Eine unsterbliche Liebe (Eien no hito) (1961)

OT: Eien no hito - 103 Minuten - Drama
Eine unsterbliche Liebe (Eien no hito) (1961)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 15.02.2011
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Filmkritik zu Eine unsterbliche Liebe (Eien no hito)

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Nach Carmen kehrt heim und Carmens reine Liebe folgt mit Eine unsterbliche Liebe die nächste Veröffentlichung zu Regisseur Keisuke Kinoshita in der DVD-Reihe Japanische Meisterregisseure des österreichischen Labels Polyvideo. Nach den eher enttäuschenden letzten beiden Filmen ist die Reihe nun wieder auf Kurs. Eine unsterbliche Liebe war nicht nur der Ritterschlag im Westen für Keisuke Kinoshita und wurde für einen Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert, sondern ist auch tatsächlich ein großartiger Film, der es versteht große Gefühle zu übermitteln.

 

Japan, 1932: Heibei (Tatsuya Nakadai), der Sohn eines Großgrundbesitzers, kehrt verwundet aus dem Krieg heim. Er hat sich in Sadako (Hideko Takamine) verliebt, die Tochter eines der Pächter des Grundes seiner Familie. Als er erfährt, dass sie Takashi (Keiji Sada) über alles liebt und heiraten will, wendet er eine List an: Zunächst erzählt er ihr, dass Takashi an der Front gefallen ist, doch als sich diese Lüge als nutzlos erweist, vergewaltigt er sie. Auf Grund der Schande will sich Sadako ertränken, doch wird gerettet. Doch das tragische Ereignis soll sie noch länger verfolgen: Sie ist schwanger, ihr Vater vereinbart eine Hochzeit mit Heibei und von nun an müssen die beiden ihr Leben miteinander verbringen. Obwohl Sadako ihren Mann verachtet…

 

Eine unsterbliche Liebe ist ein filmisch angenehm zurückhaltender Film, der sich ganz auf die Kraft seiner Geschichte verlässt. Und diese wurde von Keisuke Kinoshita episch angelegt und soll über Jahrzehnte hinweg die Geschichte einer zerrüttelten Familie erzählen. Gefangen zwischen japanischen Traditionen, vorgetragen vor dem majestätischen Hintergrund eines brodelnden Vulkans und ausstaffiert mit lebendigen Figuren etabliert Eine unsterbliche Liebe eine faszinierende Atmosphäre, die das nötige Umfeld für die Kraft der Story bereitstellt.

 

Und aus dieser erwächst auch die große Wucht des Films. Heibei begeht getrieben von einer unerwiderten Liebe eine große Dummheit, die ihm sein restliches Leben verfolgen soll. Sadako ist gefangen zwischen dem unerbitterlichen Hass auf den eigenen Mann, der daraus resultierenden Gefühllosigkeit für die gemeinsamen Kinder und der immer noch ausgeprägten Liebe für ihren ehemaligen Verlobten Takashi. Es ist eine Situation ohne Gewinne die Keisuke Kinoshita meisterhaft etabliert und über großen Zeitrahmen ausbreitet.

 

Die einzige Schwäche seines Films ist, dass die vielen Zeitsprünge den Film etwas zerstückeln und der Fluss der Geschichte so etwas ins Stocken gerät. Stellenweise rückt man so etwas von der Nähe zu den Figuren ab. Aber dies sollte niemanden daran hindern den Film zu sehen. Inszenatorisch zwar relativ konventionell gehalten, sieht man von der musikalischen Untermalung in Form von Flamenco-Gitarren einmal ab, steuert Eine unsterbliche Liebe langsam, aber zielsicher auf einen Abgrund zu, der für die Figuren wohl eine Erlösung wäre, der aber nie kommen wird. Ein intensiver und sehr sehenswerter Film.

 

Wertung:

8/10 Punkte

 

DVD-Tipp:

Amazon.de

Im Shop von Polyvideo

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