Pandoras Box (2008)

OT: Pandora 'nin kutusu - 112 Minuten - Drama
Pandoras Box (2008)
Kinostart: 13.08.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Pandoras Box

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Das plötztliche Verschwinden der Mutter (Tsilla Chelton) führt zu einer unerwarteten Wiedervereinigung ihrer verteilten Familie. Denn während die Mutter immer noch in ihrem ländlichen Dorf lebte, sind ihre Kinder Nesrin (Derya Alabora), Güzin (Övül Avkiran) und Mehmet (Osman Sonant) nach Istanbul gegangen, wo sie mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Doch nun kehren sie aufs Land zurück um nach der Mutter zu suchen. Die Suche stellt sich als nicht allzu schwierig heraus, doch man diagnostiziert Alzheimer an der alten Frau, sodass sie in Zukunft nicht mehr alleine leben kann, sondern zu ihren Kindern in die Stadt muss. Ein Umstand der niemandem so richtig recht sein kann…

 

Pandora’s Box ist ein äußerst mühseliger Versuch sich des Themas der entfremdeten Familie anzunehmen. Der Film erzählt von einer gespaltenen Türkei im Diskurs zwischen alten Werten und der Moderne und versucht ein berührendes Bild einer Familie zu zeichnen, die sich eigentlich lieber aus dem Weg gehen würde, aber durch das Schicksal unfreiwillig vereint wird. Klingt gar nicht schlecht, aber an der Umsetzung hapert es leider spürbar. Regisseurin Yesim Ustaoglu liegt viel daran die Gegensätze ihres Landes einzufangen, aber sie verliert sich in lange Einstellungen und einer stillstehenden Dramaturgie.

 

Dabei wäre das Thema durchaus aktuell: Wie gehen wir in unserer hektischen Gesellschaft mit den älteren um, bzw. wie passen familiäre Verantwortung und die Ruhelosigkeit des Großstadtlebens noch zusammen? Pandora’s Box spinnt diese Dualität weiter aus auf das Stadt/Land Gefälle und unterschiedliche Mentalitäten zwischen Tradition und Moderne. Doch es entsteht keine kreative Reibfläche, die Versuche der Regisseurin aus diesem Thema einen bewegenden Film zu machen scheitern großflächig. Denn Pandora’s Box erstarrt in einer rostigen Stilistik und einer wenig bewegenden Inszenierung.

 

So dauert es nicht lange bis Pandora’s Box, der scheinbar krampfhaft versucht an einer konzeptlosen und langweiligen Arthouse-Stilistik festzuhalten, gewaltig an den Nerven zehrt. Aus der Tristesse und der Leere auf der Leinwand entsteht leider keine Kraft, wie es die besseren Vertreter der Kunstfilmszene vormachen, sondern großteils leider nur ein emotionsloser und toter Raum, der sich viel Mühe gibt möglichst spröde zu bleiben. Nur leider entfremden sich Thema und Stil so zunehmend und die emotionale Kraft des Films erstarrt ohne je wirklich in Bewegung gekommen zu sein.

 

Wertung:

3/10 Punkte

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