Surrogates - Mein zweites Ich (2009)

OT: The Surrogates - 88 Minuten - SciFi / Action
Surrogates - Mein zweites Ich (2009)
Kinostart: 21.01.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Surrogates - Mein zweites Ich

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In nicht allzu ferner Zukunft erleben alle Menschen ihr Dasein nur mehr durch sogenannte „Surrogates“. Roboter, die stellvertretend für die reale Person im Alltag agieren. Gemütlich von zu Hause aus steuert der echte Mensch seinen Ersatzkörper durch die Welt, frei von jedem Schmerz oder der Pein äußerlich nicht perfekt zu sein. Am besten wäre es, könnte man sein Surrogate ins Kino schicken, damit es diesen Film ertragen muss. Was allerdings trotzdem auf den Bediener seines Modells zurückfallen würde und man erst recht in den mehr als zweifelhaften Genuss dieses Films kommen würde.

 

So sinnlos wie dieser soeben beschriebene Gedankengang, so sinnlos ist auch der Film Surrogates. Jonathan Mostows Konzept scheint darin zu bestehen, dass er sein Werk von Logikfehler zu Logikfehler vorwärts treibt und dem Zuschauer eine haarsträubend Wende nach der anderen präsentiert. Man verliert immer mehr den Überblick über die Handlung. Am Schluss weiß man nicht mehr wo vorne und hinten ist. Anfangen könnte man bei der komplett unoriginellen Gestaltung dieser Zukunftsvision. Oder bei den absurden, wandelnden Klischees, die hier als Charaktere durchgehen und normalerweise nicht mal in Seifenopern vorkommen dürften. Vielleicht aber auch bei den Schauspielern selbst, die lustlos durch den Film taumeln. Oder eben bei den oberflächlichen Wendungen, die sich oft als Logikfehler entpuppen.

 

So oder so, Fehler und Probleme lassen sich bei Surrogates genug finden. Es gestaltet sich schon viel schwieriger positive Dinge zu orten. Die Actionszenen. Sie sind nett anzuschauen und bieten zumindest kurzweilige Ablenkung von der kränkelnden Handlung und den klischeebeladenen Figuren (warum haben Polizisten ständig und immer tote Frauen oder Kinder?). Die Effekte. Gut gelungen, makellos und sauber, aber auch langweilig und nichts besonderes. Das Potenzial. Der Film bietet zumindest ansatzweise eine interessante Idee, die aber leider nie vollständig oder auch nur zu einem kleinen Bruchteil weiter entwickelt wird. Viel mehr positives gibt es zu Surrogates nicht mehr zu sagen.

 

Am interessantesten ist wohl der Aspekt (oder kann man es gar schon Kunststück nennen?), dass es Surrogates tatsächlich gelingt, gerade dank seiner unglaubwürdigen Wendungen und zahlreichen Logikfehler, ein Rätsel zu bleiben. Was geschah in diesem Film? Worum ging es? Und warum sieht man ihn sich eigentlich an? Dies sind durchaus ernst gemeinte Frage, die selbst nach eingehender Überlegung, noch nicht gelöst werden konnten. Der Film ist (im negativen Sinne) vollkommen unverständlich. Der Handlung ist unmöglich zu folgen, und den Figuren möchte man andererseits gar nicht folgen.

 

Aber gleichzeitig, und darin besteht wohl der Trick des Films, ist die Geschichte absolut vorhersehbar. Von der ersten Einstellung an geschieht im Grunde nichts überraschendes. Man weiß von Anfang an was geschieht und welches Schicksal die Figuren ereilt. Wie dies möglich ist, trotz diesem Übermaß an logischen Fehlern und Wendungen, bleibt unergründlich.

 

Fazit:

Warum wurde Surrogates gemacht? Und warum sollte man sich diesen Film eigentlich anschauen? Genau genommen gibt es dafür keine plausible Antwort. Dabei hat der Film eine interessante Grundidee, setzt sie aber derart stümperhaft und abgedroschen um, dass einem schon während dem Schauen die Lust auf alles weitere vergeht. Selbst kurzweilige Unterhaltung stellt sich kaum ein. Und das größte Highlight bleibt wohl Bruce Willis mit blondem Seitenscheitel. Surrogates ist ein komplett sinnloser Film, der einzig und allein durch die Tatsache glänzt, dass er trotz seinen unergründlichen Wendungen absolut vorhersagbar bleibt.

 

Wertung:

3/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 5.5/10 | Kritiken: 4 | Wertungen: 30
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