Cop Out - Geladen und entsichert (2010)

OT: Cop Out - 107 Minuten - Komödie
Cop Out - Geladen und entsichert (2010)
Kinostart: 16.04.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Cop Out - Geladen und entsichert

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Kevin Smith hat es geschafft – vom Nerd zum gefeierten Regisseur. Oder so ähnlich. Denn erstens ist Smith immer noch innerlich der alte Nerd geblieben, der Star Wars und Comics liebt und Filme zitiert, und andererseits scheinen ihm als Regisseur langsam die Ideen auszugehen. Seine Einfälle sind nicht mehr die frischesten und mit Cop Out hat er nun das erste Mal ein Drehbuch aus fremder Feder verfilmt. Und obwohl man die Handschrift des Regisseurs doch erahnen kann, bleibt Cop Out ein unbefriedigender Schellschuss, der kaum überzeugt.

 

Jimmy (Bruce Willis) und Paul (Tracy Morgan) sind seit neun Jahren Polizeipartner. Nach einem missglückten Einsatz werden beide vom Dienst suspendiert. Doch damit soll der Ärger erst richtig beginnen. Um die Hochzeit seiner Tochter zu finanzieren, will Jimmy das Herzstück seiner Baseballkartensammlung verkaufen. 80.000 Dollar soll er für die signierte Karte bekommen, womit die 50.000 Dollar teure Hochzeit finanziert wäre. Doch gerade als die Beiden die Karte abliefern wollen, wird der Laden überfallen, und die Karte wird gestohlen. Jimmy ist naturgemäß mächtig sauer, und macht sich gemeinsam mit Paul auf die Suche nach den Tätern…

 

Ich muss es hier einfach schreiben: Ich habe eine sentimentale Schwäche für die Actionhits der 80er Jahre, genauso wie für klassische Buddy-Filme alá Lethal Weapon, Beverly Hills Cop oder wie sie nicht alle heißen mögen. Da es bei Cop Out das erklärte Ziel war eben diesen Filmen eine Hommage zu widmen, ist die Ausgangslage eigentlich sehr gut. Doch aus anfänglicher Vorfreude, z.B. wenn Bruce Willis beim Filmratespiel sein legendäres Stirb Langsam Zitat „Yippie-ki-yay, motherfucker!“ nicht dem richtigen Film zuordnen kann, entwickelt sich bald Ernüchterung. Denn so richtig funktionieren tut Cop Out leider nicht.

 

Vor allem da der Film schon an der grundlegendsten Ausgangslage eines solchen Buddy-Films scheitert. Denn die Chemie zwischen Bruce Willis und Tracy Morgan ist leider kaum existent. Bruce Willis darf zwar seinen grimmigen Blick in die Kamera lassen, aber so richtig in den Film findet er leider nicht, was zu einer insgesamt eher lustlosen Performance führt, die Fans des Actionhelden wohl eher enttäuschen wird. Dies könnte aber auch daran liegen, dass sich Kevin Smith etwas zu sehr in das Sprachgewitter von Tracy Morgan verliebt zu haben scheint. Doch auch dieser beginnt bald schon zu nerven, was genauso für den gesamten infantilen und recht platten Humor des Films gilt.

 

Denn Cop Out folgt nicht der klassischen Buddy-Movie Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit, sondern stürzt sich nur auf die reinen parodistischen Elemente des Genres, und versucht ausschließlich durch reichlich flache Gags zu punkten. Teilweise sorgt dies für einige Lacher, doch es ist kein Wunder, dass die wahren Highlights des Genres einen anderen Weg gegangen sind, denn auf Dauer wirkt der „Spaßzwang“ sehr aufgesetzt und nervig, was weder den Figuren, noch der (ohnehin ziemlich lächerlichen) Story besonders gut tut.

 

Doch Cop Out ist nun mal ein Kevin Smith Film, und somit wäre alles andere als eine reinrassige Komödie auch eine Überraschung gewesen. Doch auch die Fans des Regisseurs werden kaum auf ihre Kosten kommen. Denn die Handschrift des Regisseurs ist nur an wenigen Punkte erkennbar. Stattdessen ist Cop Out eine klassische Studioproduktion von der Stange, für die man Kevin Smith angeheuert hat. Seine Inszenierung wirkt auch kaum kreativ oder spritzig, sondern scheint sich in den infantilen Fallstricken des Drehbuchs verheddert zu haben. Cop Out ist somit eine Buddy-Komödie, die weder als Buddy-Film wirklich funktioniert, noch als Komödie mehr als ein paar gelungene Gags aus dem Hut zaubert. Kurz: Ein Film den es nicht unbedingt braucht.

 

Fazit:

Mit Cop Out kann Regisseur Kevin Smith leider auf keiner Ebene wirklich überzeugen. Das erste Mal in seiner Karriere verfilmt er ein fremdes Drehbuch, und strauchelt gleich an einer infantilen Story, mit vielen mäßigen Gags. Als Kevin Smith Film enthält der Film zu wenig vom Regisseur, als Buddy-Movie gibt er sich zu lächerlich, und als Komödie ist er schlicht nicht lustig genug. Cop Out sorgt zwar für einige Lacher, aber im Großen und Ganzen ist es ein gescheiterter Film. Muss man definitiv nicht gesehen haben.

 

Wertung:

4/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 5.7/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 3
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