La terre de la folie (2009)

OT: La terre de la folie - 90 Minuten - Dokumentation
La terre de la folie (2009)
Drehbuch:
Kinostart: 03.09.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu La terre de la folie

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Was ist bloß im Süden der französischen Alpen los? Schier grundlos sind in der Vergangenheit Menschen dort ausgerastet und zu Mördern geworden. Da wird von einem Bauernjungen erzählt, der sieben Menschen mit einer Heugabel erledigt hat, von einem Mann, der gerade dabei war, ein Blutbad anzurichten und rechtzeitig gestoppt werden konnte, und – natürlich – von einem schizophrenen Metzger, der seine Tochter zerteilte und in der Gegend verstreute.

 

Regisseur Luc Moullet kommt selbst aus dieser Gegend und auch in seiner Familie gab es bereits einen ähnlich gelagerten Fall, als vor vielen Jahren ein entfernter Verwandter seine Frau, den Bürgermeister und einen Förster mit einer Axt ermordete. Grund genug für Moullet, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen und zu fragen: Kann man von einem Fünfeck des „Wahnsinns“ in dieser Gegend sprechen, in der Menschen scheinbar grundlos aufeinander losgehen?

 

Mit einem Augenzwinkern nähert sich Moullet seinem Thema an – was nicht weiter verwunderlich ist – angesichts seiner letzten Arbeit, dem grandiosen „Le prestige de la mort“ (2006): Dort inszeniert der „vergessene“ Künstler der nouvelle vague seinen eigenen Tod, um wenigstens posthum noch zu verdienter Ehre zu kommen – doch der Tod Jean-Luc Godards kommt ihm in die Quere und raubt ihm alle Schlagzeilen... Nun ist Moullet wieder „lebendig“ und er trifft auf seiner Reise durchs französische Voralpengebiet auf allerlei redselige Gestalten, die bereitwillig Geschichten von Mördern und Verrückten erzählen.

 

„La terre de la follie“ zeichnen besonders drei Dinge aus: Neben den Schilderungen von Wahnsinn sind es vor allem die Selbstinszenierung Moullets, der sich als schrulliger Kauz mit allerlei Macken gibt, sowie die filmische Aufbereitung des Ganzen, die kleine witzige visuelle Details einbaut und so zusätzlich zum Filmgenuss beiträgt. Wer sich gerne auf solch humorvoll-makabre Filmexperiment einlässt (unbedingt bis zum Schluss drin bleiben!), der sollte sich auch „La terre de la follie“ nicht entgehen lassen.

 

Wertung:

7/10 Punkte

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