Kiss & Kill (Killers) (2010)

OT: Killers - 93 Minuten - Action / Romantik / Komödie
Kiss & Kill (Killers) (2010)
Kinostart: 05.08.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Kiss & Kill (Killers)

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Die romantische Komödie mit Actionaspekten ist ja gerade in diesem Jahr wieder ziemlich angesagt in Hollywood. Kiss & Kill ist, ähnliche wie Der Kautions-Cop, allerdings ein eher mühsamer Versuch das Publikum mit allzu einfachen Zutaten anzulocken: Zwei bekannte Gesichter werden verpflichtet und erleben gemeinsam ein großes Abenteuer, natürlich angereichert mit etwas Knistern auf romantischer Ebene. Alleine das Prinzip dürfte kaum jemandem hinterm Ofen hervorholen, wenn es aber auch noch so lustlos wie in Kiss & Kill inszeniert ist, dann wird es für alle Beteiligten kritisch.

 

Jen Kornfeldt (Katherine Heigl) hat wieder einmal eine gescheiterte Liebe hinter sich und fährt zur Entspannung mit ihren Eltern (Tom Selleck und Catherine O’Hara) auf Urlaub. Eigentlich will sich Jen ja von Männern fernhalten, doch als sie dem durchtrainierten Spencer Aimes (Ashton Kutcher) über den Weg läuft, sind die guten Vorsätze auch schon wieder über Bord geworfen. Doch Spencer hält ein kleines Geheimnis verborgen: Er ist ein Auftragskiller und Spion. Dank der Liebe zu Jen hängt er den Beruf jedoch an den Nagel und Jahre später nach diesem Urlaub sind die beiden auch schon verheiratet und leben den amerikanischen Traum. Bis Spencer schließlich die Vergangenheit einholt…

 

Es sind viele Punkte die es hier zu bemängeln gibt, aber zuvor seien noch die wenigen positiven Aspekte erwähnt: Ashton Kutcher bringt zumindest Sympathiewerte mit und im Großen und Ganzen ist Kiss & Kill auch kurzweilig. Das Problem ist nur, dass der Film von vorne bis hinten falsche Entscheidungen am Fließband trifft, die in Summe zu einem kleinen Debakel führen. Die Probleme beginnen bereits bei der fragwürdigen Ausgangslage des Films: Ashton Kutcher kann leider in seiner Rolle nur auf romantischer Ebene überzeugen (wie man es von ihm gewohnt ist), den Profikiller nimmt man ihm aber nicht so ganz ab.

 

Aber eigentlich ist die gesamte Charakterzeichnung eine gigantische Enttäuschung. Ashton Kutcher gibt den domestizierten Geheimagent, der seine Ehefrau über alles liebt und gleichzeitig problemlos mit jedem Gegner fertig wird, während Katherine Heigl zum wandelnden Debakel verkommt. Ihre Rolle ist zum Gähnen langweilig, nervig und erstickt nur so in kleinen Neurosen und störendem Kontrollwahn. Das führt auch dazu, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern überhaupt nicht passt, da Kutcher zwar sein Routineprogramm abspielt, die Rolle von Katherine Heigl jedoch schlicht nervtötend ist.

 

Zu Beginn kann man dies noch irgendwie akzeptieren und der Film kann durch seine Kulisse zumindest etwas beschwichtigen, aber wenn das Pärchen schließlich von der Vergangenheit eingeholt wird, zerfällt die Story leider in ihre Einzelteile. Je weiter der Film fortschreitet, desto debiler gibt sich die Geschichte. Dabei ist es nicht nur schnell mit der Glaubwürdigkeit dahin, wenn sich etwa langjährige Nachbarn der Beiden plötzlich als talentierte Killer herausstellen, sondern auch mit dem Unterhaltungslevel. Denn Kiss & Kill schafft es schlicht nie die Mischung auch nur ansatzweise hinzubekommen, sodass die Qualität immer weiter sinkt.

 

Die Action gibt sich überzogen und wenig gelungen inszeniert und der Humor lässt jede Finesse vermissen. Man nützt eigentlich keine Gelegenheit um wohltuende Ironie in den dämlichen Plot zu bringen, oder auch nur etwas zu überraschen. Genau wie man es erwarten würde dümpelt der Film langweilig zu Ende, schließt mit einer furchtbar einfallslosen Auflösung und schafft es nicht auch nur einen Gag richtig zünden zu lassen. Wenig überzeugend sind auch Tom Selleck und Catherine O’Hara, die mit schwachen Rollen zu kämpfen haben. Summa Summarum ist Kiss & Kill eine romantische Action-Komödie, die weder romantisch ist, noch spannend und auch nicht lustig. Kurz gesagt: Ein Film den man sich sparen kann.

 

Fazit:

Nicht einmal hartgesottene Ashton Kutcher Fans werden hier ihre Freude haben. Zwar gibt sich der Star zumindest sympathisch, aber die Rolle als Spion passt leider nicht besonders gut zu ihm. Catherine Heigl kämpft mit einer nervigen und unsympathischen Rolle und insgesamt gesehen ist Kiss & Kill leider ein Film der weder durch Spannung, noch durch Humor überzeugen kann. Zwar ist der Film über die ganze Laufzeit kurzweilig, aber das ändert nichts daran, dass die Mischung nicht passt und die Story schlicht haarsträubend dämlich ist. Den Film kann man sich also sparen.

 

Wertung:

3/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 4.3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 15
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