Knight and Day (2010)

 

KnightandDay-Poster04SechsKnight and Day
OT: Knight and Day


Regie: James Mangold

Drehbuch: Patrick O'Neil

Darsteller: Tom Cruise, Cameron Diaz, Peter Sarsgaard, Viola Davis, Paul Dano

Filmstart: 22.07.2010 | Laufzeit: 109 Minuten | Action-Komödie

KnightandDay-Scene03Tom Cruise versucht nun schon seit einiger Zeit vergeblich an seine goldene Zeiten anzuknüpfen. Einst war er der Held der Massen (Top Gun, Mission:Impossible), ein gefragter Charakterdarsteller (Magnolia, Geboren am 4. Juli) und natürlich ein gigantischer Player im Filmgeschäft. Doch seit seinem PR-Desaster rund um seine fragwürdigen Auftritte im Umfeld seiner damals frischen Beziehung zu Katie Holmes und die noch viel fragwürdigere Scientology-Publicity ist der Strahlemann nur mehr ein Schatten seiner selbst. Sein schauspielerisches Talent war freilich nie das Problem, denn dass Tom Cruise ein charismatischer und talentierter Mime ist, beweist er auch in Knight and Day eindrucksvoll. Der Film selbst fällt aber nach einer starken ersten Hälfte leider spürbar ab.

 

June Havens (Cameron Diaz) wollte eigentlich nur mit dem Flugzeug zur Hochzeit ihrer Schwester reisen. Doch es kommt alles anders als geplant: Nur durch Glück schafft sie es an Bord der Maschine, jedoch erweist sich dies als fatal für ihre nahe Zukunft. Denn mit dabei ist der scheinbar unbesiegbare Agent Roy Miller (Tom Cruise) der in geheimer Mission unterwegs ist und einige Feinde während des Fluges ausschaltet. Darunter leider auch die Piloten, sodass Roy die Maschine selbst landen muss. Doch damit geht der Ärger erst los: June ist ausser Roy die einzige Überlebende aus der beinahe leeren Maschine, und bald schon meldet sich das FBI bei ihr und will Antworten. Doch Roy scheint alles im Griff zu haben…

 

KnightandDay-Scene08Regisseur James Mangold hat sich als Garant für unterhaltsames Mainstreamkino erwiesen. Neben Filmen wie Durchgeknallt, Identität und Kate & Leopold stechen vor allem die qualitativ sehr hochwertigen Filme Cop Land, Walk the Line und Todeszug nach Yuma sehr positiv aus seinem Oeuvre hervor. Auch bei seinem neuesten Werk beweist er über weite Strecken, dass er ein sehr stilsicherer Handwerker ist und den Stoff völlig unter Kontrolle hat. Die Schwächen von Knight and Day sind eher konzeptueller Natur, da der Film ab der Hälfte leider seine Tonart etwas ändert, was insofern schade ist, da der Film zu Beginn noch fabelhaft funktioniert hat.

 

Man muss es einfach zugeben: Der Beginn des Films ist schlicht und einfach köstlich. Tom Cruise brilliert als gnadenlos selbstironischer Star, der unter anderem seine Unzerstörbarkeit aus den Mission:Impossible Filmen gewaltig aufs Korn nimmt. Als Agent der in wirklich jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt, während Schießereien entspannt an der Windschutzscheibe eines rasenden Wagens klebt und dabei noch coole Sprüche loslässt, und dabei auch noch mit liebevoller Führsorge seine neue Gefährtin versorgt ist Cruise eine Offenbahrung. Knight and Day legt vom Anfang an ein irrwitziges Tempo an den Tag und schafft es dabei großartig zu unterhalten.

 

KnightandDay-Scene05Die Actionszenen werden dermaßen over-the-top angelegt, dass es eine reine Freude ist zuzusehen und die Selbstironie lässt hier fast an den grandiosen (und von vielen unterbewerteten) Last Action Hero denken. Auch haben es zahlreiche herrlich komische Momente in den Film geschafft, die von den pointierten Dialogen bis hin zu doch recht kreativen Gags (Stichwort: Betäubung) gehen. Man kann sich eigentlich kaum beschweren: In der ersten Hälfte ist Knight and Day um längen unterhaltsamer, als man es vom Film erwartet hätte können. Auch das rasante springen von Schauplatz zu Schauplatz wird spaßig inszeniert, man sollte es aber tunlichst vermeiden auf die Toillette zu gehen, da man sonst ganze Kontinente überspringen könnte.

 

Ab der zweiten Hälfte, die mit einer kurzen Abwesenheit von Tom Cruise begonnen wird, wird aber einiges klar: Zum einen, dass Tom Cruise der absolute Stützpfeiler des Films ist und der Film ohne ihn verloren ist, da Cameron Diaz lediglich ein Platzhalter ist und kaum wirklich Präsenz zeigt und zum anderen, dass sich die Filmemacher leider dazu entschlossen haben die zweite Hälfte mit deutlich weniger Ironie auszustatten. Plötzlich sattelt man um auf eine durch und durch konventionelle Agentengeschichte ohne Charme und auf einmal soll man die Story plötzlich doch ernst nehmen, die zuvor noch bewusst als Karikatur etabliert wurde? So funktioniert das leider nicht.

 

KnightandDay-Scene02Dies bewirkt auch, dass Knight and Day anfänglich sehr sehenswert ist, später jedoch leider langweilig wird. Dabei hätte man zuvor noch so viel richtig gemacht. Vom klassischen "station-hopping" quer durch die schönsten Orte dieser Erde, bis hin zum McGuffin und natürlich die Ironie hat hier vieles eingeladen um sich einfach zurück zu  lehnen und die Show zu genießen. Umso bitterer ist, dass Knight and Day schlussendlich strauchelt und es nicht schafft das hohe Tempo und den hohen Unterhaltungswert ins Ziel zu bringen. Tom Cruise beweist hingegen wieder aufs Neue, dass er einer der letzten echten Hollywoodstars ist, bei denen es eigentlich völlig egal ist was man von ihrer sonstigen medialen Präsenz hält: Sobald er auf der Leinwand ist stimmt das Charisma und die Leistung. Und er ist es auch, der Knight and Day trotz der schwachen zweiten Hälfte sehenswert macht.

 

Fazit:

Knight and Day ist eine große Show für den sympathischen und gut aufgelegten Tom Cruise, der sich von seiner besten Seite zeigt. In der ersten Hälfte verzaubert der Film mit einer unerwartet unterhaltsamen Selbstironie und pointierten satirischen Elementen, die fast an das Genrehighlight Last Action Hero denken lassen. Knight and Day lässt schlicht die Sau raus, aber in der zweiten Hälfte geht dem Film leider die Luft aus, und aus der Spaßgranate wird schnell ein lauwarmer Agentenfilm. Insgesamt aber alleine wegen der großen Show von Tom Cruise sehenswert.

 

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6/10 Punkte

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User-Kritiken

Durchschnittliche Bewertung von: 4 Benutzern

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6.5   (4)
 

Ein sehr guter Film wie ich finde

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Also zu Anfang muss ich sagen das ich nicht gerade ein Tom Cruise fan bin, weil er so komisch ist, aber in diesem Film hat er echt aufgetrumpft sehr gut gespielt im Film gibt es auch sehr sehr viel Witz aber auch genug Action.

Dieser Film wurde sehr gut durchtacht und auch die Wendungen in diesem Film sind sehr gut durchdacht.
Ich saß im Kino und wurde von der Handlung gefesselt, der Film ist auch sehr spannend also man hat den ganzen Film durch recht viel Spass am gucken und das schaffen nicht gerade viele Filme.

Ich kann diesen Film jeden empfehlen der auf Action sowie auf Comedy stehen, es ist ein wundervolles zusammenspiel, schaut ihn euch an und überzeugt euch selbst.

mfg Chris

 

Diaz besser als Cruise

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Der Film hat mich etwas enttäuscht. Da der Trailer ja schon super lustig war, hab ich gedacht das der Film nur noch besser werden kann. Zu früh gefreut, Flache Dialoge, ab und zu mal ein paar Nette Gags, über die man nicht immer lachen kann. Das einzigste positive an den Film ist die Action und Cameron Diaz. Tom Cruise ist meiner meinung nach eine Enttäuschung. Der wie immer einen unbesiegbaren Agenten spielt. Genauso langweilig geschauspielert wie in Mission Impossible 3

 

Tom toll, Film naja

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Ein so richtig klassischer Fun-Action-Film mit einem Tom Cruise, der hier seine Sache auch wirklich toll macht.

Insgesamt aber sehr schwer zu beurteilen, da der Film - wie in allen Reaktionen, Kritiken und Kommentaren angesprochen - sein Pulver im Anfangsteil verschiesst und am Ende das bei einem derartigen Film so wichtige große Finale nicht mehr bieten kann.

 

Schade drum

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Der Kritik kann man vorbehaltlos zustimmen - So unterhaltsam und kurzweilig das erste Drittel bzw. fast die gesamte erste Hälfe des Film ist, so belanglos entpuppt sich der Rest. Was als einigermaßen rasantes Actionspektaktel mit einem sich selbst persiflierenden Cruise beginnt, mündet in das schon tausendfach ausgelutschte Unbesiegbarer-Agent-auf-der-Flucht-Motiv.

Von Formtief oder nicht mehr vorhandenen goldenen Zeiten bei Cruise kann man aber nicht sprechen: wenn man sich seinen Filmographie ansieht, so erkennt man, das er nicht nur mit beängstigender Konstanz seit 1986 in Kritiker-, Publikums- und Boxofficehits mitwirkt, sondern auch einige seiner größten (schauspielerischen) Erfolge erst nach 2000 hatte (Minority Report, Collateral, MI III, Valkyrie).

Bleibt abzuwarten, was Cruise machen wird, wenn er altersbedingt keine Actionrollen mehr annehmen kann, gerade in Knight and Day machen sich einige Falten und dergleichen im Gesicht des Strahlemannes bemerkbar (die aber immerhin in keinem Vergleich zur fast orange-farbigen Cameron Diaz stehen).

 
 
 
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