Berlinale 2013 - Regisseur Wong Kar Wai über sein Martial-Arts-Drama!
Gestern haben die internationalen Filmfestspiele in Berlin zum 63. Mal begonnen. Zahlreiche Stars sind eingetroffen, um den Eröffnungsfilm The Grandmaster (Originaltitel: Yi Dai Zong Shi) des chinesische Kultregisseurs Wong Kar Wai (My Blueberry Nights, 2007) im Berlinale Palast am Potzdamer Platz zu sehen. Im Zuge dessen hat Wong Kar Wai seinen neuesten Film vorgestellt. Zuvor sprach der Filmemacher noch während der Pressekonferenz über den Film. Anwesend waren auch Tony Leung Chiu Wai, der im Film Ip Man, den Kung Fu-Meister und Lehrer von Bruce Lee, porträtiert, die Hauptdarstellerin Zhang Ziyi, sie spielt die Martial-Art-Kämpferin Gong Er, sowie der französischen Kameramann Philippe Le Sourd.

Die Moderation führte Anatol Weber, der zu Beginn nach der Idee fragte, welche den Filmemacher dazu brachte den Film auf die Beine zu stellen. Daraufhin antwortete Wong Kar Wai und führte kurz seine Inspirationsquelle an. 1999 sah der Regisseur eine Dokumentation über das Leben von Ip Man. Dieses Video zeigte den schwachen Kämpfer in seinen Pyjamas drei Tage vor seinem Tod. Die schwache Darstellung des starken Meisters berührte den Regisseur, sodass er beschloss einen Film über ihn zu drehen. Ferner ist Wong Kar Wai der Meinung, dass ein Grandmaster nicht nur ein guter Kämpfer sein muss, sondern auch Verantwortung übernehmen muss. Zudem soll er seine Fähigkeiten, die er von der früheren Generation erhalten hat, weitergeben und mit Großzügigkeit ausgezeichnet sein. Ansonsten ist er der Meinung, dass sein Film The Grandmaster mehr als nur ein einfacher Kung-Fu-Film ist. Laut Wong Kar Wai zeigt der Film mehr als nur die körperlichen Fähigkeiten eines Kämpfers. Er zeigt die ganze Martial-Arts-Welt, veranschaulicht den Ehrencode, das wirklich Wertvolle im Leben und skizziert die Philosophie der Martial-Arts-Kämpfer. Der Filmemacher geht sogar so weit und behauptet, sein Film zeige eine völlig neue Seite des Kung-Fu-Films.

Der Schauspieler Tony Leung Chiu Wai meinte, der Regisseur habe einen besseren Darsteller aus ihm gemacht und betonte, dass diese Rolle eine große Herausforderung für ihn war. Die Hauptdarstellerin Zhang Ziyi bestätigte dies. Ferner fügte Tony Leung Chiu Wai hinzu, er habe vier Jahre, sogar während der Dreharbeiten, für diesen Film trainiert. Weiters führte Zhang Ziyi an, sie habe sehr viel in dieser Zeit gelernt. Ansonsten würde sie jederzeit erneut einen Film mit Wong Kar Wai drehen.

Weitere Details über die Pressekonferenz, sowie Eindrücke und eine kritische Haltung könnt ihr im Tagebuch unseres Autors Hrissowalantis Zagoudis nachlesen, der zurzeit am Potzdamer Platz „kampiert“ und für euch die Stimmung der Filmfestspiele dort veranschaulicht. Außerdem haben wir den Eröffnungsfilm auch auf der Berlinale gesehen, sodass ihre unsere Meinung zu The Grandmaster demnächst hier nachlesen könnt.

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