The Dark Knight Rises - Christopher Nolan über Bane, den Prolog...
Sentimentalität und Schwäche kennt man in Gotham City nicht und genau dieses düstere Konzept verfolgt der Filmemacher Christopher Nolan seit Jahren. Die düstere Architektur aus The Dark Knight wird nun mit der zusammenbrechenden Architektur aus Inception in The Dark Knight Rises verknüpft. Dies zeigte schon der Teaser-Trailer zum hocherwarteten dritten Teil der Nolan-Batman-Reihe. Darüber hinaus setzt Nolan in seinen Filmen viel mehr Wert auf den Verstand des Zuschauers und versteht es sehr gut diesen zu verwirren und auszutricksen, als Liebesgeschichten zu verwirklichen. Doch selbst der düstere Nolan wurde ein wenig Sentimental am Set von The Dark Knight Rises während der letzten Drehtage:

"Am Set bin ich nicht sehr emotional. Ich denke, dies würde mir nicht bei der Arbeit helfen. Man kriegt trotzdem einen kleinen Knoten im Hals, wenn man bedenkt, dass gerade die letzten Szenen des Films gedreht werden. Wir haben eine große Reise hinter uns. Ich hoffe, dass diese Reise sich auch in den drei Filmen widerspiegelt.", sagte Nolan im Interview mit der LA Times.

Die Dreharbeiten zu The Dark Knight Rises wurden Mitte November, nach sechs Monaten, beendet. Gedreht wurde in Indien, Scottland, in den USA und in Cardington, England. Der Film kommt am 26. Juli 2012 in die Kinos und wurde größtenteils in 70mm IMAX gedreht. Dies konnten zuletzt einige begeisterte Presseleute in den Kinos sehen.

Das Interesse für diese Batman-Ära ist bisher überwältigend. Insgesamt nahmen Batman Begins und The Dark Knight 1.4 Mrd US-Dollar an den Kinokassen ein. Es wurden Rekorde bei den Home Video-Verkäufen gebrochen. Hunderte Amateuraufnahmen von den Dreharbeiten kursierten durch das Internet und sorgten für viele Gerüchte. Doch Nolan lässt sich nicht davon ablenken. Der 41-Jährige besitzt kein Handy und keinen E-Mail-Account. Doch zu den positiven Berichten nach der Univeral City Pressevorführung meinte er folgendes:

"Es ist wundervoll Leute zu haben, die sich für etwas interessieren. Es erinnert dich daran, dass es eine Ehre ist an etwas zu arbeiten, das anderen Leuten so viel bedeutet. Am liebsten würde ich behaupten ,Ich habe das alles erfunden und deswegen interessieren sich so viele dafür', doch das habe ich nicht. Mir wurde ein sehr kostbares Projekt überreicht an dem ich mein Bestes geben kann, um die Menschen nicht zu enttäuschen. Natürlich begleitet einem Angst und eine gewisse Einschüchterung, jedoch hat das Ganze auch einen großen Vorteil. Die Fans wollen, dass es großartig wird, sie wollen es genießen und sie wollen fasziniert werden. Ihr wisst ja es gibt immer Leute denen etwas im Film nicht gefallen wird, doch hoffentlich erkennen sie die Arbeit an, die wir hineingesteckt haben, um etwas Gutes zu erschaffen."

Dieses, von Nolan betitelte, gute Projekt bringt eine Reihe talentierter Schauspieler, alle Oscar-Preisträger oder für einen Oscar nominiert, mit sich. Darunter befinden sich Christian Bale, Michael Caine, Marion Cotillard, Anne Hathaway, Morgan Freeman und Gary Oldman, der vielleicht bald eine Nominierung erhalten könnte.

Christopher Nolan und sein Bruder Jonathan Nolan verfassten das Drehbuch, welches auf das Story-Konzept des Regisseurs David S. Goyer basiert und acht Jahre nach den The Dark Knight-Geschehnissen beginnt. Bale meinte bereits, dass dies sein letzter Batman-Film sein würde. Im Zusammenhang mit dem Spruch The legend ends, auf dem neu erschienenen Poster, befürchten nun die Fans, dass Nolan Bruce Wayne / Batman in The Dark Knight Rises töten wird.

Zudem ist laut einer Umfrage der meist erwartete Film in diesem Winter der sechs Minuten lange Prolog von Nolans The Dark Knight Rises. Blockbuster wie Mission: Impossible 4 werden damit in den Schatten gestellt. Der Prolog spielt sich in großer Höhe in der Luft ab und führt Bane, den bösartigen Gegner von Batman, ein. Gleich hier merkt der Zuschauer, dass Bane, gespielt von Tom Hardy (Inception) nicht zu unterschätzen ist. Weiters sollen ca. 50 Minuten IMAX-Material im Film verwendet werden, doppelt so viel, wie in The Dark Knight.

"Wir hatten eine Menge Spaß beim Drehen des Prologs. Es war kompliziert diese Szene zu drehen. Eine Menge talentierter Leute haben mitgeholfen den Prolog zu vervollständigen. Ich muss sagen, ich bin begeistert mit dem Ergebnis. Ich denke es sieht einzigartig aus.", sagte Chris Nolan.

Das Auftauchen von Bane im Nolan-Film ist etwas ungewöhnlich, da die restlichen Charaktere aus Teil 1 und 2, der Joker, Two-Face und Scarecrow, aus den 40er-Jahren Comics stammen, genauso wie Catwoman (Anne Hathaway). Der Charakter Bane tauchte das erste Mal 1993 in den Comics auf und wurde von Chuck Dixon, Doug Moench und Graham Nolan, nicht mit Chris Nolan verwandt, erfunden.

"Ich kannte die Figur Bane kaum. David Goyer stellte mir den Charkter genau vor. Ich kannte eigentlich nur seinen Namen. Doch dann erzählte er mir seine Hintergrundsgeschichte. Ich finde er ist ein sehr cooler Charakter und Tom Hardy setzte den Charakter in sehr spezieller Weise um. Er ist ein großartiger Schauspieler der die Figur Bane perfekt zum Leben erweckt hat. Er ist ein sehr körperlicher Darsteller. Er kann sich verwandeln und dies ist in jeder seiner Bewegungen sichtbar. Er kann nicht nur das äußere des Charakters gut darstellen sondern bringt auch sein Inneres hervorragend zum Vorschein, sodass die psychologische Seite des Charakters ersichtlich wird. Als Schauspieler ist Tom Hardy Christian Bale sehr ähnlich."

Doch es stellt sich nach dem Erscheinen des neuen Posters die große Frage, ob Bruce Wayne die Batman-Maske während des Endkampfs mit Bane tragen wird. In den DC Comics (1993-94), die den Namen Knightfall tragen, wartet der brutale Bane bis der Held Batman seinen schwächsten Punkt erreicht hat und verpasst ihm dann den lähmenden Schlag.

Es wird also spekuliert, dass ein anderer Bewohner aus Gotham die Rolle des Batman einnehmen wird. Somit soll Gerüchten zufolge der Joseph Gordon-Levitt (Inception) Charakter John Blake, ein junger Polizist, diese Rolle übernehmen. Nolan findet diese Fan-Spekulationen interessant, äußert sich allerdings nicht demgegenüber. Er hat auf jeden Fall ein wahres Finale für die Trilogie gefunden.

"Der Joker war eher der teuflische Gegner, er war chaotisch und hatte einen teuflischen Sinn für Humor. Bane ist sehr unterschiedlich. Ein Bösewicht, der so bisher nicht in den Filmen gezeigt wurde. Zuerst ist er ein körperlicher Feind, er ist ein klassisches Film-Monster, besitzt jedoch einen furchterregenden Verstand. Ich denke, er ist ein faszinierender Charakter. Ich denke, die Leute werden eine Art kick out erleben, wenn sie sehen, was wir mit dem Charakter gemacht haben."

Zum Zeitsprung sagte er folgendes:
"Ich glaube dieser Zeitsprung gibt den Geschehnissen aus The Dark Knight noch eine gewisse Ernsthaftigkeit. Batman nahm wirklich die Schuld für die Straftaten von Harvey Dent auf sich und wurde zu einem Gerechtigkeits- und Gesellschafts-Flüchtling. Christian hat die Situation von Bruce Wayne mit einer bemerkenswerten Leistung dargestellt."

Quelle: LA Times

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