Duell der Magier (The Sorcerers Apprentice) (2010)

OT: The Sorcerer's Apprentice - 111 Minuten - Action / Abenteuer / Fantasy
Duell der Magier (The Sorcerers Apprentice) (2010)
Kinostart: 02.09.2010
DVD-Start: 13.01.2011 - Blu-ray-Start: 13.01.2011
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Filmkritik zu Duell der Magier (The Sorcerers Apprentice)

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Dass es das noch geben kann: Da hat sich in den USA doch tatsächlich der qualitativ hervorragende, aber etwas Verstand erfordernde, Inception gegen den inhaltlich armen Jerry Bruckheimer Blockbuster Duell der Magier durchgesetzt. Es wäre schön wenn sich dieser Trend fortsetzen würde, die kleine finanzielle Enttäuschung kommt im Fall von Duell der Magier nämlich völlig zu Recht: Der Film irrt ohne wirkliche Ideen durch eine abgesdroschene Geschichte und versucht sich lediglich mit seichten Gags von der Stange über Wasser zu halten. Da ist es auch kein Wunder, dass sich selbst die Darsteller zu Tode fadisieren.

 

Balthazar Blake (Nicolas Cage) ist ein meisterhafter Zauberer, der seit Jahrhunderten über eine geheimnisvolle Matroschka wacht. Im New York der Gegenwart betreibt er einen Antiquitätenladen, der ihm als Tarnung dient. Doch die Welt gerät in Unruhe, als der Physikstudent und liebenswerte Looser Dave Stutler (Jay Baruchel) auftaucht und Blakes Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina) aus der Matroschka befreit. Dieser will nun die böse Hexe Morgana (Monica Belucci) befreien. Um dies zu verhindern heuert Balthazar Blake Dave als seinen Assistenten an und bringt ihm bei zu zaubern. Doch Dave hat mehr Augen für die hübsche Becky (Teresa Palmer)….

 

Es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass der (ehemalige?) A-Star Nicolas Cage massive Geldprobleme hat und deshalb scheinbar wahllos jeden Job annimmt, der Geld in die Kassen spült. Dass Cage dabei ein Talent hat die dubiosesten Frisuren anzuziehen, ist ein eigenes Kapitel, das aber auch in Duell der Magier wieder in Erinnerung gerufen wird. Jay Baruchel hingegen ist spätestens seit Zu scharf, um wahr zu sein auf dem Weg nach oben, aber das ändert nichts daran, dass er in Duell der Magier gemeinsam mit Nicolas Cage, Alfred Molina und Monica Bellucci (die ja allesamt nicht gerade Ausschussware sind) gnadenlos untergeht.

 

Inszeniert wurde das Spektakel übrigens von Jon Turteltaub, der für Jerry Bruckheimer schon Das Vermächtnis der Tempelritter und Das Vermächtnis des Geheimen Buches drehte. Und es hat schon etwas von einer kartenlosen Schatzsuche das er hier abzieht. Denn einmal davon abgesehen, dass das Drehbuch nur bekannte Versatzstücke variiert und dazwischen einige debile Gags einfließen lässt erweist sich auch Regisseur Turteltaub nicht gerade als Visionär. Die Effekte sind zwar gut gemacht, aber auch irgendwie langweilig. Kein Wunder, dass Christopher Nolans, nur um 10 Millionen teurerer, aber visuell weitaus kreativerer Inception in der Publikumsgunst vorne liegt.

 

Das Einzige was dem Film gut tut ist, dass er sich selbst nicht wirklich ernst nimmt. Das Geschehen wird immer wieder ironisch gebrochen und von aberwitzigen Actionszenen über die trockenen Sprüche bis hin zu den debilen Aktionen des Sidekicks Dave, ist stets klar, dass Duell der Magier ein lediglich humoristisch angelegter Versuch ist für kurzweilige Unterhaltung zu sorgen. Und bei allen Schwächen die sich hier auf tun, zumindest eines kann man Duell der Magier nicht absprechen: Langweilig wird es nie und die Zeit vergeht wie im Flug. Ob dies jetzt an der knappen Story liegt, ist aber wieder eine andere Frage.

 

Denn bei aller Kurzweiligkeit muss man auch sagen, dass der Unterhaltungswert nicht besonders hoch ist. Die Story lässt Überraschungen, Emotionen und Kreativität schmerzlich vermissen, die Darsteller bewegen sich am Rand der Karikatur und die Actionszenen sind nicht sonderlich dynamisch oder mitreissend. Nicolas Cage stolpert unterfordert durch den Film, Jay Baruchel nervt teilweise gewaltig und Alfred Molina und Monica Bellucci kämpfen gegen eindimensionale Rollen. Lediglich das rasante Tempo des Films bleibt als Pluspunkt, aber selbst die Fans des Kinos alá Jerry Bruckheimer werden sich wohl bessere Alternativen finden.

 

Fazit:

Duell der Magier zeigt (besonders in Kontrast zum in den USA zeitgleich gestarteten, aber weitaus besseren Inception) was im Blockbusterkino falsch läuft. Gute Ideen sind eine Mangelware, sodass Duell der Magier auch zum müden Retortenkino wird. Die Actionszene sind weder kreativ noch fesselnd, die Effekte sind genauso makel- wie einfallslos und der debile Humor beginnt bald schon zu nerven. Selbst die Darsteller scheinen sich gelangweilt zu haben, so müde wie sie sich durch die Szenen kämpfen. Das Einzige was man Duell der Magier zugutehalten muss ist, dass das Tempo ziemlich hoch ist und keine Langeweile aufkommt. Aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass Jerry Bruckheimer schon weitaus bessere Zeiten gesehen hat.

 

Wertung:

4/10 Punkte

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Ø Wertung: 5.4/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 18
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Liste von Missdavies
Erstellt: 18.10.2015