Wie man sein Leben kocht (2007)

OT: How to Cook your Life   -  100 Minuten -  Doku
Wie man sein Leben kocht (2007)
Kinostart: 31.08.2007
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Wie man sein Leben kocht

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Es ist momentan sehr im Trend, den Menschen ihr teilweise katastrophales Essverhalten vorzuhalten und sie mit Hilfe des Medium Film auf den richtigen Weg zu locken. Der große Erfolg der McDonalds-Doku Super Size Me hat sicher einiges dazu beigetragen, denn nur wegen der guten Absichten wird selten ein Film gedreht. Verständlich, denn ohne Geld läuft nun mal nichts. Die Essdokus haben allerdings nicht nur ihren Weg ins Kino gefunden, sondern flackern auch relativ häufig von den Fernsehbildschirmen der Nation. Diese mediale Aufmerksamkeit kann auf verschiedene Weise genutzt werden. Während sie von Filmen wie We Feed The World noch löblich verwendet wurde, wird sie in How to Cook your Life schamlos für einen Werbefilm des Zen-Buddhismus missbraucht.

How to Cook your Life heftet sich an die Fersen des Zen-Priesters und Meisterkochs Edward Espe Brown und zeigt ihn zunächst beim Abhalten eines Kurses in Österreich. Seine Predigten sind klar: Man muss von der Hektik abweichen und viel bewusster leben. So sind seine Kochkurse weniger wirkliche Anleitungen, wie man zum Meisterkoch wird, sondern eine Ansammlung von Weisheiten und Tipps, wie man der Globalisierung entfliehen kann und sein Leben mehr genießt. Vergesst die portionierten Produkte aus dem Supermarkt, sondern lernt das Leben und das Essen wieder richtig zu schätzen...

Um es kurz zu sagen: How to Cook your Life ist ein absoluter Randgruppenfilm, der für den überwiegenden Großteil der Menschheit wohl erdrückend langweilig ist. Angesprochen werden nur Menschen, die sich wirklich für die Lehren des Zen-Buddhismus interessieren, und radikale Globlaisierungsgegner, die wirklich alles lieben, was sich irgendwie gegen den Strom richtet. Denn von durchdachter Kritik ist in How to Cook your Life wenig zu finden. Man beobachtet den ganzen Film lang nur Edward Espe Brown und lauscht seinen Idealen.

Diese sind aber vom Prädikat "Weisheit" meilenweit entfernt. Zwar sind die ursprünglichen Intentionen durchaus löblich, und es ist richtig, dass man sein Leben bewusster leben sollte und seinen Speiseplan nicht nur an Fast Food orientieren soll, aber wie diese Botschaft hier präsentiert wird, ist schon fast kriminell. Nach fünf Minuten sind die Absichten des Films klar und dann werden nur noch simple Phrasen gedroschen, die den Film absolut nicht weiterbringen. "Wenn du den Reis wäscht, dann wasche den Reis", "Du bist was du isst", "Höre mit deinen Ohren, sehe mit deinen Augen und rieche mit deiner Nase". Solche Weisheiten kommen von Brown bis der letzte Zuseher entnervt gegangen ist, oder endlich eingeschlafen ist.

Zwei Punkte gibt es noch für die an sich richtige Botschaft, aber dennoch sei hier klar gesagt, dass dieser Film absolut nicht zu empfehlen ist. How to Cook your Life ist eine quälend langatmige Dokumentation, die dem Zuseher wirklich gar kein Stöckchen reicht, um sich daran festzuklammern. Zu empfehlen ist diese Doku wirklich nur für Interessierte, denn schmackhaft gemacht wird einem diese Religion auf solch dilettantische Weise sicher nicht. Es ist weniger ein Film über das Essen, sondern mehr eine simple Werbung für Browns Ansichten.

Fazit:
How to Cook your Life hat eine richtige Botschaft. Doch diese dringt bereits nach fünf Minuten zum Zuseher durch und dann dreht sich der Film nur noch im Kreis. Angesprochen wird nur eine wirklich winzige Zielgruppe und der Rest sollte diesen Film einfach meiden. Wer sich doch reinwagt, kann nicht sagen, dass er nicht gewarnt wurde.

Wertung:
2/10 Punkte






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