Shock Labyrinth 3D (2009)

OT: The Shock Labyrinth - xx Minuten - Horror
Shock Labyrinth 3D (2009)
Kinostart: 13.05.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Shock Labyrinth 3D

Von am

Takashi Shimizu scheint nicht von Flüchen los zu kommen. Zunächst scheint es so, als hätte er sich endlich vom Fluch befreit immer den selben Film drehen zu müssen: Er inszenierte die Videoversionen von Ju-On und Ju-On 2, die so erfolgreich waren, dass er sie noch einmal neu für das japanische Kino inszenierte und schließlich auch gleich noch engagiert wurde um die Hollywood Remakes The Grudge und The Grudge 2 zu inszenieren und auch noch das Drehbuch zu The Grudge 3 zu schreiben. Doch kaum ist er von diesem Fluch befreit widmet er sich mit Shock Labyrinth 3D der nächsten verfluchten Geschichte und geht damit gnadenlos unter.

 

Nach langer Abwesenheit kehrt Ken (Yuya Yagira) zurück in sein Heimatdorf. Motoki (Ryo Katsuji) und die blinde Rin (Ai Maeda) aus seiner alten Clique sind mittlerweile ein Paar und leben zusammen. Doch da holt sie plötzlich die Vergangenheit ein: Yuki (Misako Renbutsu), auch ein Mitglied der alten Clique, die als Kind bei einem nächtlichen Ausflug in ein Gruselkabinett verschwunden ist, ist plötzlich wieder da. Die drei wollen sie ins Krankenhaus bringen, doch als sie dort ankommen, stellen sie fest, dass es verlassen ist. Sie sind wieder in jenem Gruselkabinett, in dem Yuki einst verschwunden ist…

 

Qualitätskontrolle dürfte ein selten gehörtes Wort in diversen Kreisen der Filmindustrie sein, speziell wenn es um das Horrorgenre geht. Um es kurz vorweg zu nehmen: Takashi Shimizu hat mit seinem neuesten Werk mit voller Breitseite daneben geschlagen und wird wohl bei den meisten Zusehern nur Ratlosigkeit und Langeweile hinterlassen, denn die Unfähigkeit mit der hier die Story vorangebracht wird ist fast schon bemerkenswert, von der mangelnden Atmosphäre ganz zu schweigen.

 

Das Chaos beginnt mit einer unbefriedigenden Exposition, die eigentlich keinem richtigen Zweck dient: Die Figuren bleiben schemenhaft, ja geradezu völlig belanglos. Es gelingt noch nicht einmal der Rückfall auf klischeehafte Abziehbilder. Da haben selbst die lieblosen Horrorremakes aus Hollywood bessere Identifikationsfiguren geschaffen. Shock Labyrinth 3D lebt jedoch nach der Maxime, dass man den Zuseher nie genug langweilen kann. Und völlig farblose Figuren, die kaum eine Gefühlsregung hervorrufen sind dabei schon einmal ein guter Anfang. Dass die Schauspieler dabei wirklich grottenschlecht spielen, ist auch keine große Hilfe.

 

Aber auch das unmotivierte hin- und herspringen zwischen den Zeitebenen um einen roten Faden zu etablieren, ist leider völlig misslungen, da man es weder schafft eine halbwegs stimmige Atmosphäre zu etablieren, noch die Story gut voranzubringen. Die sehr einfache Grundstory wird unnötig zerstückelt und so leider großteils ziemlich konfus erzählt. Nicht dass es dabei größere Verständnisprobleme geben würde (die Puzzlestücke werden einem ja förmlich aufs Auge gedrückt), aber es macht einfach keinen Spaß diesem chaotischen Durcheinander zuzusehen.

 

Der Film schafft es ja noch nicht einmal irgendeinen Mehrwert aus der dritten Dimension zu gewinnen. Shockeffekte die auf 3D beruhen sucht man vergebens, das Höchste der Gefühle ist ein durch die Räume schwebender Hase, der jedoch eher für unfreiwillige Komik, als für Gänsehaut sorgen kann. Die Atmosphäre wird leider auch nicht besonders unterstützt, was aber wohl auch daran liegen könnte, dass Shock Labyrinth 3D noch nicht einmal eine vernünftige Gruselstimmung in der zweiten Dimension bieten kann, was es wohl auch schwer gemacht hat eine Erweiterung dieser zu erschaffen.

 

Hinter all dem Spuk liegt eine klassische Schuld und Sühne Geschichte, wie sie banaler und langweiliger kaum hätte ausfallen können. Schauermärchen am Lagerfeuer haben mehr Tiefe und Shock Labyrinth 3D versäumt es selbst die simpelsten Emotionen hervorzurufen. In all diesen gesammelten Unstimmigkeiten fällt es leider bald schon schwer bei der Sache zu bleiben, sodass sich leider recht schnell Langeweile ausbreitet. Wer auf der Suche nach Horrornervenkitzel ist, der sollte Shock Labyrinth 3D jedenfalls von der Liste streichen. Denn ausser Langeweile bekommt man kaum etwas geboten.

 

Fazit:

Shock Labyrinth 3D macht von der ersten Sekunde an so gut wie alles falsch was man falsch machen kann. Die Figuren sind langweilige Abziehbilder, die kaum Profil entwickeln, die Darsteller spielen durch die Bank katastrophal schwach und die simple Schuld und Sühne Story ist schlicht uninteressant. Auch Atmosphäre, 3D Effekte und Gruselfaktor sind sehr bescheiden, so dass von einem Kinobesuch doch mit Nachdruck abgeraten werden muss.

 

Wertung:

2/10 Punkte

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Ø Wertung: 2/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 1
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Liste von shitneyy
Erstellt: 20.05.2015