren.“ Jackman, Hathaway und Redmayne zeigten sich sehr respektvoll und bodenständig was mich überrascht hat. Vor allem bei Hathaway und Jackman, da es sich hier um große Hollywoodnamen handelt.

Wie sich die Schauspieler über die Oscarnominierungen äußerten und vieles mehr erfahrt ihr demnächst in unserem Bericht. Ansonsten könnt ihr euch auf meinen Eindruck über Julie Delpy, Ethan Hawke und dem Regisseur Richard Linklater freuen. Ferner verrate ich euch wie der Film Before Midnight angekommen ist.

Herzliche Grüße aus Berlin!
Les Misérables (2012)
Regie: Tom Hooper
Kinostart: 22.02.2013

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