Der blutige Pfad Gottes (The Boodock Saints) (1999)

OT: The Boondock Saints - 110 Minuten - Thriller
Der blutige Pfad Gottes (The Boodock Saints) (1999)
Kinostart: Unbekannt
DVD-Start: 21.09.2012 - Blu-ray-Start: 21.09.2012
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Filmkritik zu Der blutige Pfad Gottes (The Boodock Saints)

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Die beiden Brüder Conner (Sean Patrick Flanery) und Murphy (Norman Reedus) sind schwer religiöse Katholiken. Als der Pastor warnt, dass man nie wegsehen sollte, wenn ein Mensch Hilfe sucht beschließen beide, den Rat in die Tat umzusetzen. Wenig später will die Russenmafia ihre Stammkneipe schließen, doch die beiden schlagen die Russen zusammen und zünden sie an. Am nächsten Tag besuchen diese die beiden Brüder zu Hause. In Notwehr bringen die Brüder sie um. FBI Mitarbeiter Smecker (Willem Dafoe) glaubt beiden und lässt sie laufen. Doch nun ist die halbe Mafia hinter ihnen her. So müssen sie nun alle Gangsterbosse töten. Und wo sie schon einmal dabei sind, die Stadt zu säubern kann man ja auch gleich weitermachen...

 

Genial und abgedreht! Erinnert in seiner Machart ein wenig an Quentin Tarantino. Nachdem die beiden Brüder sich anfangs schwören, die Welt zu säubern sind sie ständig damit beschäftigt, Gangster umzulegen. Soviel zu Story. Alle paar Minuten treten durchgeknallte Figuren durch den Film oder beide stolpern in aberwitzige Aktionen aus denen sie sich immer wieder herauswinden können. Gewürzt wird das alles noch von genial unmöglichen Dialogen und dem kindlichen Gebärden der beiden. Die irisch/schottischen Klänge sind ein Hauptmerkmal des Films und erschaffen eine eigenartige, exotische Stimmung. Sicherlich ein weiterer Glanzpunkt, der den Film so außergewöhnlich macht. Auf jeden Fall mal was anderes!

Viele Schiessereien und der Humor sind sicherlich die Stützen dieses Films. Bei den Schiessereien geht es recht blutig zur Sache. Nebenbei unterhalten sich die Brüder, als wären sie beim Shopping, um sich hinterher wie 2 kleine Kinder um ein paar Bündel Geld zu gebärden. Der Humor im Film ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, da er manchmal etwas rassistisch scheint. Darüber darf man aber getrost hinwegsehen. Der Film hat übrigens eine Menge Höhepunkte. Genial ist zum Beispiel die Szene, in der einer der Brüder ein Klo, an das er gekettet war, aus einem der obersten Stockwerke schmeißt, um damit den Killer unten in der Gasse zu erschlagen, der seinen Bruder erschießen will. Er springt dann auch gleich hinterher um den anderen Killer aufzuhalten. Klasse ist auch der Tod der Katze. Überaus makaber wird sie aus Versehen bei einem Wutausbruch am Essenstisch an der Wand verteilt. Im Verlauf wurde experimentiert: Es werden Zeiten getauscht. So ist immer erst Smecker am Tatort und interpretiert das Vorgehen, bevor beide eigentlich zuschlagen. Das Auftreten des schwulen Cops Smecker allein macht den Film schon sehenswert. Ich sag nur: „Es waren 6 Männer mit Waffen“ Wer hier lustige Dialoge, durchgeknallte Charaktere, blutige Schiessereien erwartet kommt voll auf seine Kosten.

Willem Dafoe stellt die beiden Killer eindeutig in den Schatten. Nach dem jahrelang nicht sehr viel von ihm zu sehen war, überzeugt er hier als schwuler Cop. Wahnwitzig auch sein Auftreten in Frauenklamotten zum Ende hin. Er gibt diesem Film mit der psychopathischen Darstellung des FBI Agenten den allerletzten Schliff. Vielleicht die beste Leistung seiner Karriere. Sean Patrick Flanery und Norman Reedus spielen das Killerbrüderpaar im Film und sind noch zwei recht unbeschriebene Blätter. Beide passen zwar gut zueinander und könnten wirklich Brüder sein, aber ich leider reichen sie nicht ganz an das Travolta/Jackson Duo heran. Allerdings sind ihre Figuren auch ein wenig anders ausgelegt als die des Tarantinokultfilms. Nicht die Megaidealbesetzungen, aber dafür sind sie mit sichtlich viel Herz bei der Sache.

Fazit:
Geniales Regiedebüt von Troy Duffy, das scheinbar sehr unterschätzt wird. Eine echte Videothekenperle. Wer auf solche übertriebene Filme mit mächtig genialen Schiessereien, Sprüchen und ungewöhnlichen Figuren steht sollte unbedingt zuschlagen. Der Film hat das Zeug zum Kult.

 

Wertung:

8/10 Punkte

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