Lieber Verliebt (The Rebound) (2009)

OT: The Rebound - 95 Minuten - Romantik / Komödie
Lieber Verliebt (The Rebound) (2009)
Kinostart: 29.12.2009
DVD-Start: Unbekannt - Blu-ray-Start: Unbekannt
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Filmkritik zu Lieber Verliebt (The Rebound)

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Sandy (Catherine Zeta-Jones) lebt mit ihren beiden Kindern und ihrem Mann in einem Vorort als Hausfrau und fertigt in ihrer Freizeit gerne Sportstatistiken an. Doch ihr Leben verändert sich als sie entdeckt, dass ihr Mann sie betrügt. Sie nimmt ihre Kinder und zieht mit ihnen nach New York. Dort muss sie zunächst einmal eine Wohnung und einen Job finden, denn nun ist sie wieder für die Geldbeschaffung verantwortlich. Doch sie hat Glück: Sie kann ihr Hobby zu ihren Beruf machen, und fertig Sportstatistiken an und ausserdem findet sie eine Wohnung über einem Coffeeshop. Dort arbeitet Aram Finkelstein (Justin Bartha), der bei ihr als Babysitter einspringt. Doch zwischen den beiden entwickelt sich bald schon mehr...

 

Lieber Verliebt heißt der neueste Vertreter der herz- und ideenlosen RomCom Welle aus Hollywood, der alle Schwächen des Genres in sich vereint, ohne auch nur einen Hauch Charme mitzubringen. Romantische Komödien sind für Hollywood eine einfache Möglichkeit Geld zu verdienen. Meistens halten sich die Produktionskosten in Grenzen, da das meiste Geld in die Gagen der Darsteller fließt (die in den meisten Fällen prominent gewählt werden, um ein zugkräftiges Argument für den Film zu haben), und auch haben sich längst feste Genreregeln etabliert, sodass die Drehbücher eigentlich nur nach Schema F heruntergerasselt werden müssen. Natürlich gibt es auch positive Ausnahmen, doch zu diesen zählt Lieber Verliebt mit Sicherheit nicht.

 

Von Anfang an spürt man, dass hier wirklich gar nichts zusammen passt. Der Rhythmus gibt sich mehr als holprig, die Gags wirken seicht und abgedroschen, vor allem aber sind die Figuren so dermaßen offensichtlich am Reißbrett durchkonstruiert, dass sie nie glaubhaft wirken, was dazu führt, dass man sich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren, was wiederum zu einem katastrophal toten Film führt, der völlig emotionslos vorbei zieht. Weiters würde mich interessieren wer in Gottes Namen diese widerlich entworfenen Kinderfiguren zu verantworten hat, die ausser nervtötend, ekelhaft und sich in Fäkalhumor sulend gar nichts sind, und das Nervenkostüm bis aufs Äußerste strapazieren. Überhaupt scheitert der Film auf ganzer Linie wenn er versucht komisch zu sein, da dies meist in einem grenzdebilen Gag endet, der wohl keinen hinter dem Ofen hervorholt.

 

Viel schlimmer ist jedoch der Mangel an Emotionen. Lieber Verliebt ist so dermaßen schamlos durchkonstruiert, dass man von Anfang an die Plotpoints riechen kann, die allesamt aus dem Handbuch „Wie schreibe ich eine romantische Komödie“ von I.M. Stupid stammen dürften. Dies führt dazu, dass Lieber Verliebt scheinbar ewig lange herumschleicht, um im Endeffekt überhaupt nichts zu sagen hat. Selbst sein Happy End bekommt der Film nur mit Müh und Not auf die Beine, nachdem er zuvor den obligatorischen Streit zwischen den Verliebten eingebracht hat. Zwischen diesen Fixpunkten im Begriffskatalog einer jeden romantischen Komödie schiebt Lieber Verliebt kurzerhand eine Weltreise ein, die in sich eine verlogene Multikulti Botschaft trägt, die eigentlich überhaupt nichts in diesem Film verloren hat.

 

Leid tun können einem hierbei eigentlich nur die beiden Hauptdarsteller Catherine Zeta-Jones und Justin Bartha die unter anderen Vorzeichen, vor allem aber unter anderer Regie, vielleicht sogar ein interessantes Filmpaar hätten abgeben können. Denn man kann hier, wenn man genau hinsieht, eine Art Chemie entdecken, die in Lieber Verliebt jedoch nie genützt wird. Besonders Catherine Zeta-Jones wirkt hier enorm abwesend und auf verlorenem Posten. Der Blick ist ins Leere gerichtet, die Emotionen kommen nicht rüber, und stattdessen wirkt sie immer fehl am Platz. Sie hat schon des Öfteren bewiesen, dass dies nicht an ihr liegt, sondern, dass hier die Regie einfach versagt hat. Man kann dazu noch nicht einmal schade sagen, denn Lieber Verliebt ist auf ganzer Linie ein solch nervtötender Reinfall, dass hier von vorne bis hinten alles daneben gegangen ist, und das Projekt ohnehin zum Scheitern verurteilt war.

 

Fazit:

Lieber Verliebt ist einer der miesesten Vertreter eines von Hollywood ohnehin missbrauchtem Genre, bei dem so gut wie gar nichts zusammenstimmt. RomComs haben sich immer schon durch ihren ähnlichen Aufbau ausgezeichnet, aber der gesammelte Mist, der hier serviert wird, ist schon fast eine Verarsche des Publikums. Die Figuren sind flach wie ein Blatt Papier, die Plotpoints kann man schon von Weitem auf sich zu rauschen sehen, die Gags sind aus der untersten Schublade und hinzu kommt, dass selbst die Darsteller auf verlorenem Posten wirken und so keine Chance haben gegen die miese Regie und das versaute Drehbuch anzuspielen. Ein Reinfall auf ganzer Linie und eine romantische Komödie völlig ohne Komödie und mit nur ganz wenig vorhersehbarer und kitschiger Romantik. Unterirdisch schlecht.

 

Wertung:

2/10 Punkte

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Liste von mausmaus
Erstellt: 11.11.2013