Verrückt nach Dir (Going the Distance) (2010)

OT: Going the Distance - xx Minuten - Romantik / Komödie
Verrückt nach Dir (Going the Distance) (2010)
Kinostart: 03.09.2010
DVD-Start: 21.01.2011 - Blu-ray-Start: 21.01.2011
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Filmkritik zu Verrückt nach Dir (Going the Distance)

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Hollywood hat schon immer mit Formeln, Konventionen und Variationen gearbeitet, das ist kein Geheimnis, aber kein Genre ist derart von seinen Konventionen eingeengt wie die romantische Komödie. Sieht man einmal von Ausnahmeerscheinungen wie (500) Days of Summer ab herrschen strenge Regeln die abgearbeitet werden müssen. Um einen gewissen Reiz auszuüben müssen die Filme also über spannende Charaktere verfügen, gute Gags servieren und versuchen das Bestmögliche aus der Ausgangslage herausholen. Verrückt nach Dir schafft es zumindest für ein Mainstreampublikum kurzweilige Unterhaltung zu bieten, auch wenn der Film ansonsten nur wenig zu bieten hat.

 

Garrett (Justin Long) ist ein frischer Single, der versucht mit seinen Freunden Box (Jason Sudeikis) und Dan (Charlie Day) um die Häuser zu ziehen, damit er seine Ex-Freundin vergisst. Beim Ausflug in eine Bar lernt er bei Bier und Smalltalk die sympathische Erin (Drew Barrymore) kennen und landet schließlich mit ihr im Bett. Beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass die Chemie zwischen den beiden wirklich stimmt. Das Problem ist nur: Erin wird in sechs Wochen aus New York abreisen und wieder in San Francisco studieren. Deshalb sucht sie natürlich keine Beziehung. Da sie aber in Garrett scheinbar einen Seelenverwandten gefunden hat, verlieben sie sich und werden dennoch ein Paar. Als Erin abreist starten sie eine Fernbeziehung...

 

Verrückt nach Dir macht zumindest auf grundlegender Ebene etwas richtig, weshalb es der Film auch schafft über die gesamte Laufzeit zumindest kurzweilig zu bleiben. Das Paar der Stunde Drew Barrymore und Justin Long entwickelt eine gute Chemie miteinander und als Zuseher kann man getrost mit ihnen mitfühlen. Auch die Ausgangslage wirkt nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern entwickelt eine glaubhafte Richtung und die Probleme des Paars wirken weniger auf dem Reißbrett entworfen, sondern erscheinen tatsächlich plausibel (was ja gerade in diesem Genre eine Seltenheit ist).

 

Auch die so wichtigen Sidekicks des männlichen Hauptdarstellers, die allesamt dem Vorbild des Apatow-Nerds entsprechen, funktionieren im Film. Natürlich wird genretypisch nicht auf ihre Wünsche und Probleme eingegangen, aber zumindest als Gaglieferanten leisten sie solide Arbeit. Auf die großen Lacher und starken Gefühle muss man zwar in Verrückt nach Dir verzichten, aber wer nur auf kurzweilige Zerstreuung aus ist und dem Genre zugeneigt ist, der kann dem Film durchaus eine Chance geben. Verrückt nach Dir setzt zwar über weite Strecken vor allem auf Routine, aber zumindest das macht der Film ordentlich.

 

Doch natürlich sind die groben Schwächen des Genres allgegenwärtig, vor allem da Verrückt nach Dir gar nicht erst versucht sie zu kaschieren und kreativ mit den Regeln umzugehen. Boy meets girl – Boy loses girl – Boy gets girl ist das Motto der Stunde und Verrückt nach Dir macht es sich allzu leicht dieses Schema zu erfüllen. Auch nutzt sich das Konzept nach einiger Zeit ab und die Wartezeiten zwischen den Lachern werden auch immer länger. Für Fans dieser Filmgattung kann sich ein Kinobesuch dennoch lohnen und alle anderen werden sowieso wissen, dass sie den Film zu meiden haben.

 

Fazit:

Verrückt nach Dir ist klassische Rom-Com Unterhaltung in Reinkultur. Man versucht es erst gar nicht mit den Regeln zu spielen oder etwas Neues zu bieten. Die traditionellen Mechanismen werden bedient und Verrückt nach Dir sollte für Fans des Genres solide Unterhaltung bieten. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist gut, die Sidekicks liefern einige gute Gags und die Story wirkt durchaus glaubhaft. Wer mit dem Genre allerdings nichts anfangen kann, der braucht auch Verrückt nach Dich nicht sehen, aber das sollte ohnehin klar sein.

 

Wertung:

6/10 Punkte

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