Plan B für die Liebe (2010)

OT: The Back-up Plan - 106 Minuten - Romantik / Komödie
Plan B für die Liebe (2010)
Kinostart: 13.05.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Plan B für die Liebe

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Es ist ja schon fast zur augenzwinkernden Abmachung geworden, dass alle die ein Ticket für eine romantische Komödie lösen genau wissen worauf sie sich einlassen und gleichzeitig die Filmemacher mit der Wahl des Genres schon den genauen Ablauf der Rahmenhandlung festlegen. Das wird sich wohl auch nicht mehr allzu schnell ändern lassen. Soweit, so gut (oder eben nicht gut, aber was solls), aber Plan B für die Liebe unterwandert diese stillschweigende Vereinbarung auf perfide Weise. Der Film hält zwar an den verrosteten Strukturen des Genres fest, kippt aber die Romantik ins Gegenteil und erweist sich als klassischer Stimmungskiller für verliebte Pärchen.

 

Zoe (Jennifer Lopez) ist Anfang 30 und hat es satt auf den richtigen Mann zu warten. Deshalb nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie entscheidet sich für Plan B, künstliche Befruchtung, damit der Familienstammbaum erhalten bleibt. Doch gerade als sie die Prozedur hinter sich gebracht hat, lernt sie Stan (Alex O‘Loughlin) kennen und verliebt sich in ihn. Eigentlich eine gute Nachricht, doch sie muss ihm nun irgendwie klar machen, dass sie bereits schwanger ist. Nicht gerade der beste Start in eine neue Beziehung…

 

Manchmal muss man doch die Zurechnungsfähigkeit diverser Verantwortlicher in der Filmindustrie in Frage stellen. Denn wie ein dermaßen hohles, ja geradezu abstoßendes Drehbuch jemals grünes Lichte bekommen konnte, bleibt ein ganz großes Rätsel. Von vorne bis hinten kämpft man hier darum halbwegs auf der Spur zu bleiben und das in einem Genre, das seine Filme ohnehin auf Schienen sanft zum Ziel geleitet. Plan B für die Liebe ist ein gewaltiges Durcheinander, eine Zumutung von einem Film und leider ganz viel, aber sicher nicht romantisch. Und komisch schon gar nicht.

 

Der größte Treppenwitz dieses lieblosen Konstrukt ist dabei noch, dass die mittlerweile über 40 jährige Jennifer Lopez noch einmal ein 30 jähriges RomCom Püppchen spielen will. Soviel zur grenzenlosen Überheblichkeit und Künstlichkeit der Traumfabrik. Denn das Comeback nach der Babypause ist für Frau Lopez auf ganzer Linie gescheitert und gibt ihr hoffentlich einen Anreiz künftige Projekte etwas geschickter auszuwählen. Doch ehrlich gesagt ist diese kleine Randnotiz nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und fällt bei den gesammelten Schwächen des Films kaum ins Gewicht.

 

Der größte Minuspunkt gebührt nämlich der Chemie der beiden Hauptfiguren. Dass das Ego von Jennifer Lopez eher peinlich berührt sei dahingestellt, aber dass zwischen ihr und Filmpartner Alex O’Loughlin eisige Gefühlskälte herrscht, schmerzt so richtig. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ihre Figuren eigentlich unsympathisch bis zur Haarspitze sind und bereits nach wenigen Minuten gewaltig zu nerven beginnen? Aber auch die Darsteller selbst werden nicht ausgenommen, spulen sie ihre Rollen doch reichlich lustlos ab und leisten kaum etwas ausser gut auszusehen.

 

Und dann bleibt da ja noch der ganz große Dämpfer für das gesamte Zielpublikum, das wohl vornehmlich aus verliebten Pärchen bestehen dürfte: Plan B für die Liebe ist ein wahrer Stimmungskiller. Im Wesentlichen ist der Film eine ausgeklügelte Kampagne, dass man sich besser nicht auf eine Beziehung einlassen sollte. Und wenn es einmal soweit ist und die Frau schwanger wird, dann sollte man sich möglichst rasch aus dem Staub machen, denn dann beginnt das Gezicke und Generve erst so richtig. Wem die zahlreichen Nervigkeitsfaktoren noch nicht reichen, dem wird mit lückenfüllenden Fäkalhumor der Rest gegeben. Wer nach Plan B für die Liebe immer noch Lust auf Romantik hat, der ist zu beneiden.

 

Fazit:

Plan B für die Liebe ist ein besonders ärgerlicher Vertreter seiner Spezies. Denn auf perfide Weise wird die Wechselbeziehung zwischen einer romantische Komödie und dem Publikum hier unterwandert. Zwar hält sich der Film an die groben Storyumrisse des Genres, jedoch erweist sich die gezeigte Ansammlung an Fäkalhumor, Gezicke und Nerverei als grandioser Stimmungskiller. Dass die Chemie zwischen den Hauptfiguren und die Schauspieler selbst, auch nicht funktionieren macht die Sache natürlich nicht besser. Das Fazit dürfte also klar sein: Unbedingt diesen Film meiden.

 

Wertung:

2/10 Punkte

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