Der kleine Nick (2009)

OT: Le petit Nicolas - 91 Minuten - Komödie
Der kleine Nick (2009)
Kinostart: 17.09.2010
DVD-Start: 25.03.2011 - Blu-ray-Start: 25.03.2011
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Filmkritik zu Der kleine Nick

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Der kleine Nick ist eine, vor allem in Frankreich, überaus berühmte Comic-Reihe aus der Feder von René Coscinny und illustriert von Jean-Jacques Sempé. Die in unseren Breiten wesentlich bekanntere Comic-Reihe Coscinnys, nämlich Asterix, wurde ja bereits in mehreren Zeichentrick- und Spielfilmen adaptiert und nun hat es auch Der kleine Nick zu seiner Verfilmung gebracht. Die Comic-Adaption punktet dabei vor allem durch den Charme der durch den Blick aus den Augen eines Kindes entsteht und dem daraus resultierenden hohen Unterhaltungswert.

 

Der kleine Nick (Maxime Godart) ist mit seinem Leben rundum zufrieden. Er versteht sich prächtig mit seiner Clique in der Schule und hat es zuhause als Einzelkind auch gut. Doch als ihm ein Klassenkamerad davon erzählt wie schlimm es geworden ist, seit er einen kleinen Bruder bekommen hat und er kurz darauf nicht mehr zur Schule kommt, woraufhin seine Freunde vermuten, dass er im Wald ausgesetzt wurde, wird Nick skeptisch. Denn plötzlich streiten sich seine Eltern gar nicht mehr, weswegen er vermutet, dass auch er bald einen Bruder bekommt. Und er will doch nicht im Wald ausgesetzt werden…

 

Der kleine Nick schafft tatsächlich eine Gratwanderung die selten gelingt. Durch seine geschickte Mischung aus einfachen (aber sympathischen) Gags und spitzbübischer Lausbubenunterhaltung spricht der Film sowohl eine junge, als auch eine ältere Generation an. Der oft erwünschte „Film für die ganze Familie“ findet sich in Der kleine Nick also tatsächlich. Dies dürfte wohl auch ein Mitgrund für den durchschlagenden Erfolg sein, den der Film am französischen Box-Office erzielte. Denn Der kleine Nick bietet kurzweilige und sympathische Unterhaltung für ein breites Publikum.

 

Besonders gut gelungen ist, wie es der Film versteht das Publikum zu zwingen die Welt aus den Augen eines Kindes zu sehen. Eingeflüstert durch Schulkollegen und verstärkt durch Missverständnisse beginnt die Überzeugung in Nick zu keimen, dass seine Eltern ihn im Wald aussetzen wollen, weil sie ein „neues“ Kind bekommen. Regisseur Laurent Tirard versteht es geschickt mit den Situationen zu spielen, sodass sich etliche komödiantische Momente ergeben, die für einen hohen Unterhaltungswert und einen kurzweiligen Filmgenuss sorgen.

 

Vor allem natürlich, da der kleine Nick beginnt etwas gegen seine Situation (die natürlich gar nicht wirklich besteht) zu unternehmen und sich selbst immer tiefer ins Schlamassel reitet. Der angesetzte Wohnungsputz wird zum Chaos, in der Not soll ein Auftragsmörder helfen, der in Wirklichkeit ein Mechaniker ist und das angeordnete Geldbeschaffen um den angeblichen Mörder zu bezahlen wird zur großen Lausbubennummer inklusive Asterix-Referenz (wenn man schließlich einen Zaubertrank braut, der für Superkräfte sorgen soll). Durch die Bank werden aber all diese Storywirrungen höchst spaßig und kurzweilig inszeniert, sodass man sich gemütlich zurücklehnen kann um das Spektakel zu genießen.

 

Aber natürlich ist klar, dass der Film keinerlei Risiken eingeht und nicht allzu viele mutige Entscheidungen trifft. Auch die nostalgische Inszenierung wird nicht jedermann gefallen. Besonders dank den sympathischen Kinderdarstellern und den köstlichen Situationen sollten sich interessierte Filmfans aber nicht von einem Kinobesuch abbringen lassen. Wer auf massentaugliche Unterhaltung für die ganze Familie aus ist, der kann mit Der kleine Nick eigentlich nicht allzu viel falsch machen. Wer sich aber die ganz großen Lacher erhofft, der wird wohl genauso enttäuscht sein wie diejenigen die auf einen „aussergewöhnlichen“ Film aus sind.

 

Fazit:

Der kleine Nick ist ein charmanter und unterhaltsamer Film für den die überstrapazierte Aussage „für die ganze Familie“ tatsächlich Gültigkeit besitzt. Denn die Comic-Verfilmung nach Vorbild von Asterix-Mastermind René Coscinny macht viel Spaß und schafft es uns die Welt aus den Augen eines Kindes zu zeigen. Auf die ganz großen Lacher wartet man zwar vergebens und auch fühlt sich der Film reichlich konventionell an, jedoch ändert dies nichts daran, dass für ein Mainstreampublikum sympathische Unterhaltung geboten wird.

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
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