Notes on an American Film Director at Work: Martin Scorsese (2007)

OT: Notes on an American Film Director at Work: Martin Scorsese - xx Minuten - Dokumentation
Notes on an American Film Director at Work: Martin Scorsese (2007)
Drehbuch:
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Notes on an American Film Director at Work: Martin Scorsese

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Jonas Mekas ist eine Schlüsselfigur des New American Film und ein wesentlicher Avantgardefilmer im us-amerikanischen Raum. 1954 gründete er die Zeitschrift Film Culture und war damit wesentlich daran beteiligt die Autorentheorie im amerikanischen Raum zu verbreiten. Die Viennale zeigt nun seine neueste Doku, Notes on an American Film Director at Work: Martin Scorsese, die leider gerade für Scorsese-Fans eine kleine Enttäuschung ist. Denn dem Film fehlt es an eigenständiger Kraft und großen Erkenntnissen.

 

Ein Problem an der Sache ist sicherlich, dass der Film gar keinen facettenreichen Blick auf das Werk von Scorsese, die Person Scorsese oder sonstiges wirft, sondern lediglich einige wenige Shots, während den Dreharbeiten zu The Departed zeigt. Auch auf eine Form des Kommentars verzichtet Jonas Mekas vollständig, sodass seine Doku ausschließlich aus unkommentierten Fragmenten besteht, die nur Erinnerungsfetzen abbilden und leider etwas zusammenhanglos im Raum stehen ohne wirklich eine Wirkung zu entfesseln.

 

Zugegeben, wer ein Fan von Scorsese ist, der wird es genießen dem Maestro über die Schulter blicken zu dürfen und zu sehen wie er sich am Set bewegt und was genau er macht während ein Take aufgenommen wird. Aber auch hier ergeben sich Probleme. Die meiste Zeit sitzt Scorsese nämlich nur in seinem Sessel und beobachtet auf seinen Monitoren die Einstellungen der Szenen. Es fehlt an den Planungen, an kreativen Reibungen, man würde gerne wissen wie man zu der Entscheidung gekommen ist eine gewisse Szene genau auf diese Weise zu filmen, oder wie die Details entstanden sind.

 

In seiner jetzigen Form geht Notes on an American Film Director at Work: Martin Scorsese nicht besonders über das Niveau eines simplen Making of The Departed hinaus. Und es fehlt noch dazu an der aussergewöhnlichen Ausgangslage von Filmen wie Lost in La Mancha und Burden of Dreams, die es geschafft haben die Grenzen einer solchen Produktion zu sprengen. Selbst die detailierten Making of Videos auf den DVDs zu Der Herr der Ringe bieten da wesentlich mehr. Natürlich können sich Scorsese Fans dennoch etwas aus dem Film mitnehmen und werden teilweise Freude haben, aber dennoch besitzt der Film viele Schwächen die man auch nicht verleugnen kann.

 

Wertung:

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