Dogtooth (2009)

OT: Kynodontas - 94 Minuten - Drama
Dogtooth (2009)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Dogtooth

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Kurzkritik im Rahmen des Crossing Europe Festivals 2010:


Drei Kinder (Aggeliki Papoulia, Mary Tsoni und Hristos Passalis) werden von ihrem Vater (Christos Stergioglu) und ihrer Mutter (Michelle Valley) auf dem Grundstück der Familie eingesperrt. Zwar dürfen sie sich im Garten frei bewegen, jedoch ist ein Verlassen der Umzäunung streng verboten. Mit geschickten Lügen und eigenen Erziehungsmaßnahmen wird das Lügenkonstrukt aufrecht erhalten. Den Kindern wird dabei versprochen, dass sie das Grundstück verlassen dürfen sobald ihnen ein Eckzahn ausfällt. Doch das geschickt konstruiert Lügensystem beginnt zu bröckeln…

 

Bei dem Cannes Filmfestival 2009 wurde Dogtooth mit dem Hauptpreis der Nebenschiene Un Certain Regard ausgezeichnet. In seiner zweiten Regiearbeit entwirft Giorgos Lanthimos einen äußerst seltsamen Mikrokosmos, der in seinem perfiden Gefangenensystem durchaus an den berühmtem Fall Amstetten erinnert. In kalten Bildern und ausgestattet mit einer spröden Atmosphäre erzählt Dogtooth von einem autarken System in dem eigenen Gesetze herrschen, aber Lanthimos vergisst auch nicht einen gewissen schwarzen Humor wenn es an das Erzählen dieser Eigenheiten geht.

 

Dabei ist die Ausgangssituation eher eine tragische. Um die Kinder von der Aussenwelt zu schützen, werden sie vom Vater am eigenen Grundstück eingesperrt, dabei selbst erzogen und mit einem aufgebauten Lügensystem davon abgehalten die Aussenwelt zu erkunden. Doch durch das Einschleusen eines Aussenstehenden beginnt eben dieses penibel aufgebaute System zu bröckeln. Um die sexuellen Bedürfnisse des Sohnes zu befriedigen bezahlt der Vater der Familie eine Sicherheitsbeamtin seiner Firma. Doch sie bringt Unruhe mit und das Kartenhaus droht einzubrechen.

 

Dogtooth gibt sich dabei überaus kryptisch. Man erfährt nicht warum der Vater seine Familie dermaßen abschottet, und bekommt auch sonst wenig Informationen zu den Figuren. Auch stilistisch geht Dogtooth einen unbequemen Weg und arbeitet vorwiegend mit langen Einstellungen, die vor allem sehr spröde ausgefallen sind. Auf der einen Seite funktioniert dies ganz gut, schafft man es doch eine leicht trostlose Atmosphäre zu erschaffen, aber andererseits geht die befremdliche Mischung aus schwarzem Humor und menschlicher Tragik nicht ganz auf, vor allem da der Film doch etwas langatmig geworden ist.

 

Wertung:

6/10 Punkte

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