Triff die Elisabeths (2009)

Triff die Elisabeths
Triff die Elisabeths
OT: La premiere etoile

Filmstart: 18.06.2010 | Laufzeit: | Komödie

TriffdieElisabeths-Scene03Jean-Gabriel (Lucien Jean-Baptiste) ist ein sympathischer aber fauler Familienvater, der seine Pflichten gerne einmal schleifen lässt. Während seine Frau Suzy (Anne Consigny) das Geld verdient, lungert er herum und schmeisst das Geld mit Wetten wieder raus. Doch Suzy platzt endgültig der Kragen, als Jean-Gabriel den Kindern verspricht, dass sie auf Skiurlaub fahren werden, obwohl sie überhaupt kein Geld haben. Also zwingt sie ihn dazu das Versprechen auch einzuhalten. Doch sie wird weder mitkommen noch bei der Finanzierung helfen. Jean-Gabriel muss alles alleine managen. Als er das Geld aufgetrieben hat, lädt er seine Mutter (Firmine Richard) ein mitzukommen, damit er wenigstens etwas Unterstützung hat. Und dann geht es auch schon auf in die Berge…

 

Triff die Elisabeths ist ein sympathischer Film, der versucht dem alltäglichen Rassismus mit offenherzigen Humor entgegen zu treten. Eine schwarze Familie, mit weisser Mutter, will gegen die Schranken ihrer Hautfarbe antreten und auch einfach unbekümmert Skifahren gehen können. Natürlich muss hier angemerkt werden, dass die zahlreichen Rassenschranken und Problemchen reichlich konstruiert dargeboten werden. Hier lauern die Fallstricke wirklich hinter jeder Ecke und spätestens wenn sich am Ende alles in Wohlgefallen auflöst, offenbaren sich die fundamentalen Probleme des Films.

 

TriffdieElisabeths-Scene05Doch dies ändert nichts daran, dass Triff die Elisabeths über weite Strecken unterhaltsam und kurzweilig ist. Der Film spricht zwar Probleme in der Gesellschaft an, macht dies aber stets auf komödiantische Weise und schiebt diesen Ansatz auch nie in den Vordergrund. Denn statt dass man sich tiefsinnig mit dem Thema auseinandersetzt, versucht man die Probleme auf humoristische Weise zu betrachten. Und das reicht von den sympathischen Charakteren, die es doch schaffen sich ins Herz des Publikums zu spielen, bis hin zu ausgeprägter Slapstickkomik.

 

Doch Triff die Elisabeths schlägt auch schon einmal über die Stränge und verliert die gute Mischung aus leichten Rassismusanspielungen und simpler Unterhaltung, wenn etwa die Klischees überhand nehmen und die Story in allzu seichte Ufer führt. Auch schafft es der Film nie so richtig zu zünden. Die Geschichte dümpelt vor sich hin, ist zwar charmant und kurzweilig, aber lange erinnern wird man sich an den Film wohl nicht. Aber man muss auch positiv erwähnen, dass man sich aus der Rahmenhandlung, dass eine schwarze Familie in die Berge reist und dort das Skigebiet durcheinander bringt, einen weitaus schlechteren Film erwarten hätte können.

 

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1/10

Vater als Loser ist seeehhr komisch!

Man muss schon das Herz sehr weit öffnen, die Toleranzschwelle auf ganz niedrig stellen und den Verstand abschalten, um diese platte Komödie zu ertragen. Hauptdarsteller, Regisseur und Drehbuchautor in einer Person, was bleibt da noch für die anderen: nur Statistenrollen. Die vorhersehbare Handlung ist vollgestopft mit eindimensionaler Komik, oft unterstützt durch Rumgehampel und Schreierei. Lustig ist etwas anderes! Nicht einmal zu echten Slapsticks reicht es. Dafür gibt es dann eher sonderbar spießige Dialoge, die wegen der Diskrepanz zur Realität im Film lustig wirken sollen, aber eigentlich immer nur eine gewisse Sorglosigkeit und Wirklichkeitsferne dokumentieren. Man sehnt das Happy End herbei, nicht wegen dem Happy sondern wegen dem End oder anders gesagt, man ist happy, dass es zu Ende ist. Und dann gibt da noch so ein total überflüssiger Epilog diesem Ende den verdienten Rest. Der Aufforderung des deutschen Titels möchte ich keineswegs nachkommen. Und der des Originals trifft nur für einen kleinen eigentlich unwesentlichen Teil am Ende zu. Wie kann dieser Film nur irgendwann einmal ein Publikumsliebling gewesen sein???

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