Berlinale 2013 – Joseph Gordon-Levitt über den Konsum von Pornographie!
Der Hollywooddarsteller Joseph Gordon-Levitt hat im vergangenen Jahr in zahlreichen beachtlichen Filmprojekten mitgewirkt. Beispielsweise war er in Christopher NolansThe Dark Knight Rises zu sehen. Ferner spielte er in Looper den jüngeren Bruce Willis und stellte in Steven Spielbergs diesjährigen Oscar-Favoriten Lincoln den Sohn des Präsidenten dar.

Joseph Gordon-Levitt weist eine 20 jahrige Filmset-Erfahrung auf und hatte dabei die Gelegenheit viele Tricks von den Regisseuren abzuschauen, sodass er nun seinen ersten Film gedreht und zugleich das Drehbuch geschrieben hat. Der Film trägt den Titel Don Jon und basiert auf der Idee des Don Juan. Weiterhin handelt es sich um eine Independent-Produktion von Gordon-Levitt in Zusammenarbeit mit Voltage Pictures. Der Film zeigt die moderne Version des weltbekannten Frauenhelds. Der Womanizer leidet infolgedessen an einer Porno-Sucht und hat damit mehr Spaß an Pornos als an Sex mit Frauen. Gleichzeitig bewegt sich der Film im Genre der romantischen Komödie.

Joseph Gordon-Levitt befindet sich derzeit in der deutschen Hauptstadt und hat heute im Rahmen der 63. internationalen Berlinale sein Regiedebüt vorgestellt. Der Inception-Star wollte, bevor er mit dem Schreibprozess begann, hauptsächlich eine Geschichte über die Liebe erzählen und bemerkte, dass Menschen in einer Beziehung sich gegenseitig objektivieren, anstatt miteinander zu interagieren. Er ist der Meinung, dass wir Menschen unseren Partner / unsere Partnerin mit den Erwartungen vergleichen, die uns die Medien, hier meint er Bücher, Kino, Fernsehen, das Internet, darüber hinaus die Familie und die Kirche, vorschreiben bzw zur Verfügung stellen. Besonders hat ihm schon eine lange Zeit die Stellung der Medien in dieser Angelegenheit fasziniert. Er wählte den humoristischen Weg und bringt demnach einen aufheiternden und lustigen Film in die Kinos. Da es ein Film ist, soll dieser seiner Meinung nach unterhalten, denn er hätte auch einen Aufsatz über das Thema schreiben und das Thema dort ernsthaft und realistisch veranschaulichen können. Die romantische Komödie schien ihm also als perfektes Genre, um diese Story zu vermitteln.

Ferner betrachtet Joseph Gordon-Levitt die Pornographie als ein Medium, welches unsere Kultur, unsere Erwartungen und unsere Ausdrucksweise beeinflusst. Andere Medien, die uns auf diese Weise beeinflussen und welche im Film vorkommen sind seiner Meinung nach Hollywoodfilme, Werbespots, Frauenmagazine sowie Football. Sogar eine romantische Komödie, die nur unterhalten möchte, beeinflusst die Menschen in ihrer Handlungs- und Denkweise. Ansonsten findet er, dass jeder selbst die Medien, die auf ihn / ihr einwirken kritisch hinterfragen sollte. Konsumenten der Pornographie müssen das gezeigte Material also kritisch betrachten und im Zuge dessen versuchen einen Zusammenhang zur Realität herzustellen. Inwiefern das aufgeführte Medium einen selbst beeinflusst, bleibt dann im Endeffekt jedem selbst überlassen.

Im Film begleiten den Filmstar Scarlett Johansson (Marvel’s The Avengers) und Julianne Moore (The Kids Are All Right). Beide Schauspielerinnen konnte Joseph Gordon-Levitt leicht für die weibliche Haupt- und Nebenrolle gewinnen, da beide sein Drehbuch sehr gut fanden. Er betonte hier, dass er die Figur, welche Scarlett Johansson im Film verkörpert, für sie schrieb. Der Regiedebütant und Drehbuchautor meinte, er wisse nicht, was er machen würde, wenn Johansson abgelehnt hätte.

Wir haben den Film von Joseph Gordon-Levitt gesehen. Wie sich Scarlett Johansson als sexy „Prinzessin“ geschlagen hat und ob das Regiedebüt von Joseph Gordon-Levitt gelungen ist, erfahrt ihr in unserer Kritik.
Don Jon (2013)
Kinostart: 15.11.2013

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