Salt (2010)

OT: Salt - 100 Minuten - Action / Thriller
Salt (2010)
Kinostart: 20.08.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 27.11.2012
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Filmkritik zu Salt

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Wer noch einen weiteren sinnlosen, vorhersehbaren und daher langweiligen Actionfilm sehen mag, der hebe bitte die Hand und begebe sich in das neue Angelina Jolie Schwachsinns Vehikel Salt. Schon lange gab es keinen derart unnötigen Actionfilm mehr. Bei jeder Szene fragt man sich eigentlich, wie es überhaupt dazu kam, dass so etwas produziert wurde. Aber wie durch ein Wunder wurde die Welt des Kinos doch mit diesem überaus notwendigen Werk bereichert. Gleich nach der sogar halbwegs gelungenen, wenngleich sehr klischeehaften Exposition geht es mit dem Film rapide den Bach runter. Denn dadurch, dass den Handlungen der Hauptfigur jeglicher sinnstiftender Hintergrund fehlt, wird einem nie so ganz klar, warum einem jetzt schon wieder mit einer total an den Haaren herbei gezogenen Actionszene der Sehnerv beleidigt wird.

 

Aber alles zu seiner Zeit. In einem Actionfilm kann der Zuschauer ja doch einiges verkraften. Es muss nicht immer alles logisch oder jede Actioneinlage realistisch sein, so hohe Ansprüche hegt man an dieses Genre gar nicht und braucht man auch nicht. Es geht in erster Linie um Spaß und Unterhaltung und darum für die Dauer des Films unter Spannung zu stehen. Doch diese Spannung kann sich nur schwer einstellen, wenn man die meiste Zeit des Films damit beschäftigt ist sich Fragen zu stellen, mit denen man sich eigentlich nicht auseinandersetzen müsste. Den Großteil von Salt kann man einfach deshalb nicht genießen, weil die Handlungen der Hauptfigur keinen Sinn ergeben, aber die Geschichte dennoch so vorhersehbar bleibt, dass nie auch nur der Hauch von Spannung aufkommen kann. Die Filmemacher hinter diesem Machwerk versuchen dem dann entgegen zu wirken, indem sie die Motivation der Hauptfigur am laufenden Band ändern. Doch das kaschiert das eigentliche Problem nicht. Der Film bleibt von Anfang bis Ende derart vorhersehbar, dass man seine Zeit wohl besser wo anders verbringt, nur nicht in Salt.

 

Auch wenn man besser einen großen Bogen um den Film macht, für all diejenigen, die es dennoch wagen sich in Salt zu setzen, sei hier kurz die Handlung umrissen. Evelyn Salt (Angelina Jolie) arbeitet als Agentin beim CIA. Eines Tages wird sie bezichtigt eine russische Agentin zu sein. Was sie zuerst nicht zu sein scheint, dann aber doch, dann wieder nicht und dann vielleicht doch. So nimmt die Verwirrung ihren Lauf. Und der Zuschauer darf über die nächsten 100 Minuten eine Flut an Actionszenen über sich ergehen lassen, die eigentlich gar nicht in dem Film sein dürften. Nicht weil sie unrealistisch sind (was sie aber sind), das wäre gar nicht so sehr das Problem. Sondern weil die Figur so nicht handeln würde, wie es im Film dargestellt wird. Und weil die Grundidee des ganzen Films auf einem gigantischen Logikfehler beruht, der alle nachfolgenden Szenen vollkommen sinnlos macht.

 

Dass Salt so weit davon entfernt ist ein Meisterwerk zu sein wie Uwe Boll von einem Oscar, dürfte mittlerweile klar sein. Dass er aber auch so weit weg vom Mittelmaß ist wie ein gelungener M. Night Shyamalan Film tut dann schon etwas mehr weh. Man könnte doch immerhin erwarten zumindest einen halbwegs gelungenen Actionfilm zu Gesicht zu bekommen. Viel mehr kann man von diesem bereits stark angeschlagenen Genre leider ohnehin kaum noch erwarten. Im Endeffekt fällt es jedenfalls schwer zumindest einen positiven Aspekt in Salt ausfindig zu machen. Selbst nach langem Suchen kommt nicht viel dabei heraus. Der einzige positive Punkt (sehr großzügig ausgelegt) gehört wohl Liev Schreiber, der zumindest für eine Überraschung gut ist. Das war’s dann auch schon.

 

Salt bietet weder Unterhaltung noch Spannung. Gerade die zwei wichtigsten Komponenten eines Actionfilms fehlen hier gänzlich. Stattdessen sind die Actionszenen so lahm (und unfreiwillig komisch) wie schon lange nicht mehr. Die Geschichte ist vorhersehbar und die Figuren so eindimensional wie Angelina Jolie dürr ist, aber man kann von einer Frau, die gerade mal 40kg als nasser wiegt nicht erwarten, dass sie eine dreidimensionale Figur darstellen kann. Wenn man nach einem schnellen, actionreichen Film sucht, der einfache, kurzweilige Unterhaltung bietet, dann sucht man besser weiter, denn selbst mit enorm niedrigen Ansprüchen an das Actionfilmgenre kann man von Salt am Ende nur mehr enttäuscht sein. Und diejenigen, die tatsächliche Actionfans sind werden dieses Leinwandspektakel nur als Beleidigung empfinden.

 

Fazit:

Salt ist ein Paradebeispiel für einen komplett unnötigen Film, den die Welt nicht braucht. Um nicht noch mehr Zeit damit zu verbringen sei nur so viel gesagt: Nicht anschauen, es lohnt die Zeit nicht. 100 Minuten Zeitverschwendung in Reinform, das Leben ist zu kurz um es mit einem Film wie Salt unnötig zu verkürzen.

 

Wertung:

1/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 4.9/10 | Kritiken: 4 | Wertungen: 46
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