Old Dogs - Daddy oder Deal (2009)

OT: Old Dogs - 88 Minuten - Komödie
Old Dogs - Daddy oder Deal (2009)
Kinostart: 14.01.2010
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Old Dogs - Daddy oder Deal

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Die Komödie gilt als die vielleicht schwierigste Kunst beim Filmhandwerk, da man das Publikum anscheinend leichter zum Weinen, als zum Lachen bringen kann. Old Dogs macht dieser Regel nun alle Ehre, denn nach diesem zusammengeschusterten Flickwerk aus untersten komödiantischen Gefilden, wird den meisten wohl eher zum Heulen zumute sein. Denn wie man es hier schafft Robin Williams und John Travolta zu verheizen, und dabei so gut wie kein Fettnäpfchen auslässt ist schon wirklich bemerkenswert. Deshalb gleich zu Beginn die große Warnung: Finger weg von diesem Film.

 

Charlie (John Travolta) und Dan (Robin Williams) sind die besten Freunde, und leiten gemeinsam eine Firma. Auch privat verbringen sie viel Zeit gemeinsam, und so ist es für beide ein einschneidendes Ergebnis, als Vicki (Kelly Preston) wieder in Dans Leben tritt. Die beiden hatten vor vielen Jahren eine Affäre, und nun serviert sie ihm die dabei entstandenen Kinder. Da Vicki für zwei Wochen ins Gefängnis muss, liegt es nun an Charlie und Dan den Nachwuchs zu versorgen. Das große Problem dabei: Charlie genießt eher lieber die Vorzüge des Junggesellendaseins, und Vater Dan hat überhaupt kein Gespür für Kinder…

 

Regisseur Walt Becker und John Travolta brachten ja bereits den durchaus unterhaltsamen Born to be Wild in die Kinos, und auf Grund des durchaus erfolgreichen Vorgängers ist es umso überraschender wie sehr sich das Duo mit ihrem neuesten Streich verkalkuliert. Denn selbst diejenigen die Born to be Wild großartig fanden, werden wohl kaum Freude am völlig misslungenen Old Dogs finden. Der Hauptgrund dafür ist, dass man das komödiantische Lager vollends gewechselt hat, und von der konventionellen hin zur Slapstick-Komödie gewechselt ist, dabei aber scheinbar das Timing völlig verloren gegangen ist.

 

Schade ist dabei nur, dass man in diesem völlig konfusen Haufen von Versatzstücken tatsächlich erahnen kann, dass zwischen Robin Williams und John Travolta durchaus eine Chemie besteht, und dass man ihnen trotz allen Unzulänglichkeiten des Films durchaus die Rolle als Beste Freunde abkauft. Doch das kann hier das Ruder natürlich auch nicht mehr rumreissen. Es soll nur darauf hingewiesen werden, dass die katastrophal dämlichen Darbietungen hier nicht auf das Konto der Schauspieler gehen, sondern der interessierte Zuseher darf beobachten wie sich selbst fähige Schauspieler in Ermangelung einer vernünftigen Regie zum Affen machen.

 

Der Hauptgrund für diese Katastrophe von Film ist übrigens das desaströse Timing, das hier wirklich jeden Funken von Spaß im Ansatz ersticken lässt. Die Darsteller wirken orientierungslos, was vermutlich auf mangelnde Führungsfähigkeit des Regisseurs schließen lässt, und bei jedem Gag beginnt das Spiel von vorne: Die Schauspieler scheinen sich über das Pacing der Szene nicht im Klaren sein, und so spielen sie konzeptlos nach Gefühl. So fügen sich die einzelnen Momente nicht zusammen und der Gag verpufft nicht nur einfach, sondern hinterlässt ein merkwürdiges Gefühl, dass hier scheinbar gar nichts zusammen passt.

 

Weiters problematisch ist dabei dass die Gags von sich aus schon nicht besonders sind, und wohl kaum jemandem hinter dem Ofen hervorlocken. Man versucht hier auf ausgetretenen Pfaden zu wandern und einige simple Lacher abzustauben. Doch wie schon erwähnt gelingt dies hier in keiner Sekunde, und schon bald breitet sich die große Langeweile auf Grund dieser von vorne bis hinten misslungenen Komödie aus, die weder die Story, noch den Subtext, geschweige den die Gags richtig hinbekommt. Ganz schlecht, und wirklich nur für einen oder zwei Schmunzler gut. Ansonsten gibt es nur Langeweile und Fremdschämen.

 

Fazit:

Fans von guten Komödien aufgepasst: Old Dogs ist ein wirklich mieser Genrevertreter, bei dem wirklich gar nichts zusammenpasst. Selbst die treusten Anhänger von Born to be Wild (der letzten Zusammenarbeit von Regisseur Walt Becker und Hauptdarsteller John Travolta) bekommen hier kaum einen Grund für einen Kinobesuch geboten, da der Regisseur scheinbar jedes Timing und jedes Gespür für Situationskomik verlernt hat. Old Dogs ist somit nur eins: Völlig misslungen, und ein mustergültiges Lehrbeispiel für das was herauskommt, wenn Schauspieler ohne gekonnte Regie spielen müssen. Finger weg!

 

Wertung:

2/10 Punkte

Filmering.at
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Ø Wertung: 4.3/10 | Kritiken: 1 | Wertungen: 3
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