Twelve (2010)

OT: Twelve - 93 Minuten - Thriller / Drama
Twelve (2010)
Kinostart: 15.10.2010
DVD-Start: 31.03.2011 - Blu-ray-Start: 31.03.2011
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Filmkritik zu Twelve

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Twelve bringt zwei ganz unterschiedliche Vorzeichen mit ins Boot: Auf der einen Seite basiert der Film auf einem hochgelobten Roman, der durchaus vielversprechend für eine filmische Umsetzung erscheint, auf der anderen Seite hat jedoch gerade Joel Schumacher die Regie übernommen, ein Regisseur, dessen Filmographie von einigen negativen Marksteinen durchzogen ist. Und tatsächlich hat Schumacher auch diesen Stoff nicht wirklich im Griff. Seine Handlungsfäden verknüpfen sich nur mit Müh und Not, und die Schilderung der allzu glatten Oberschicht ist selbst nicht recht viel mehr als glatte Oberfläche.

 

Man ist in New York, es ist Spring Break und man ist hip. Die upper class Teenies, deren Eltern vorwiegend durch Abwesenheit glänzen, wollen sich in der freien Zeit vor allem amüsieren. Dabei unterstütz sie der Drogendealer White Mike (Chace Crawford) der sie mit Stoff versorgt. White Mike ist nach dem Tod seiner Mutter abgerutscht, doch für seine Jugendfreundin Molly (Emma Roberts) muss er ein anderes Leben vorheucheln. Währenddessen wird sein Cousin Charlie (Jeremy Allen White) vom Dealer Lionel (50 Cent) erschossen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn in New Yorks Oberschicht läuft so einiges schief…

 

Man muss es klipp und klar sagen: Twelve ist ein Film, der gewaltig Potential verschenkt und vieles falsch macht. Dabei würde der Stoff so einiges hergeben. Die Irrungen und Wirrungen der Oberschicht, ihre Scheinwelt und Oberflächlichkeiten im Stile eines Bret Easton Ellis auf die Leinwand gebracht hat Potential. Vor allem da die Yuppie Welten mit abwesenden Eltern und drogensüchtigen Teenies, die eigentlich ein tolles Leben haben könnten, aber in einer lieblosen, materialistischen Welt erstarren, wirklich viele Möglichkeiten lässt.

 

Regisseur Joel Schumacher scheint aber am Thema überfordert gewesen zu sein. Er zerstückelt seinen Film in viele kleine Handlungsfäden, die sich überkreuzen und am Ende vollständig zusammenlaufen. Das grundlegende Problem dabei ist schon einmal, dass Schumacher kein Filmemacher vom Format eines Alejandro Gonzalez Inarritu ist und er zu wenig Gespür für die Charaktere entwickelt. So jagt ein oberflächlicher Handlungsfetzen den nächsten und als Zuseher fühlt man eigentlich mit keiner Figur wirklich mit.

 

Überhaupt schafft es Twelve nicht in die Tiefe zu gehen und die Handlungsfäden verstärken sich nicht zu einem größeren Ganzen, sondern zerfleddern den Film in müde Fetzen, die kaum überzeugen. Manche Szene gelingt zwar, aber im Endeffekt ist Twelve ein sehr unrunder Versuch der Oberschicht auf den Zahn zu fühlen und kann nicht wirklich weiterempfohlen werden. Auch das krachende Finale setzt zwar einen lauten Schlusspunkt, kann aber nicht wirklich zum Nachdenken anregen. Zu plump ist alles inszeniert und zu wenig interessieren uns die Figuren. Eigentlich schade.

 

Fazit:

Twelve ist ein Film der verschenkten Möglichkeiten. Eigentlich hätte die Story viel Potential, aber es gelingt nicht die Stärken wirklich auszuspielen. Zu farblos sind die Charaktere, zu langweilig agieren die Darsteller und vor allem zu zerstückelt ist der Storyaufbau. Die Fäden fügen sich nur mühevoll zusammen und entwerfen kein umfassendes Bild der Tücken der Oberschicht, sondern gewähren lediglich einen oberflächlichen Einblick.

 

Wertung:

4/10 Punkte

Filmering.at
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