Ordinary People (2009)

OT: Ordinary People - 80 Minuten - Krieg / Drama
Ordinary People (2009)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Ordinary People

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Kurzkritik im Rahmen des Crossing Europe Festivals 2010:

 

Dzoni (Relja Popovic) ist Soldat. An einem Tag wie jedem anderen werden er und seine Kollegen geweckt, in einen Bus gesetzt und in Richtung eines unbekannten Ziels geschickt. Das Radio liefert kryptische Informationen und bald schon macht sich Unsicherheit breit wohin es eigentlich gehen soll. Das ändert sich auch nicht als das vorläufiges Ziel erreicht ist. Denn zunächst gilt es in der prallen Sonne zu warten, erneut in der Ungewissheit was als nächstes kommen soll. Doch dann wird ihnen eine Wagenladung unbewaffneter Feinde vorgesetzt. Die Soldaten sollen sie erschiessen…

 

Ordinary People schafft es zunächst geschickt Spannung aufzubauen. Die äußerst minimalistische Inszenierung passt zur völlig unklaren Ausgangslage, und bald schon fühlt man sich mit den Soldaten verbunden und kann sich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen. In Folge setzt Ordinary People vorwiegend auf ausgedehnte Einstellungen, die sowohl die Warteperioden visualisieren, als auch als neutralen Vermittlungsraum herhalten, um Platz für eine Reflexion zu machen.

 

Angesiedelt im Jugoslawienkrieg ist Ordinary People ein sehr kryptischer Film, den man eher noch als Anstoß für eigene Gedanken sehen kann. Denn insgesamt gibt sich der Film bezüglich einer moralisierenden Aussage eher zurückhaltend, und zeigt lediglich die zerstörerischen Mechanismen eines Militärapparats auf, bzw. dessen Zersetzung der individuellen Moral und Einstellung, vermeidet aber großteils eine klare Positionierung, was eine Aufarbeitung zur Gänze dem Zuseher überlässt.

 

Dies funktioniert über weite Strecken auch wirklich gut, jedoch erweist sich der Film als Gesamtwerk leider dennoch sehr ermüdend. Denn stilistisch hat man sich penibelst an die fundamentalen Regeln eines europäischen Arthousekinos gehalten, ohne jemals innovative oder wirklich eigenständige Ideen zu haben. Die klassische Formel der langen Einstellungen mit einer möglichst spröden Atmosphäre wird heruntergespult, aber von der Magie des Kinos ist wenig zu spüren.

 

Wertung:

5/10 Punkte

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