Shrek - Der tollkühne Held (2001)

OT: - 86 Minuten - Animation
Shrek - Der tollkühne Held (2001)
Kinostart: 05.07.2001
DVD-Start: 22.01.2015 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Shrek - Der tollkühne Held

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Märchenfiguren passen sich üblicherweise einem gewissen kindergerechten Klischee an. Diesem Klischee entsprechend sollte der Held einer Geschichte immer möglichst strahlend sein und bis ins Mark gut. Genau solche Stereotype sind es jedoch die erwachsene Kinobesucher gar nicht sehen wollen, und deshalb kommt es zu sehr unterschiedlichen Ansichten im Familienfilmbereich. Dreamworks' Animationsfilm aus dem Jahre 2001 macht es vor wie es richtig sein soll und präsentiert mit dem Oger Shrek eine Figur, die die Kinder süß finden werden, und die sich mit ihrer zynischen Art, mit der er nebenbei mit allen gängigen Märchenklischees aufräumt, auch ins Herz der Erwachsenen arbeitet.

Der Oger Shrek genießt sein zurückgezogenes Leben im Sumpf sehr. Die morgentliche Schlammdusche und dann der Versuch der Menschen ihn mit Fackeln zu vertreiben. Alles Alltag und wirkliche Probleme kennt er nicht. Bis der bösartige Lord Farquaard beschließt alle Fabelwesen im Land loszuwerden und sie in den Sumpf zu verbannen. Seitdem ist nicht nur Shreks Garten mit den merkwürdigsten Märchenfiguren bevölkert, er hat auch noch einen sprechenden Esel an seiner Seite, der ihn von nun an begleiten will und den Oger mit seiner großen Klappe zu Nerven beginnt.

Shrek und sein ungewollter Begleiter, der Esel, begeben sich zum Verantwortlichen allen Übels Lord Farquaard und verlangen von ihm, dass er die Fabelwesen wieder von Shreks Grundstück entfernt. Dieser will nur einwilligen wenn Shrek ihm einen Gefallen tut: Damit er König werden kann, muss Lord Farquaard eine Prinzessin heiraten. Er hat sich für die hübsche Prinzessin Fiona entschieden. Der Haken dabei ist nur dass diese momentan in einem Turm eingesperrt ist und von einem Drachen bewacht wird. Also müssen sich Shrek und Esel unfreiwillig in ein Abenteuer stürzen...

Shrek macht gleich von Anfang an klar, dass er ganz anders ist als andere Animationsfilme. Der rüpelhafte, zynische Oger will so gar nicht in das bekannte Heldenschema passen und so muss sich der Zuseher in einer ganz ungewohnten Märchenwelt zurechtfinden. Von der ersten Sekunde an setzt der Film auf eine fein pointierte Art und räumt mit allen gängigen Märchenklischees auf. Der rustikale Humor der dabei angeschlagen wird ist absolut einmalig und lässt Shrek sowohl eine gelunge Geschichte für die Kleinen, als auch eine richtig bissige Persiflage für die Großen werden.

Da wird ein kleines Lebkuchenmännchen gefoltert, der böse Wolf tritt auf und natürlich ist da noch der starrköpfige Shrek, dem alle rund um ihm egal zu sein scheinen und der nur seine Ruhe haben will. Mit seinem Partner Esel ergeben sich dann unzählige zum Brüllen komische Wortgefechte, die den Zuseher kaum zur Ruhe kommen lassen. Shrek feuert die Gags nur so raus und Wortwitz, Situationskomik und Persiflage wechseln sich ab ohne dass dem Film jemals die Luft ausgeht. Die Gagdichte ist erstaunlich hoch und sie flacht auch über den gesamten Verlauf des Films nie ab.

Natürlich kommen nie Zweifel auf wie der Film enden wird, aber das ist insofern vollkommen egal, da es auch als zusätzliche Parodie auf das Märchengenre verwendet wird. Die große Stärke von Shrek sind seine liebevoll ausgearbeiteten Charaktere und sein hoher Detailgrad, der bei jedem mal Ansehen neue versteckte Witze entdecken lässt. Unterstützt wird das Ambiente durch sehr gut passende Popsongs, die dem Film auch ihren Stempel aufdrücken. Zweifellos ein ganz großer Animationsfilm, der so gut wie alles richtig macht!

Fazit:
Shrek ist sicherlich einer der besten Animationsfilme. Vom Soundtrack über die Charaktere und das Flair stimmt einfach alles. Zusätzlich ist es ein Film der sowohl Erwachsene als auch Kinder begeistern wird. Die Kleinen erfreuen sich an den putzigen Figuren und der netten Märchengeschichte und die Begleiter haben einen Heidenspaß an der anderen Seite von Shrek: Das Märchengenre wird schamlos auf die Schippe genommen und der sympathische Oger bietet für alle etwas. Grandiose Unterhaltung!

Wertung:
9/10 Punkte






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