![]() ![]() A Serbian Film (Srpski Film) OT: Srpski Film Regie: Srdan Spasojevic Drehbuch: Srdan Spasojevic, Aleksandar Radivojevic Filmstart: xx.xx.2010 | Laufzeit: | Thriller-Horror |
Ex-Pornostar Milos (Srdan Todorovic) hat seine schlüpfrige Karriere hinter sich gelassen und genießt nun das Leben mit seiner Frau und seinem Sohn. Doch das Ersparte geht zur Neige und seine ehemalige Kollegin Lejla (Katarina Zutic) vermittelt ihm einen neuen Job. Vukmir (Sergej Trifunovic) plant eine ganz neue, künstlerische, extreme Version eines Pornos zu drehen und bezahlt Milos eine Unsumme dafür mitzumachen. Da kann dieser natürlich nicht ablehnen. Doch die Dreharbeiten werden immer bizarrer und als Milos unter Drogen gesetzt wird und schließlich nach einem Blackout wieder aufwacht, ahnt er, dass in der Zwischenzeit nichts Gutes geschehen ist...
Der Film ist aber nur für abgehärtete Genrefans zu empfehlen. An Gorehounds wendet sich A Serbian Film jedoch nicht: Reine Splattereffekte sind nicht der Grund für die Härte des Films, sondern viel eher die unbarmherzigen und brutalen sexuellen Abgründe die sich auftun. Die explizite, kompromisslose und knüppelharte Herangehensweise mit der A Serbian Film inszeniert wurde, wird auch den hartgesottenen Genrefans zusetzen. Man kann es drehen wie man will, aber Spaß macht A Serbian Film sicher nicht und die Tabubrüche haben es wirklich in sich.
So besteht man darauf, dass A Serbian Film im Kern ein politisch motivierter Film ist, der die Vergangenheit des eigenen Landes thematisiert. Aber selbst wenn man sich Mühe gibt nach diesem Hintergrund zu suchen: Die Anspielungen sind lediglich höchst oberflächlich und praktisch nicht existent. Es scheint wirklich so, dass man nur einen Vorwand braucht um die Brutalität des Films zu rechtfertigen. In Wahrheit ist es aber ganz einfach: A Serbian Film ist ein kalkulierender Schockfilm, der durch Tabubrüche im Gespräch bleiben will. Die Hintergründe sind also nicht politischer Natur, sondern nur Marketingüberlegungen.
Fazit:
A Serbian Film ist, wenn man von der visuellen Härte ausgeht, ein wahrer Bastard von einem Film, der einige Tabus bricht. Der Film schafft es aber nicht (wie z.B. Martyrs) unter die Haut zu kriechen. Natürlich ist das Gezeigte widerwärtig und schwer zu ertragen, aber alles auf eher oberflächlicher Ebene. In die Psyche dringt der Film nicht vor. Hinzu kommt, dass sich die rein selbstzweckhafte Brutaltiät hinter einem Mantel an angeblichem politischen Anspruch versteckt. Die Vermischung aus sexueller Brutalität und visueller Härte ist aber durchaus sehr starker Tobak. Und das Ende hinterlässt auch einen sehr bitteren Nachgeschmack.
Wertung:
4/10 Punkte
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22.03.2011 - A Serbian Film - Zwei neue Poster online!

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