Königreich der Himmel

OT: -  145 Minuten -  Historien / Drama
Königreich der Himmel
Kinostart: 05.05.2005
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 03.08.2012
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Filmkritik zu Königreich der Himmel

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Der Regisseur, der mit „Gladiator“ dem toten Historienfilm wieder Leben einhauchte, ist wieder da: Ridley Scott. Seit seiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit Russell Crowe („The Insider“, „Master and Commander“) knackte er, abgesehen von seiner selbstverständlich nicht mit Blockbusterambitionen ausgestatteten Gaunerkomödie „Matchstick Men“, dreimal in Folge („Gladiator“, „Hannibal“, „Black Hawk Down“) die 100 Millionen Dollar-Marke am amerikanischen Boxoffice. Wie sich also steigern? Mit einem Epos, denn so glanzvoll „Gladiator“ auch war, letztlich war es Popcornkino ohne weitere Ansprüche zu erheben.

Das soll sich mit „Kingdom of Heaven“ nun ändern. Den definitiven Ritterfilm gab es bisher nicht. Von phantastischen Stoffen wie John Boormans „Excalibur“ bis hin zu actionbetonten Abenteuern wie Antoine Fuquas „King Arthur“ beruhten sie alle auf der Arthus-Saga, konnten aber nie der Vorlage gerecht werden.

Mit dem relativ kleinen Budget von 130 Millionen Dollar (man vergleiche die Summe mit „Alexander“ (155 Millionen Dollar) und „Troy“ (175 Millionen Dollar)) wagte Ridley Scott sich an das wohl düsterste Kapitel des Mittelalters – die Kreuzzüge. Seit seinem enttäuschenden „1492: Conquest of Paradise“ hat er sich nicht mehr an der europäischen Geschichte probiert. Aus den damaligen Fehlern hat gelernt und mit William Monahan nun einen aufstrebenden Autor verpflichtet. Der Ex-Journalist der New York Times gehört zurzeit zu den angesagtesten Federschwingern Hollywoods. Für sein „Tripoli“ –Skript (Verfilmung steht an, Regie wahrscheinlich wieder Ridley Scott) erhielt der Geschichtsspezialist, der für „Kingdom of Heaven“ sich quer durch authentische Chroniken der damaligen Zeit las, bereits 2001 einen sechsstelligen Betrag, außerdem verantwortet er nicht nur das Skript für Martin Scorseses nächstes Projekt „The Departed“ (Hollywood-Remake von Hongkongs „Infernal Affairs“), sondern auch jenes zu „Jurassic Park IV“.

Komplettiert wird das Duo größtenteils durch die üblichen Konstanten der jüngsten Ridley Scott-Filme. Wirklich erwähnenswert ist davon aber nur Kameramann John Mathieson („Gladiator“, „Hannibal“, „Matchstick Men“), der zusammen mit seinem Regisseur hier eine bildgewaltige Optik entfacht, die sich mitunter auch nicht vor der „The Lord of the Rings“ – Trilogie zu verstecken braucht. Etwas schade, fand ich, dass Hans Zimmer, der ursprünglich als Komponist vorgesehen war, diesmal nicht für den Score verantwortlich ist. Immerhin arbeitete er mit Scott schon sieben Mal zusammen und ohne seine beeindruckende Musik wäre beispielsweise „Gladiator“ nur halb so gut. Aber sei es drum, mit Harry Gregson-Williams („Shrek“, „Shrek 2“) wurde immerhin ein guter Freund Zimmers an das Projekt herangeführt. Gregson-Williams unterstützte die deutsche Ausnahme bei Arbeiten zu Filmen wie „Crimson Tide“, „The Rock“ oder „Broken Arrow“ und kann auf einige, wenn auch nicht sonderlich auffällige Kompositionen zu diversen Tony Scott-Filmen („Enemy of the State“, „Spy Game“, „Man on Fire“) stolz sein. Die schlechteste Wahl war er also nicht, eine gute aber auch nicht, denn er recycelt hier lediglich Hans Zimmer aus „Black Hawk Down“ oder „Hannibal“ (beide zufällig Scott-Filme..) und kopiert 1:1 von Jerry Goldsmith aus „The 13th Warrior“. Das ist schlichtweg ein Armutszeugnis für einen Blockbuster.

Nun also zur Kritik. Als nach den mal wieder viel zu langen Werbeblöcken das Licht ausging, kribbelt es endlich mal im Bauch – so ein wohliges Gefühl, das ich zuletzt bei „Master and Commander“ und „Collateral“ fühlte. Und los ging es...

Ridley Scott gehört zu Regisseuren, die abhängig von einem guten Drehbuch sind, das hat die Vergangenheit leider oft genug aufgezeigt. „1492: Conquest of Paradise“ oder „G.I. Jane” offenbarten das eindrucksvoll – inszenatorisch top und inhaltlich sehr mau. „Kingdom of Heaven“ beweist dieses Problem Scotts erneut. William Monahan bleibt seine Klasse schuldig und ehrlich gesagt hätte ich mir als riesiger Ridley Scott-Verehrer gewünscht, dass beispielsweise John Logan („Gladiator“, „The Last Samurai“) sich mit dem historischen Stoff auseinandergesetzt hätte. Monahan ist ein Analytiker, der die Geschichte bis in das kleinste Detail recherchiert hat, aber ihm fehlt die Klasse dieses angesammelte Wissen dann auch in eine packende Geschichte zu umzusetzen.

Die Defizite von „Kingdom of Heaven“ lassen sich am ehesten in einem Vergleich mit „Gladiator“ aufzeigen. Die Zielsetzungen (Popcornkino vs. Episches Meisterwerk) sind zwar unterschiedlich, letztens laufen sie wie jeder Scott-Film aber auf eins hinaus: Unterhaltung. Scotts jüngster Film fehlt der Fokus, eine Stärke von „Gladiator“, wo man sich auf zwei zentrale Pole nämlich Maximus und Commodus beschränkte. Ihr Schicksal und ihr Konflikt war stets direkt an die Handlung gekoppelt und obwohl er überlang war, spielten sich beide solange die Bälle zu, bis es zum Aufeinandertreffen kam. Die Spannung steigerte sich kontinuierlich, der Zuschauer fieberte mit und er war zum Schluss gerührt. Diese Konzentrierung auf das Wesentliche fehlt „Kingdom of Heaven“ und daran wird auch der angekündigte dreieinhalbstündige Director’s Cut nichts ändern. Es scheint fast so, als könne heute niemand mehr historische Epen drehen. Die Handlung rührt zuviel zwischen den Charakteren herum, zeigt einen ganzen Haufen Figuren mit guten und weniger guten Absichten, wird aber nie konkret, sondern bleibt oberflächlich.

Dabei scheint ganz offensichtlich Potential durch. Man mag es ja kaum glauben, aber Ridley Scott hat aus Orlando Bloom („Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl”, „Troy”) tatsächlich einen Mann gemacht, der die Rolle des Balian of Ibelin zu stemmen vermag. Nach seiner, nennen wir es Milchbubivorstellung in „Troy“, zeigt er hier eine schauspielerische Reife, die ihm niemand zu getraut hätte. Überraschend ernst und konzentriert kommt der bärtige und wortkarge Bloom rüber. Nach Legolas also endlich wieder eine vernünftige Darbietung des Shootingstars. Scott castete ihn, nachdem er ihn bei den Dreharbeiten zu „Black Hawk Down“ kennen lernte und hier als Idealbesetzung befand. Gegen die in Nebenrollen agierenden Liam Neeson („Star Wars: Episode I - The Phantom Menace”, „The Haunting”) und Jeremy Irons („Die Hard: With a Vengeance”, „Dungeons & Dragons”) stinkt er zwar ab, doch er macht seine Sache verglichen zu jüngeren Auftritten ordentlich. Das Problem ist hier sein Charisma, denn das kein ein Schauspieler nicht erlernen, entweder man hat es oder nicht. Ohne entsprechende magische Anziehungskraft kann sich das Publikum nicht für die Hauptfigur in so einem Schinken faszinieren und mit ihm identifizieren. Russell Crowe oder Mel Gibson haben diese Gabe, Bloom ganz offensichtlich nicht, aber er müht sich zumindest redlich. Besonders deutlich wird dieses Manko in seinen Appellen an die Mitstreiter. Der komplexe Inhalt wird inhaltlich in simplen Sätzen auf den Punkt gebracht, aber an das mitreißenden Aufputschen in „Braveheart“ oder „Gladiator“, wo man als Zuschauer dann diese unbeschreibliche Gänsehaut bekommt, reicht „Kingdom of Heaven“ nicht heran.

Nicht nur Bloom, sondern auch die junge und eigentlich noch völlig unbekannte Eva Green (machte freizügig in „The Dreamers” auf sich aufmerksam), also ein weiteres unverbrauchtes Gesicht, wird hier ins kalte Wasser geworfen. Sie besteht, wenn auch nur mit Abstrichen, zeigt aber nicht die katastrophale Performance von Nadine Kruger in „Troy“. Verführerisch, geheimnisvoll, sexy, später tragisch und ihrer Liebe folgend, um dafür alles aufzugeben. Von ihr wird in Zukunft noch mehr zu sehen sein.

Freuen darf man sich auf einen wenn auch zu früh aus der Handlung aussteigenden Liam Neeson, der in der Vaterrolle einen gewohnt souveränen Eindruck hinterlässt, und vor allem Jeremy Irons. Ich weiß nicht, wo Ridley Scott ihn plötzlich ausgegraben hat, aber Irons war praktisch weg vorm Fenster. Ungern erinnert man sich an „Dungeons & Dragons“ oder seinem unterirdischen Auftritt in „The Time Machine“ als Über-Morlock. Hier läuft er zu alter Stärke auf und spielt als vernarbter müder Ritter, als weiser Berater Tiberias des von Lepra schwer gezeichneten König Baldwin IV. (Edward Norton „American History X”, „Fight Club” !!!) den kompletten Cast in seinen zu wenigen Minuten an die Wand.

Packende Momente? Gänsehautkribbeln? All’ das fehlt hier. Scott macht gleich zu Beginn den Fehler keinen appetitanregenden Appetizer zu servieren, sondern direkt in die Handlung einzusteigen und die schleppt sich dann trotz interessanter Aussage enorm bis zur finalen Schlacht. „Die Vorkommnisse hier entsprechen der Wahrheit lediglich Balian und Godfrey wurden erfunden. „Kingdom of Heaven“ wurde nur aus Zeitgründen etwas gestrafft, übersprungen oder abgewandelt“, so der Regisseur selbst. Nun ich will es ihm glauben, besser macht das den Film leider nicht.

Vom Drehbuch im Stich gelassen, schickt Scott Balian of Ibelin zusammen mit seinem Vater Godfrey of Ibelin nach Jerusalem. Balian ist ein interessanter Charakter, dem später nicht mehr die erforderliche Zeit für seine Entwicklung zugestanden wird. Der einfache Schmied hat Kind (Fehlgeburt) und Frau (darauf Selbstmord) verloren, ersäuft in der Trauer und lässt sich zu einer Kurzschlussreaktion hinreißen, als ein räuberischer Priester ihn ganz offensichtlich aus dem Ort drängen will. „Kingdom of Heaven“ vertritt bis zum Schluss eine sehr interessante Meinung was Religion angeht und wer da jetzt noch Assoziationen zum aktuellen Geschehen im Nahen Osten herausinterpretieren möchte, dem sei gesagt, dass das hier kein politisches Statement seitens Ridley Scott, sondern ein Unterhaltungsfilm ist. Was ist echt, was Geschichte? Auf welche Quellen können wir uns verlassen? Was wurde überhaupt richtig überliefert? Geschichtsprofessoren können sich gern aufregen. Leute, das ist Hollywood und demzufolge Entertainment und keine möglichst wahrheitsgetreue Dokumentation.

Was er zum Thema Religion zu sagen hat, ist trotzdem bemerkenswert. Denn kurzzeitig lebten in Jerusalem Christen und Moslems tatsächlich in friedlicher Koexistenz. Balian, von Messina aus in das gelobte Land übersetzend und Schiffbruch erleidend, ist fasziniert von dieser Welt, glaubt aber, nachdem Gott auf dem Tempelberg nicht zu ihm spricht, von ihm verlassen worden zu sein. Von nun an sind ihm Religionen egal und das macht ihn so wichtig. In einer leider nicht so eindrucksvoll wie beabsichtigten Rede sagt er vor dem Finale, dass er hier nicht um religiöse Stätten (Tempelberg, Klagemauer, etc.) kämpft, sondern einzig und allein für das Überleben der Menschen innerhalb Jerusalems. Auf die Frage Balians, was Jerusalem nun eigentlich sei, antwortet Salazar, der Heerführer der Sarazenen, verschmitzt „Alles und Nichts“.

Der Kampf zwischen Religionen ist damals wie heute ein Wahnsinn, wird allerdings trotzdem geführt. „Kingdom of Heaven“ betrachtet diesen Konflikt sehr wertneutral und ringt sich zu der Aussage durch, dass nicht der Glauben sondern die sich dahinter verbergende Religion mit ihren falschen Werten Fehlverhalten anspornt oder es verursacht. Der Templerorden, der direkte Befehle vom Papst aus Rom erhält, kommt als Schürer des Krieges hier übrigens alles andere als gut weg. Schade nur, dass Marton Csokas („The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring“„xXx“), in einem ansonsten überraschend klischeefreien Film, dabei so eine einfältige, hochnäsige Schurkenrolle spielen muss.

Zwischen verbotener Liebe zu Sybilla, viel zu ausgewalzten Szenen auf Balians Gut, bei denen er sein konstruktives Geschick unter Beweis stellt (eigentlich nur wichtig als Einleitung auf die Vorbereitungen für das Finale), Intriganten am Hof, einem brüchigen Frieden, der nur von den beiden Oberhäuptern mit Müh' und Not aufrechterhalten wird und einem sterbenden König findet Ridley Scott dann aber doch wieder Möglichkeiten sein visuelle Brillanz unter Beweis zu stellen. Wenn Tausende von Kriegern aufeinander zureiten, sich die Anführer in der Mitte zu Verhandlungen treffen, einen Krieg zu vermeiden versuchen und später ein abgeschlachtetes Kreuzritterheer mit aufgehäuften Schädelbergen vor den Kreuzen, über dem bereits die Geier kreisen, gezeigt werden, dann ist Ridley Scott in seinem Element. Leider hat er dafür nur sehr selten Gelegenheit. Edward Nortons Szenen gehören dazu. Wenn er als schwerkranker König von seinem Pferd steigt, mit letzter Kraft seinen Handschuh abstreift, Templer-Anführer Reynard (etwas over the top: Brendan Gleeson, „Braveheart“, „Troy“) bestraft und dann wankend und mit letzter Kraft zu Boden fällt, übermannt einen das seltsame Kribbeln hier die letzten Taten einer großen Persönlichkeit zu verfolgen.

Bis zum Finale gibt es keine größere Auseinandersetzung. Zwei bis drei kleine Scharmützel sind das Äußerste was „Kingdom of Heaven“ sich erlaubt. Das ist insofern schade, weil das Publikum sich nach den Trailern mehr versprochen hat. Die Belagerung Jerusalems ist dann zwar der Höhepunkt des Films, kann aber in keinster Weise mit dem Kampf um Minas Tirith in Peter Jacksons „The Return of the King“ verglichen werden. Scott verzichtet zwar auf die zurzeit angesagten megalangen Flüge über CGI-Heere (gedreht mit 30.000 Komparsen in Spanien und Marokko) und brennt dafür Jerusalem in einem Hagel von Feuerbällen nieder, doch es ist das bald anstehende Schlachtgetümmel, das so enttäuscht. Die verwackelte Kamera ist mitten im Getümmel, man erkennt mal wieder nichts (Wann wird diese Unsitte endlich wieder abgeschafft?), der Schnitt ist zu flott, die Details werden verwischt, zu viele Close-Ups dominieren. Unattraktiver und einfältiger kann man seit „Troy“ und „King Arthur“ kaum noch eine Schlacht darstellen. Sie kommt zwar echt und realistisch rüber, aber leider ohne die nötige Energie. Kann auch daran liegen, dass sie zum Schluss kam und der langsam ermüdende Zuschauer gar keine großartigen Erwartungen mehr hatte und es über sich ergehen ließ.

Was man „Kingdom of Heaven“ zugute halten muss, ist dass er keinen erzwungenen Humor beinhaltet, sondern ernst bleibt. Die Computer-Effekte verschwimmen mit den reellen Bildern und auf Seite der Muslimen gibt man sich nicht mit Klischees ab. Das Trio Khaled El Nabaoui (bekannter Schauspieler in Ägypten), Ghassan Massoud (laut Scott der wohl bekannteste Darsteller der moslemischen Welt) und Alexander Siddig („Vertical Limit“, „Reign of Fire“) spielt auf islamischer Seite wirklich einwandfrei, auch wenn es hierzulande kaum jemand kennt. Besonders Ghassan Massoud in der Rolle des Saladin überzeugt. Ruhig und bestimmt gibt er hier einen Führer, der weniger auf Krieg und mehr auf Verständigung aus ist. Doch was soll man tun, wenn das Volk Jerusalem einfordert?

Die Ausstattung von den Bauten über die Kostüme bis hin zu den Landschaften ist erlesen und bis in das letzte Detail über jeden Zweifel erhaben. Die Optik (erinnert vor allem anfangs an „Gladiator“), meist verpackt in einem schicken Blaufilter, ist schick, jedoch nie atemberaubend und trotzdem kommt hier kein so rechtes Filmvergnügen auf. „Kingdom of Heaven“ entwickelt leider nie einen Erzählfluss, stockt zu oft und ist vor allem zu Beginn enorm zäh. Allein schon Balians Einführung zieht sich trotz des Zwischenfalls enorm. Seine innere Zerrissenheit und seine aus Gewissensgründen spätere Ablehnung des Throns sind potentiell großes Kino, aber Scott fehlt das Händchen um so was umzusetzen und so versinken diese Aspekte wieder. Damit beweist er leider, dass er beim Popcornfilm bleiben und sich nicht an Epen versuchen sollte. Keine Frage, „Kingdom of Heaven“ hat seine lichten Momente, aber sie sind rar gesät. Ist er kreativ? Nein! Nichts da, was es noch nie gab. Selbst Kameraperspektiven recycelt er wieder aus „Gladiator“. Wo bleibt da sein Erfindungsreichtum und die Kreativität?

Fazit:
Vollends katastrophal ist „Kingdom of Heaven“ nicht, doch er enttäuscht mich als riesiger Ridley Scott-Verehrer schon enorm. Das überfrachtete Drehbuch kann den Zuschauer leider nie mitreißen, entwickelt nie eine flüssige Dramaturgie und ist zu langatmig. Es verweilt an den falschen Stellen und überspringt wiederum interessante Aspekte. Das Schauspiel und die Inszenierung reißen den Film dann noch über den Durchschnitt. Bloom mag nur zufrieden stellen, doch Irons, Neeson und Norton sind klasse. Ridley Scott selbst inszeniert ohne Risiko und ohne Innovation, verlässt sich zu sehr auf das, was er in „Gladiator“ so erfolgreich praktizierte. Dessen Klasse erreicht er aber nie. Dafür fehlt dem Film die Abwechslung. Fraglos hat der Film seine Momente, aber sie sind leider selten. Ein monumentales Epos ist nicht draus geworden, dafür mangelt es ihm an Dynamik und wuchtigen Bildern. Nur zufriedenstellend und damit schwer enttäuschend.

Wertung:
6/10 Punkte

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