When in Rome - Fünf Männer sind vier zuviel (2010)

OT: When in Rome - 88 Minuten - Romantik / Komödie
When in Rome - Fünf Männer sind vier zuviel (2010)
Kinostart: 18.06.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu When in Rome - Fünf Männer sind vier zuviel

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Das Sommerloch hat uns voll erwischt: Die großen Hits sucht man wieder einmal vergebens, stattdessen muss man sich mit Recyclingware von der Stange zufrieden geben. So macht Hollywood was es am besten kann und kaut verbrauchte Klischees noch einmal richtig durch und versucht wieder einmal auf verliebte Pärchen abzuzielen, die sich von einer seichten romantischen Komödie von der Stange Zerstreuung erhoffen. Dass das Genre nach festen Regeln strukturiert ist, sollte sich ohnehin bereits herumgesprochen haben. Wenn es aber so lieb- und lustlos abläuft wie in When in Rome und noch dazu so wenig zusammen passt, dann sollte man sich einen Kinobesuch aber vielleicht doch lieber sparen.

 

Beth (Kristen Bell) reist aus New York an, um in Rom die Hochzeit ihrer Schwester Joan (Alexis Dziena) zu feiern. Dort kommt es zu einem folgenschweren Fehler: Beth nimmt in Rom fünf Münzen aus einem Liebesbrunnen, was dazu führt, dass sie die Liebe der Männer klaut, die die Münzen hineingeworfen haben. Also hat sie es plötzlich mit fünf Verehrern zu tun: Mit Al (Danny DeVito), Gale (Dax Shepard), Lance (Jon Heder), Antonio (Will Arnett) und Nick (Josh Duhamel), an dem sie eigentlich wirklich Interesse hätte, allerdings nicht ganz davon überzeugt ist, dass eine Liebe, die auf einem Münzwurf basiert, auch wirklich funktionieren kann…

 

Regisseur Mark Steven Johnson hat sich mit Filme wie Daredevil oder Ghost Rider nicht gerade als Kritikerliebling behaupten können. Vielleicht lässt sich so auch der Wechsel ins Fach der romantischen Komödie erklären, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt mit ihm in Verbindung bringen würde. Aber Mark Steven Johnson kann auch aus diesem Genre nicht besonders viel herausholen und serviert einen reichlich unausgegorenen Mix, der sich aus altbackener Comedy, einem merkwürdigen Fantasyrahmen und kläglichen Romantikversuchen, die mit peinlichem Humor gewürzt sind, zusammensetzt.

 

Was ist das Ziel von When in Rome? Das ist die große Frage. Man hat hier versucht als Grundfunken der Story ein Fantasyelement zu setzen, das aber als solches eigentlich wie ein Fremdkörper im Film wirkt und sich kaum ins Gefüge der Handlung einfügt. Beth stielt also die Liebe der Männer, in dem sie ihre Münzen aus dem Brunnen fischt, und das in einem ansonsten ganz und gar konventionellen Rom-Com Gerüst. Wem da wohl die Ideen ausgegangen sind? Doch dieser Aspekt ist eigentlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn in When in Rome funktioniert leider nur wenig.

 

Gut, manchmal zündet ein Gag und der Versuch etwas klassischere Screwballcomedy einzubringen hebt sich zumindest aus dem Einheitsbrei etwas ab, aber wem nützt das, wenn das gesamte Konstrukt des Films nicht aufgeht und der Film die meiste Zeit versucht mit nervtötendem Holzhammerhumor auf das Publikum einzuprügeln? Auch der Romantikaspekt kommt nicht wirklich zu tragen, da When in Rome kaum Stimmung aufkommen lässt und sein Fantasyelement seltsamerweise nur als Startschuss missbraucht, ansonsten eigentlich in den gleichen, ausgetrampelten Pfaden wie seine Genrekollegen wandert.

 

Noch nicht einmal die Darsteller können durchgehend überzeugen. Anerkennen muss man, dass zumindest die Nebendarsteller in den Rollen der nervigen Verehrer einen Hauch von Energie in die Film bringen, aber leider fügt sich deren Part stilistisch nicht wirklich gut in den restlichen Film ein, sodass When in Rome leider ein Stückwerk bleibt, dass sich über die Laufzeit holpert, dabei aber nie den Eindruck hinterlässt, dass man einen komponierten, durchgehenden Film sieht. Die beiden Hauptdarsteller Kristen Bell und Josh Duhammel bleiben überhaupt blass und können kaum etwas zum Film beitragen.

 

Fazit:

When in Rome kann man sich getrost sparen. Der Film mixt uninspirierte Rom-Com Unterhaltung von der Stange mit Screwballhumor und einem leichten Fantasytouch (bezogen auf die Ausgangslage) und wirkt so völlig uneinheitlich und zerstückelt, weil es dem Regisseur nicht gelingt diese Komponenten zu einem großen Ganzen zu verknüpfen. Hinzu kommt, dass der Humor über weite Strecken mit dem Holzhammer geschlagen wird und der Film weder Leidenschaft besitzt noch irgendwelche Emotionen übermitteln kann. Kurz: Kann man sich sparen.

 

Wertung:

3/10 Punkte

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