Putty Hill (2010)

OT: Putty Hill - 85 Minuten - Drama
Putty Hill (2010)
Kinostart: 30.09.2011
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Putty Hill

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Putty Hill erzählt die Geschichte eines Menschen den wir nie lebend zu Gesicht bekommen: Der Mittzwanziger Cory ist an einer Überdosis Heroin gestorben. In Folge sprechen alle die mit ihm in Berührung gekommen sind über ihre Erfahrungen mit Cory und erzählen aus ihrem eigenen Leben. Es ist der Vortag seiner Beerdigung in Baltimore und in den Randbezirken herrschen die üblichen Probleme einer Großstadt. Menschen am Rande der Existenz, konfrontiert mit Gewalt und Alltagssorgen. Über allem schwebt der Geist eines toten Drogensüchtigen, dem sein Leben entglitten ist...

 

Putty Hill ist der zweite Spielfilm von Matthew Porterfield nach seinem Debüt Hamilton, der im Zuge der Viennale 2007 präsentiert wurde. Genau wie sein Erstlingswerk Hamilton wird auch Putty Hill bei der Viennale gezeigt werden und genau wie Hamilton ist Putty Hill ein einschläferndes und emotionsloses Stück Independentkino, das sich so sehr in seinen eigenen Formexperimenten verliert und dabei völlig vergisst eine ergreifende Geschichte zu erzählen. Es ist die ganz besondere Stilistik von Porterfield, die es schwer macht auch nur irgendetwas für seinen Film zu empfinden.

 

Und das ist gerade deshalb enttäuschend, da es der Film förmlich darauf anlegt einen emotionalen Bezug herzustellen. Putty Hill rückt so nahe an die Figuren heran, dass es schwer fällt zu unterscheiden ob es sich um eine Doku oder einen Spielfilm handelt. Regisseur Porterfield greift aktiv in den Film ein in dem er die Darsteller interviewt und er überlässt diesen genügend Freiheiten sich ihren eigenen Text zu überlegen und innerhalb eines gewissen Rahmens zu improvisieren. So war es möglich eigene Erfahrungen (die Darsteller sind allesamt Laiendarsteller) mit in den Film zu bringen und ihn so noch authentischer zu machen.

 

Dieses Oszillieren zwischen Inszenierung und Anspruch auf die Realität stellt aber keine Bereicherung dar, sondern verstärkt nur die Unsicherheit des Films. Putty Film ist genau wie Hamilton eine mühselige Angelegenheit, ein Anti-Kino, das weder berührt, noch herausfordert, noch zu einem Diskurs einlädt. Stattdessen ist der Film nur ein wahrscheinlich gut gemeinter Versuch, der dermaßen inkonsistent wirkt, dass wohl nur der Regisseur und sein Team wirklich Freude daran haben. Im Vergleich zu Hamilton, bei dem so gut wie gar nichts zusammengepasst hat, ist aber zumindest eine kleine Steigerung erkennbar. Wie Kritikerpapst Roger Ebert allerdings auf seine Wertung von 4/4 Sternen kommt bleibt dennoch ein großes Rätsel.

 

Wertung:

2/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 3.5/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 2
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