Land of Blood and Honey - Klage,  Verbot und Ehrung für Angelina Jolie!
Es scheint so, als ob die Klage vom Autor James Braddock gegen Angelina Jolie (Ein mutiger Weg, Der Knochenjäger) aufgrund von Copyright-Gründen nun doch keinen Schaden anrichten wird. Bisher wurde bekannt gegeben, dass die Klage nicht den Filmstart am 23.12.2011, in den USA, beeinträchtigen wird.

Braddock forderte nämlich die Einstellung dieses Kinostarts, da er der Meinung ist, dass Angelina Jolie die Filmidee aus seinem Buch The Soul Shattering, welches 2007 erschienen ist, übernommen hat, ohne seinen Namen zu verwenden. Jolie behauptet, sie hätte das Drehbuch selbst verfasst. Der Amtsrichter aus Illinois meinte, dass Braddock bereits seit 2009 wusste, dass FilmDistrict und Jolie den Film produzieren wollten. Da er damals keine Klage einreichte und dies erst vor Kurzem tat, wird diese auch nicht den Kinostart von In the Land of Blood and Honey beinflussen. Die Klage sollte anscheinend nur die Aufmerksamkeit der Presse auf ihn richten. Des Weiteren soll nun dieser Fall nicht mehr in Illinois behandelt werden, sondern wird womöglich nach Kalifornien geschickt. Dies ist ein kleiner Triumph für Jolie.

Weiters soll das Regiedebüt von Angelina Jolie in Serbien nun verboten werden. Dies verlangt Sarajevo, ein Verband der bosnisch-serbischen Ex-Kriegsgefangenen, nach einer Aufführung von In the Land of Blood and Honey in Bosnien. Die Kriegsgefangenen seien außer sich, da Serben in Jolies Film wieder als Bösewichte dargestellt werden. Nun soll alles unternommen werden, um die Veröffentlichung des Films in Serbien zu verbieten.

Der Film spielt in der Zeit des Bosnien-Krieges (1992-95). Im Fokus steht ein bosniakisches Vergewaltigungsopfer, das von seinen Quälern sogar gezwungen wird, im Hauptquartier eines Gefangenenlagers sexuell tätig zu werden. Das bosnische Publikum reagierte auf den Film jedoch sehr positiv. Dagegen sprach die bosnisch-serbische Regierungspartei SNSD von einer verspäteten klassischen serbenfeindlichen Hysterie. Der Film soll ansonsten noch den Charakter des Kriegs verfälschen.

Doch nach den ganzen negativen Schlagzeilen für Jolie kommt nun eine positive. Die Hollywood-Schauspielerin wird bald mit dem Stanley-Kramer-Award für ihr Regidebüt geehrt. Dies ist eine hohe Auszeichnung für Jolie. Die Nachricht teilte gestern der Verband der Filmproduzenten in Los Angeles mit. Dieser Award wird an Projekte und deren Regisseure verliehen, die umstrittene soziale Themen auf eine anschauliche Art und Weise darstellen. Der Award erhielt den Namen von Stanley Kramer, der als Regisseur und Produzent mit Filmen wie Das Urteil von Nürnberg (1961), Rat mal, wer zum Essen kommt (1967) und Die Caine war ihr Schicksal (1954) problematische Themen verfilmte. Der Award wird am 21.01.12 an Angelina Jolies Produzenten-Team in Los Angeles vergeben. Zuletzt erhielten Filme, wie Hotel Ruanda und Eine unbequeme Wahrheit den Stanley-Kramer-Award. Wann Jolies Regiedebüt in die heimischen Kinos kommen soll, ist noch unklar.

Quelle: THR, derStandard, diepresse

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