Zu scharf um wahr zu sein (Shes Out of My League) (2010)

OT: She's Out of My League - 105 Minuten - Romantik / Komödie
Zu scharf um wahr zu sein (Shes Out of My League) (2010)
Kinostart: 30.04.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Zu scharf um wahr zu sein (Shes Out of My League)

Von am

Es ist ja schon ein gewisses Problem in Hollywood. Die Nachfrage an romantischen Komödien scheint immer gegeben zu sein, auch die Produktionskosten sind im Vergleich zu anderen Genres überschaubar aber es mangelt leider meistens an einer essentiellen Zutat: Einer wirklich guten Idee, bzw. einem überzeugenden Drehbuch. Zu scharf, um wahr zu sein ist da nicht unbedingt eine Ausnahme, da man sich auch hier im Großen und Ganzen tief vor den Konventionen des Genres verbeugt, aber zumindest gibt es einige unterhaltsame Einfälle, die einen Kinobesuch rechtfertigen können.

 

Kirk (Jay Baruchel) ist ein Typ von der Stange. Er hat einen eingefahrenen Job als Sicherheitsbeamter am Flughafen, seine Arbeitskollegen sind auch seine besten Freunde und sein Leben versprüht nicht unbedingt viel Glamour. Doch wie aus heiterem Himmel fällt Kirk das Glück in den Schoß. Die wunderschöne und erfolgreiche Molly (Alice Eve) lernt ihn beim Securitycheck kennen und fragt ihn nach einem Date. Doch diese wunderbare Schicksalsfügung wirft Fragen auf: Warum will diese grandiose Superfrau gerade den Mann von Nebenan, Kirk?

 

Zu scharf, um wahr zu sein wird wohl nicht als besonders revolutionärer Film in die Geschichte eingehen. Aber wie oben ausgeführt kann man dies wohl auch nur über die wenigsten romantischen Komödien behaupten. Was Zu scharf, um wahr zu sein jedoch richtig macht ist, dass es der Film gekonnt versteht eine sympathische Grundatmosphäre aufzubauen, die Figuren gelungen vorzustellen und vor allem die Ausgangslage mit der nötigen Portion Selbstironie zu betrachten.

 

Besonders dank letzterem hat man den Eindruck, dass der Film sehr wohl weiß, dass die klassischen Mechanismen des Genres auf Grund ihrer ewigen Wiederholung mit einem gewissen Augenzwinkern zu sehen sind. Und auch die Dialoge in denen sich die Hauptfiguren darüber auslassen ab wann zwei Menschen zusammenpassen, und das ganze mit einer dazu passenden Punkteskala visualisieren wissen zu gefallen. Es ist stets eine gebrochene Ironie im Film zu spüren, die die gesamte Ausgangslage relativiert, und die Ernsthaftigkeit des Films gewaltig in Frage stellt. Und das ist auf Grund der Story auch sehr gut so.

 

Auch die Chemie zwischen den Figuren ist sehr gut gelungen. Dies beginnt bei der essentiellen Beziehung zwischen Kirk und Molly, die zwar auf der einen Seite glaubhaft den Originaltitel des Films entspricht – Molly spielt in einer anderen Liga als Kirk, aber auf der anderen Seite funkt es eben auch zwischen den beiden und auf eine sehr stimmige Weise geht die Rechnung auf, und irgendwie passen beide (zumindest auf der Leinwand) eben doch ganz gut zusammen. Aber auch die Freundesclique, die in ihrer Nerdigkeit durchaus an die Filme der Apatowcrew erinnert, passt gut zusammen.

 

Übrigens hat man sich scheinbar auch bei den derben Gags der Apatow Filme inspiriert, denn auch in diese Richtung wagt Zu scharf, um wahr zu sein einige Abstecher. Zwar gelingt dies nicht ganz so gut wie bei den Vorbildern, aber im Großen und Ganzen ist der Mix gelungen. Doch Zu scharf, um wahr zu sein hält sich leider insgesamt doch zu sehr an die klassischen Muster um wirklich zu überzeugen. Manche Gags sitzen, manche nicht, aber im Wesentlichen bleibt der Film unterhaltsam. Zu scharf, um wahr zu sein hat aber auch einige Schwächen, die den Genuss etwas abschwächen. Fans des Genres dürfen dennoch zugreifen.

 

Fazit:

Zu scharf, um wahr zu sein ist insgesamt eine unterhaltsame romantische Komödie, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt, und auch mit gewisser Ironie auf die angewendeten Genremotive blickt. Leider klammert man sich dennoch etwas zu sehr an konventionelle Muster, was dem Film im Endeffekt etwas abschwächt. Ansonsten gibt es solide Unterhaltung mit Charme und einigen derben Witzen, die auch von der relativ guten Chemie zwischen den Hauptdarstellern punktet.

 

Wertung:

6/10 Punkte

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