Der Kautions-Cop (The Bounty Hunter) (2010)

OT: The Bounty Hunter - 105 Minuten - Romantik / Komödie
Der Kautions-Cop (The Bounty Hunter) (2010)
Kinostart: 02.04.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Der Kautions-Cop (The Bounty Hunter)

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Manchmal hat man das Gefühl, dass Hollywood speziell bei romantischen Komödien längst nur mehr nach dem etablierten Kochrezept vorgeht. Löbliche Ausnahmen wie (500) Days of Summer sind natürlich eine wohltuende, aber leider seltene, Abwechslung. Ansonsten heißt es vorwiegend zwei möglichst bekannte Stars für die Hauptrollen zu casten, eine unterhaltsam klingende Grundidee auf Drehbuchlänge strecken, und schon lässt sich wieder ein Haufen Geld verdienen. Der Kautions-Cop entspricht dabei stets diesen Regeln. Die beiden austauschbaren Stars heißen in diesem Fall übrigens Gerard Butler und Jennifer Aniston.

 

Milo Boyd (Gerad Butler) ist ein Ex-Cop und schlägt sich nun mit einem eher unrühmlichen Dasein als Kopfgeldjäger herum. Da kommt es ihm gerade recht, dass sein nächster „Kunde“ gerade seine Ex-Frau (Jennifer Aniston) ist, die ihren Gerichtstermin ausgelassen hat um einer heißen Story hinterher zu jagen, und nun gesucht wird. Für Milo ist es natürlich ein leichtes seine Ex aufzuspüren, und so wird er für sie bald zur Qual, will sie doch weiterhin ihrer Story nachgehen, und Milo abschütteln. Während diesem Katz- und Mausspiel geraten beide nicht nur in eine größere Sache hinein, sondern scheinen auch ihre früheren Gefühle wieder aufzuwärmen…

 

Irgendwie klingt die Idee ja noch ganz amüsant einen Kopfgeldjäger auf seine Ex-Frau anzusetzen, sodass dieser ohne Zurückhaltung den Arsch herauslassen, und sich richtig austoben kann. Gerard Butler würde auch den nötigen spitzbübischen Charme mitzubringen, um die ebenfalls charmante Jennifer Aniston unterhaltsam durch den Film zu scheuchen. Ein Meisterwerk verspricht dies zwar nicht, aber wie gesagt zumindest kurzweilige Unterhaltung könnte man sich erhoffen. Doch weit gefehlt, denn Der Kautions-Cop schlägt leider mit voller Breitseite daneben, und schafft es kaum zu unterhalten.

 

Großes Problem ist schon einmal die, im Wesentlichen nicht existente, Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern. Aber dies könnte auch daran liegen, dass beide leider völlig uninteressante Figuren spielen müssen, die leider kaum überraschen können. Butler, eigentlich ein Garant für charmante Macho-Unterhaltung, bleibt hier eher als nerviges Ekelpaket in Erinnerung, und wird nur noch durch eine dauergenervte Jennifer Aniston unterboten. Beide in Kombination dürfen auch nur ihre jeweiligen Klischees weiter ausreizen, ohne dass Der Kautions-Cop dabei jemals überraschend, oder witzig, oder sonst irgendwas wäre.

 

Stattdessen gibt es eine wirklich durch und durch kalkulierte Rahmenhandlung, die wohl das Ergebnis zahlreicher Preview-Fragebogenauswertungen ist, sodass wirklich nicht einmal der Hauch einer interessanten Ecke oder Kante übrig geblieben ist. Natürlich, ein blindes Huhn findet auch einmal ein Korn, und so ist tatsächlich der ein oder andere Schmunzler möglich, aber das ist leider schon alles was man über dieses, ansonsten leider völlig misslungene, Machwerk sagen könnte. Die Gags zünden kaum richtig, der Soundtrackeinsatz gibt sich viel zu aufdringlich, und eher auf den Absatz der dazugehörenden CD ausgerichtet als wirklich zum Film passend, und die Story dümpelt nur so vor sich hin.

 

Auch der eingeflochtene Mini-Sub-Krimiplot erweist sich als völlig langweilig und uninspiriert. Da wird versucht einen Fall aufzubauen, aber in Wirklichkeit interessiert man sich nur für die Reibereien der Hauptfiguren, sodass man nicht behaupten könnte, dass die Hintergrundgeschichte auch nur eine Sekunde lang irgendeine Reaktion bewirken würde. Filme wie Der Kautions-Cop entstehen wenn man irgendwelchen „Marketinggenies“ die Möglichkeit gibt einen Film am Reissbrett zu entwerfen, der auf möglichst allen Ebenen Geld bringen soll. Und das heißt: Zwei Stars casten, Musik für die CD in den Film einbauen und irgendeine belanglose Geschichte abspulen. Wer genau hinsieht entdeckt einige Gags die funktionieren, aber empfehlenswerte Filme sehen anders aus.

 

Fazit:

Der Kautions-Cop ist ein großflächiger Reinfall den man leider noch nicht einmal Freunden des Genres empfehlen kann. Die Chemie zwischen Butler und Aniston ist leider nicht wirklich berauschend, bzw. nicht vorhanden, die Gags überzeugen kaum, und die Story ist eine Ansammlung aus Klischees und Versatzstücken. Kurz: Es macht sich schon bald die große Langeweile breit. Das hat Regisseur Andy Tennant mit Hitch - Der Date Doktor schon einmal besser hinbekommen.

 

Wertung:

3/10 Punkte

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Ø Wertung: 5.3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 9
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