New York: November (South) (2009)

OT: South - 105 Minuten - Drama / Thriller
New York: November (South) (2009)
Kinostart: 30.11.2011
DVD-Start: 19.10.2012 - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu New York: November (South)

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Kurzkritik im Rahmen des Crossing Europe Festivals 2010:


Bruce (Matthew Mark Meyer) ist eine gehetzte Seele. Das bezieht sich ganz pragmatisch gesehen auf seine aktuelle Situation, denn nach einem missglückten Bankraub ist Bruce auf der Flucht, und wird vom FBI gejagt, es bezieht sich aber auch auf seinen Gemütszustand. Denn ein mysteriöses Tagebuch bereitet Bruce Kopfzerbrechen. Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit und gejagt von der Zukunft hält er sich irgendwie über Wasser und versucht das Tagebuch zu entschlüsseln…

 

New York: November ist wohl das, was man getrost als Herzensangelegenheit bezeichnen kann. Die beiden Filmemacher Gerhard Fillei und Joachim Krenn haben nicht weniger als 12 Jahre ihres Lebens in das Projekt investiert. Ohne finanzielle Grundlage und stets am Rande des Scheiterns arbeiteten sie sich Schritt für Schritt voran und kämpften sich dabei bis zum nun fertigen Film durch. Zwischen manchen Einstellungen des Films liegen gar zehn Jahre in Wirklichkeit. Eine Mammutaufgabe, die man sich eigentlich kaum vorstellen kann.

 

Doch New York: November ist leider ein perfektes Beispiel dafür, dass viel Engagement noch lange keinen guten Film garantiert. Auf den ersten Blick stimmt zwar vieles: Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen scheinen stimmig, die Noir-Atmosphäre hebt sich von den meisten anderen heutigen Produktionen ab, und zu Beginn entsteht noch eine mysteriöse Grundatmosphäre die viel versprechend ist. Doch diese gute Vorzeichen erweisen sich leider schon bald als Trugschluss.

 

Denn so richtig ausnützen kann New York: November seine Ausgangslage nicht. Die Figuren bleiben undurchsichtig, und das nicht im Sinne des Film-Noirs, was ja auch durchaus löblich wäre, sondern viel mehr im Sinne von einer platten Ausgestaltung und einer gewissen Kälte, sodass man als Zuseher leider kaum Interesse für sie aufbaut. Viel schlimmer ist jedoch, dass die Story an sich sehr konfus und konzeptlos, teilweise sogar beliebig erscheint, und sich somit nicht wirklich stimmungsvoll entfalten kann.

 

Das Problem ist wohl einfach, dass die beiden Filmemacher hier einen Film-Noir drehen wollten, aber die Facetten des Genres nicht richtig anwenden können. Wo der Film-Noir einen dichten Nebel erschafft, der zwar nicht leicht zu durchschauen ist, aber immer einen Hintergrund erahnen lässt, setzt New York: November völlig auf eine starre Wand, und kann den Zuseher so kaum inspirieren sich in der Welt fallen zu lassen. Man mag dem Film vielleicht nicht anmerken, dass er eine dermaßen schwere Geburt war, aber so richtig überzeugen kann er leider auch nicht.

 

Wertung:

4/10 Punkte

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