Auf der anderen Seite des Bettes (2008)

OT: De l'autre cote du lit - 93 Minuten - Romantik / Komödie
Auf der anderen Seite des Bettes (2008)
Kinostart: 25.06.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Auf der anderen Seite des Bettes

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Anderes Land, selbes Dilemma: Denn Auf der anderen Seite des Bettes ist zwar eine französische Produktion, klammert sich jedoch fest an die Hollywoodformel einer romantischen Komödie. Zwar sind Schauplätze und Hauptdarsteller an das Land angepasst, doch ansonsten gibt es nur wenig Abwechslung zum Gewohnten. Die Grundidee wirkt völlig unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen, die Ausführung gibt sich großteils ohne Esprit und Überraschungen findet man leider auch keine. Alles in allem also eine uninspirierte romantische Komödie mit mäßigem Unterhaltungswert.

 

Ariane Marciac (Sophie Marceau) kümmert sich um die Kinder und den Haushalt, während ihr Mann Hugo (Dany Boon) Karriere macht und kaum wahrnimmt, dass auch die häuslichen Pflichten seiner Ehefrau fordernd sind. Die Lage schaukelt sich hoch, bis Ariane schließlich einen Geschlechtertausch vorschlägt. Von nun an kümmert sie sich ums Geld, während ihr Mann den Haushalt schmeißt. Also leitet sie den Maschinenverleih ihres Mannes, während Hugo Arianes Aufgaben meistern. Zu Beginn sind beide mit ihren neuen Aufgaben noch reichlich überfordert, doch bald schon fühlen sie sich in ihren neuen Rollen sehr wohl…

 

Auf der anderen Seite des Bettes versucht den klassischen Geschlechterrollen auf den Zahn zu fühlen und das humoristische Potential aus den Differenzen herauszukitzeln. Das Problem ist nur, dass Regisseurin Pascale Pouzadoux scheinbar überhaupt keine Ideen hatte, wie sie das Thema angehen könnte. Das Resultat ist somit auch höchst durchwachsen, reiht der Film doch nur ein langweiliges Klischee an das Nächste und schlägt dabei gewaltig über die Stränge, da man die Stereotypen hier mehr als auf die Spitze treibt.

 

Aber die Probleme des Films beginnen schon bei der Grundlegenden Idee: Mann und Frau sollen vollständig die Rollen tauschen. Also kann Frau Ariane völlig ohne Probleme Boss in der Firma ihres Mannes spielen. Gut, romantische Komödien zeichnen sich selten durch geerdete Situationen aus, aber hier hat man es sich eindeutig zu leicht gemacht. Denn der Grat zwischen einer überspitzten Grundsituation und schierer Faulheit sich eine bessere Idee zu überlegen ist ein schmaler. Bei Auf der anderen Seite des Bettes scheint einfach niemandem etwas besseres eingefallen zu sein.

 

Schade ist dies insofern, hätte die Besetzung doch durchaus Potential gehabt. Danny Boon ist dank Filmen wie Wilkommen bei den Sch’tis einer der aufstrebendsten Darsteller Frankreichs und Sophie Marceau ist mit ihrer bezaubernden Ausstrahlung ohnehin Everybody’s Darling. Auch die Chemie zwischen den beiden stimmt und tatsächlich ringen sie ihren, wirklich mau geschriebenen, Figuren etwas Ausstrahlung ab und können den Film zumindest etwas aufwerten. Wobei sie es natürlich sehr schwer haben gegen die zahlreichen Klischees anzuspielen.

 

Auch die Inszenierung gibt sich großteils recht bieder und kann keine Akzente setzen. Auf der anderen Seite des Bettes ist leider über weite Strecken eine sehr versteifte Produktion, die kaum frische Ideen mitbringt. Die Witze wirken altbacken und ausgelutscht, die Geschlechterklischees sind ohnehin ausgetreten und ansonsten gibt es eigentlich nur konventionelle Unterhaltung nach dem Standardschema einer romantischen Komödie. Zwar gibt es durchaus schlimmere Vertreter dieser schwierigen Filmgattung, aber eben auch deutlich bessere.

 

Fazit:

Auf der anderen Seite des Bettes ist zwar eine französische Komödie, richtet sich aber gänzlich nach den Konventionen der amerikanischen romantischen Komödie. Die Ausgangslage ist dabei eigentlich schon ein schlechter Scherz, aber auch ansonsten gibt es nur altbackene Gags, langweilige Geschlechterklischees und einige platte Witze von der Stange. Lediglich die gute Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern kann hier für Schadensbegrenzung sorgen, aber ansonsten bietet Auf der anderen Seite des Bettes leider nicht wirklich viel.

 

Wertung:

4/10 Punkte

Filmering.at
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