Meine Braut, ihr Vater und ich

OT: Meet the Parents -  108 Minuten  -  Komödie
Meine Braut, ihr Vater und ich
Kinostart: 07.12.2000
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: 05.05.2011
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Filmkritik zu Meine Braut, ihr Vater und ich

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Robert de Niro, ein Mann der für seine beinharten Gangsterrollen berühmt wurde, der gemeinsam mit Martin Scorsese groß wurde und lange dessen Schützling war, was ihn wiederum noch mehr in die Schublade der harten Kerle schob, ist sicher nicht die erste Idee, wenn es darum geht eine Komödie zu besetzen. Er konnte zwar in Reine Nervensache bereits beweisen, dass er auch dieses Fach meisterhaft beherrscht, aber dort hatte er noch den Vorteil, dass er sich immerhin noch etwas in seiner Gangsterrolle verstecken konnte, also zwar zum Brüllen komisch war, aber dennoch seine harte Schale behalten durfte. Diese harte Schale legt er nun auch in Meine Braut, ihr Vater und ich nicht ab, ist er doch als ehemaliger CIA Spion noch immer ein eher harter Typ, aber gerade diese harte Schale, mit dem darunterliegenden (nicht ganz so) weichen Kern, ist es die das Zusammenspiel mit Ben Stiller so sympathisch und amüsant macht.

 

Gaylord 'Greg' Focker (Ben Stiller) meint es mit seiner Freundin Pam Byrnes (Teri Polo) ziemlich ernst und als anständiger Kerl, will er natürlich zu erst die Erlaubnis ihres Vaters Jack Byrnes (Robert De Niro) einholen bevor er ihr einen Antrag macht. Schließlich will sich die Familie ja untereinander kennen lernen. Gemeinsam machen sie einen Wochenendausflug zu Pams Eltern, doch während die Mutter Dina Byrnes (Blythe Danner) den jungen Freund ihrer Tochter sehr sympathisch findet, will sich Jack nicht so ganz mit dem Gedanken anfreunden, dass seine Pam jetzt in den Händen eines anderen ist. Als ehemaliger CIA Agent hat Jack durchaus seine Methoden um Greg auf die Probe zu stellen. Und dieser nutzt wirlich jede Gelegenheit die sich bietet um ins Fettnäpfchen zu treten...

 

Meine Braut, ihr Vater und ich nutzt die zugegeben sehr delikate Situation, dass ein etwas tollpatschiger Mann, zum ersten Mal die Eltern seiner Geliebten kennenlernt. Als Zuseher kann man sich natürlich sofort in die Geschichte versetzen und weiß genau wie peinlich das alles für Greg sein muss. Diese Gegebenheit an sich hätte schon für eine befriedigende Komödie gelangt, aber vor allem die genial angelegte Rolle von Robert De Niro ist das Sahnehäubchen dieser Geschichte. Der harte Kerl, der seine Tochter nicht hergeben will und seinen kommenden Schwiegersohn in ein Fettnäpfchen nach dem anderen treten lässt ist der Faktor, der den Film vollends gelingen lässt und im Zusammenspiel mit Ben Stiller ergibt sich ein zum Brüllen komischer Zweikampf zweier etwas anderer Gegner.

 

Mag es zu Beginn vielleicht noch etwas ungewohnt sein Robert De Niro in diesem Film zu sehen, speziell für diejenigen die Reine Nervensache nicht kennen, spielt er sich mit seiner schrulligen Art bald ins Herz der Zuseher und die Wortgefechte mit Greg, die dieser immer verliert, sorgen für einen kurzweiligen, unterhaltsamen Abend voller Lacher. Die Macher haben ein sehr sympathisches Ambiente gezaubert, in dem eine hohe Gagdichte herrscht. Zwar sitzen nicht alle Witze, aber im Großteil sorgen die tollpatschigen Auftritten von Greg doch für viel Spaß.

 

Meine Braut, ihr Vater und ich ist selbstverständlich kein makelloser Film. Dazu ist die Story zu banal und die Gags hätten auch durchgehend auf dem selben hohen Niveau bleiben müssen. Vor allem die Geschichte ist ein kleiner Bremsklotz, da nicht allzu viel passiert und der Film eigentlich nur auf witzige Einzelsituationen setzt, der Film sich im gesamten aber nicht weiterbewegt. Das war jetzt aber genug des Tadels. Denn Meine Frau, ihr Vater und ich ist ein reiner Unterhaltungsfilm und als solcher auch vollkommen gelungen. Ein Feel Good Movie dass die Lachmuskeln stark belastet. Bitte mehr davon!

 

Fazit:

Meine Frau, ihr Vater und ich ist ein Film der von Anfang an Spaß macht, und den Zuseher durch seine plastische Atmosphäre in seinen Bann zieht. Jeder kann sich in die Situation von Greg hineinversetzen und das Duell Robert De Niro gegen Ben Stiller ist einfach zum Brüllen komisch. Sehr gelungenes Feel Good Movie!

 

Wertung:

8/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 7.4/10 | Kritiken: 0 | Wertungen: 22
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