New York Memories (2010)

OT: New York Memories - 89 Minuten - Dokumentation
New York Memories (2010)
Kinostart: 10.09.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu New York Memories

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New York ist eine der faszinierendsten Städte der Welt. Mehr als acht Millionen Einwohner zählt der kulturelle Hexenkessel und man wird sich schwer tun eine Stadt zu nennen, in der mehr ethnische und soziale Schichten mit unterschiedlicheren Vorlieben aneinanderprallen. Hier hat der deutsche Regisseur Rosa von Praunheim einst seinen größten Erfolg, Überleben in New York, gedreht und auch die Zeit seines Lebens verbracht. Im Jahr 2009 wirft der Regisseur einen sentimentalen Rückblick auf eine Stadt im Wandel der Zeit.

 

20 Jahre nach Überleben in New York, nachdem der ehemalige Bürgermeister Rudolph Giuliani die Überreste des alten New Yorks beseitig hat, stattet Rosa von Praunheim der Stadt wieder einen Besuch ab. Doch die Stadt, die ihm eins geholfen hat seine homosexuelle Identität auszuleben, ist nicht wieder zu erkennen. Wo einst diverse Nachtclubs und Hochburgen des Andersseins blühten, ist längst Normalität eingekehrt. Also begibt sich von Praunheim auf die Suche nach der verlorenen Identität der Stadt. Dazu besucht er alte Freunde, die New York im Wandel der Zeit erlebt haben und erlaubt uns einen sentimentalen Rückblick auf die Stadt die niemals schläft…

 

New York Memories ist eine gelungene Dokumentation geworden. Rosa von Praunheim schlägt sentimentale Töne an und taucht dabei tief in die Mentalität der schwulen Gemeinschaft ein, bzw. analysiert wie sich die Schwulenbewegung im Laufe der Zeit geändert hat. Dazu dienen auch die zahlreichen alten Bekanntschaften (auch aus seinem Film Überleben in New York), die beschreiben wie sich ihre Beziehungen und ihr Leben im Laufe der Zeit gewandelt haben. Wie es bei solchen Rückblicken auf das eigene Leben nun mal ist, wird man dabei auch schon einmal wehmütig, was sich auch genauso auf die Stimmung des Films nierderschlägt.

 

New York Memories erzählt von den Anfangsschwierigkeiten in dieser Stadt Fuß zu fassen, die generellen Tücken des alltäglichen Überlebens, bei hohen Verbrechensraten und horrenden Mieten und dazwischen auch immer wieder von Toleranz und Selbstfindung. Der Film ist dabei auch ein Überblick über die sexuelle Landschaft der Stadt. Vor allem aber ist New York Memories eine Wanderung durch die Geschichte von New York, bzw. wie diese von verschiedenen Menschen wahrgenommen wurde. Für das Publikum ergibt sich somit die seltene Gelegenheit einen sentimentalen Streifzug durch eine Weltstadt im Wandel der Zeit zu wagen. Sehenswert.

 

Wertung:

7/10 Punkte

Filmering.at
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